In the Bag - Martin


Nun ist es an der Zeit meine Ausrüstung vorzustellen. Während die ersten 2 Jahre ein bunter Mix aus diversen Schlägern in meinem Golfbag rotierten, bin ich seit der Saison 2016 dabei eine Linie in die Materialkomponenten zu bekommen. Vorher war dies noch nicht zwingend notwendig, da ich mehr mit meinem Spiel bzw. Schwung zu tun hatte, als über eine Optimierung des Materials nachzudenken. Denn was bringt der tollste gefittete Schläger, wenn der Schlägerkopf nicht halbwegs konstant am Ball ankommt. Natürlich habe ich das ein oder andere Hybrid oder Holz bei einem großen Onlineauktionshaus ersteigert und getestet. Bei kleinen Summen kann man dies auch problemlos tun, nur ist es dann wie die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Auf Bildern kann man eben nicht erkennen, wie sich ein Schläger spielt und ob er zu einem passt. Daher empfehle ich diese Vorgehensweise nur bedingt.

 

Da ich die ersten Jahre den Driver wenig genutzt hatte, war dieser auch nicht auf meiner Prioritätenliste ganz oben wenn es um das Material geht. Dies ändert sich natürlich bei einer Spielstärke um -20, denn ab sofort spielt er nun doch eine wichtigere Rolle beim Vorankommen für mein Projekt 80.  

 

Derzeit spiele ich den TaylorMade Burner TP mit einem Proforce V2 Schaft in regular. Dieser beschert mir aber mittlerweile einen sehr hohen Ballflug, was beim Driver ja nicht unbedingt gewünscht ist. Ich denke dies liegt an meiner mittlerweile recht hohen Schlägerkopfgeschwindigkeit von 97-100 mph, was für einen Schaft mit regular Flex recht schnell ist. 

 

Im Moment teste ich verschiedene Drivermodelle von Titleist, Callaway, TaylorMade und Srixon. Welcher zukünftig einen festen Platz in meinem Bag findet steht also noch nicht fest.

 

Da ich bis jetzt wenig mit Fairwayhölzern gespielt habe, nutze ich bis jetzt nur ein Holz 5 von Adams mit 18 Grad Loft für lange Par 3s oder enge Fairways. Da mein Eisen 4 vom Tee fast die gleiche Länge mit mehr Präzision erreicht, haben Hölzer bisher ein Schattendasein in meinem Bag. Aktuelle Tests mit 3er Hölzern sind aber vielversprechend, sodass zukünftig sicher im Holzbereich etwas ändern wird.

 

Bei den Hybriden sind verschiedene Loft und Schaftversionen vorhanden. Im Bag befindet sich derzeit ein 19 Grad Hybrid von Nickent mit einem Recoil 670 Schaft in regular. Dieser ist mit einem höheren Schwunggewicht versehen (D6) was mir hilft rhythmisch und ebenentreu zu schlagen.

 

Zu Beginn meiner "Golfkarriere" spielte ich einen günstigen Einsteigereisensatz, welchen ich bis ca. Handicap -29 spielte. Auf der Suche nach einem neuen Eisensatz im Winter 2015/16 landete ich bei Clubmate Golf in Pfungstadt. Hier würde ich sehr nett betreut und gefittet. Ich wollte keine Anfängereisen mit dicken Sohlen mehr, aber auf eine gewisse Fehlerverzeihbarkeit ebenso wenig verzichten. So zog Michael die Köpfe von KZG aus der Schublade. Optisch sehr ansprechend mit schlanker Topline, ein wenig Cavitybag und die Tatsache, das sie geschmiedet sind Nächten diese Eisen zu meiner Nummer 1. Der Kopf war gefunden, nun begann die Suche nach dem passenden Schaft. Am Launchmonitor kamen wir der Sache schnell näher. Zielsetzung war ein leichter Stahlschaft, welcher einen hohen Ballflug unterstützt. Denn die Bälle sollen beim Anspielen der Grüns schnell liegen bleiben! Optimal funktionierte bei mir der Nippon 950GH, der alle meine Wünsche erfüllte. Nach ca. 10 Tagen kamen die Eisen per Post an und die Begeisterung kannte keine Grenzen. Bis heute bin ich mit den Eisen sehr zufrieden und werde diese auch noch ein paar Jahre spielen. 

 

Bei den Wedges ging ich einen anderen Weg. Ich hatte zum Zeitpunkt des Eisenfittings 2 ältere, unterschiedliche Cleveland Wedges im Bag. Zwischen 50 Grad Gapwedge und 56 Grad Sandwedge klaffte eine große Lücke, was mir auf dem Platz immer wieder Schwierigkeiten beim Schlag ins Grün bereitete. Ein guter Freund empfahl mir Solus Tour 7.1 Wedges, welche in Deutschland nahezu unbekannt sind.

 

Dieser Satz zeichnet sich durch eine doppelte Sohle aus, mit welcher ich sehr gut zurecht komme. In der Abstufung 51, 56 und 61 Grad sind nun auch die Lücken bei den Annäherungen geschlossen. Vor allem sind nun alle 3 Wedges mit gleichen Schäften, in passender Abstufung und gleichem Spielgefühl sehr gut zu spielen.

 

Der Putter ist ein weiterer wichtiger Schläger im Bag. Lange spielte ich den TaylorMade Monza Rossa mit welchem ich auch recht gut zurecht kam. Bei eine ausgiebigen Puttertest in der Golfschule Gut Waldhof überzeugten mich dann die Scotty Cameron Modelle, allem voran der Newport 2 und der California Monterey. Der Unterschied zu meinen TaylorMade lag im soften Treffmoment und einem butterweichen Gefühl. Nach einiger Überlegung bekam der Newport 2 im Februar 2017 einen festen Platz in meinem Bag. Diesen stattete ich mit einem Superstroke Slim 3.0 Griff aus, welchen ich aber erst eine Weile im Einsatz auf dem Platz testen möchte, bevor ich mit über den Griff äußere.

 

Nach ausgiebigem Balltest vor einigen Wochen habe ich mich für den Srixon Z-Star entschieden. Die Entscheidung brachten der softe und angenehme Touch beim Putten und die hervorragenden Spineigenschaften im kurzen Spiel. Hier hat mich der Ball rundum überzeugt und ein gutes Gefühl vermittelt.

 

 Nun noch der Kleinkram als Auflistung:

Laser:                Bushnell Tour v3

GPS Uhr:           Garmin approach S4

Handschuh:     Footjoy oder Vice

Bags:                Callaway Aqua Dry Standbag

                          TaylorMade Tourbag R9
 

 

Über Änderungen werde ich euch natürlich auf dem Laufenden halten. INSPIRE your Golf!  M