Meet Dawie

 

Meet Dawie ist ein Projekt, auf welches wir uns von Inspire Your Golf eingelassen haben.

 

Ziel ist es, eine maximale Verbesserung, allein durch taktische Denkweisen der Professionals zu erreichen. Das Coaching erfolgt durch Top-Golfcoach Dawie Stander aus Hubbelrath. Mit von der Partie ist unser Golfbuddy und Trainingspartner Dirk. Wir werden in regelmäßigen Abständen hier berichten und schauen, wohin uns der Weg bei diesem interessanten Projekt führt. Wir bedanken uns bei Dawie Stander für die kommenden Erfahrungen und Inspirationen! Seid gespannt und lasst euch von diesem außergewöhnlichen Projekt inspirieren.

 



20.10.2018 , Teil 2

 

It`s all about the routine! Nachdem wir im ersten Teil des Berichtes unserer Session bei Dawie einige geniale Sichtweisen getankt haben, ist es nun wie angekündigt an der Zeit uns mal mit einem roten Faden durch die Putting-Routine zu beschäftigen.

 

Wie händeln wir unsere Routine vor langen, mittleren oder kurzen Putts? Nach welchem Plan gehen wir vor und warum? Ist die Routine immer gleich? Welchen Bausteinen schenken wir ausreichend oder zu wenig Beachtung?

 

Irgendwie ein Wirrwarr, oder? Dies entsteht oft, aus der Unsicherheit nicht zu wissen, ob man überhaupt das Richtige tut. Bei den meisten Amateurgolfern jedenfalls.

 

Die Professionals auf den Touren sind Maschinen. Sie ziehen die Putting-Routine eisern, solide und immer gleich durch. Mit oder ohne Caddy als eingespieltes Team. Viele Bausteine aus Teil 1 werdet ihr erkennen, wenn ihr Professionals live oder am TV beobachtet. Die Routine ist selbstverständlich nicht immer gleich, aber für den jeweiligen Spieler vertrauenserweckend und genau auf ihn angepasst.

 

Hier ein bewährter Vorschlag für eine einheitliche Putting-Routine, die euch helfen kann, eure Arbeit vor den Putts auf den Grüns solide zu gestalten. Der Ablauf beinhaltet 5 wesentliche Punkte, die ihr euch leicht merken könnt. Arbeitet die 5 Points ab und euer „Job“ ist erledigt. Es muss nur noch geputtet werden. Was beim Putt passieren wird, könnt Ihr selten steuern und müsst diesen so wie jeden anderen Schlag akzeptieren. Die feste Routine gibt euch die Sicherheit, die ihr für einen guten Putt braucht.

 

Der Ball liegt auf dem Grün. Es geht los! Euer roter Faden:

 

Point 1

Ball markieren, reinigen!

 

Point 2

Putt über Markierung lesen, Break kalkulieren, visualisieren! Wo geht der Ball ins Loch?

 

Point 3

Zwischenziel merken! Der Putt zum Zwischenziel (Abgangsrichtung) selbst ist immer gerade!

 

Point 4

Probeschwung! Dabei zum Ziel schauen und das Schwungtempo spüren!

 

Point 5

Am Ball richtig zielen und Putt mit richtigem Tempo auf das Zwischenziel spielen! Augen dabei auf den Ball und erst 2-3 Sekunden später hinterher schauen.

 

Get in the Hole, Buddy! Wir haben über unsere Putting-Routine handwerklich alles notwendige vorbereitet und ausreichend Sicherheit, den Putt zu spielen.

 

Es empfiehlt sich, sich eine Routine anzutrainieren, die auf der Runde aus dem Eff Eff gelingt. Es ist ja so wie beim Autofahren. Ihr macht die Dinge ganz automatisch, sobald der gewollte Ablauf  nach und nach verinnerlicht wurde.

 

Die Routine hier ist ein roter Faden, der sich bewährt hat. Vergleicht diese mit den Routinen der Professionals. Natürlich dürft Ihr etwas abwandeln, wenn es für eure Denkweise einen ganz speziellen Nutzen hat.

 

Auf Unterschiedlichkeiten in der Ausführung gehen wir hier nicht näher ein. Dort habt ihr Freiraum, der je nach persönlicher Empfindung ausgefüllt werden kann. Beispiel: Wann oder ab welcher Entfernung lese ich die Puttlinie von einer, zwei oder sogar drei Seiten?

 

Wir wünschen euch mit diesen Anregungen viel Spaß und maximalen Erfolg!  Unser Dank geht wie immer an Top-Coach Dawie Stander! Euer IYG-Team!     


Der Maestro in Aktion.
Der Maestro in Aktion.

20.10.2018

 

It`s all about the Putts! Am 20.10. war es mal wieder soweit. Meet Dawie im GC Hubbelrath brachte wieder ungeahnte Erleuchtungen! Diesmal begleitete mich Chris vom IYG-Team und obwohl man ja nicht ganz so unbedarft mit dem Putter ist, brachte die Session wieder (für uns) sensationelle Erkenntnisse, die mittel- und langfristig das Putting nur verbessern können! Professionelle Denkweisen, die wir gebrauchen können, um unser Putting auf eine neue Stufe zu heben  und somit Schläge gut zu machen. In  Teil 1 beschäftigen wir uns mit einzelnen Grundlagen; in Teil 2 dann mit einer erfolgversprechenden Putting-Routine.

 

 

Teil 1: Lets`s go! Zunächst ging es darum festzustellen, wie man Geschwindigkeit des Balles richtig dosiert! Neben der Entfernung haben wir ja auch die Lage mit zu berücksichtigen. Der Putt ist z.B. Uphill anders zu planen als Downhill. Auch bei Lagen im Vorgrün etc. haben wir den Reibungswiderstand zu berücksichtigen. Wie gehen wir die Aufgabe also an? Über den Pendelweg des Putterkopfes? Nope! Über Gefühl? Nope! Das funktioniert nur über Zufälle! Zu beachten ist hier einzig und allein die Geschwindigkeit des Putterkopfes und die Auswirkung auf den Ball. Die genaue Länge des Rück- und Durchschwunges spielt hier keine Rolle! Geschwindigkeit is King! Als Beispiel vergleicht und visualisiert mal einen gleich langen Up- und Downhillputt. Beim Downhillputt wird die Geschwindigkeit des Putterkopfes extrem gedrosselt und vom Tempo so dosiert, wie der Ball auch Richtung Ziel laufen soll. Beim Uphillputt gilt es das Tempo des Putterkopfes vorzulegen, damit der Ball auch mit Geschwindigkeit startet, die erwartungsgemäß durch den Anstieg gedrosselt wird. Damit beschäftigt euch mal ausreichend! Rollgeschwindigkeit Ball=Geschwindigkeit des Putterkopfes! Geiler Tipp!

 

Dann haben wir uns vermehrt mit Breaks beschäftigt und Übungen dazu gemacht. Aus einer Position sollten wir mittels zwei Tees die Zielrichtung bestimmen um den Break zu spielen. Bäm! Wir beide haben uns auf dem flotten Grün ordentlich verschätzt. Ergo: Immer mehr Break planen. 2-3x mehr als gedacht darf es schon sein! Landet der Ball auf der Pro- oder Amateurseite? Also oberhalb oder unterhalb des Loches?

 

Dann standen wir 3,5-4 Meter vom Loch entfernt. Downhill-Putt. Die Frage nach Länge des Putts beantworteten wir aus dem Bauch heraus mit 3,5-4 Meter, also der Entfernung zum Loch! Falsch – Bäm! Richtig war, dass der Putt nur etwa 30 cm zu spielen war. Die Sichtweise half enorm bei der Dosierung der Puttlänge. 30 cm gerade in die vorher ausgemachte Zielrichtung und den Rest erledigen Ball und Erdanziehungskraft von allein. Zu visualisieren war lediglich das 30 cm entfernte Zwischenziel, welches gerade anzuspielen war. Die Sichtweise hilft enorm aus dem Glückspiel putten ein solides Handwerk zu machen!

 

Dann war der Downhill-Putt länger. Wie planen wir genau den Break? Hilfreich war hier die Sichtweise einer Uhr, die wie eine auf dem Loch platzierte Scheibe aussieht. Oben 12 Uhr, unten 6 Uhr, links 9 Uhr, rechts 3 Uhr. Wo fällt der Ball nach Visualisierung ins Loch. Bei unserer Breaksituation machten wir 4 Uhr aus. Ein Kniff ist es nun, den Putt visuell rückwärts zu planen, welches wir anhand von Bällen dargestellt haben. Der Putt war dann nach richtiger Längenplanung, wie gerade beschrieben, in die Abgangsrichtung mit richtiger Putterkopfgeschwindigkeit zu spielen. Langsam wird ein Schuh draus!

 

Puttlinie rückwärts visualisieren!
Puttlinie rückwärts visualisieren!

Wie händeln wir nun den Probeschwung vor dem Putt? Gerade bei längeren Putts bietet es sich an, den Putt mit Blickrichtung zum Ziel zu tätigen. Die Augen-Hand-Koordination wird so bestmöglich eingestellt. Nach unten zu sehen, bringt nichts! Ob es dann einer, drei, fünf oder mehr Probeschwünge werden ist nebensächlich und Spielersache!

 

Wie visualisieren wir das Ganze nun? Wie bei den Chips auf jeden Fall in Echtzeit! Wichtig! Visualisier immer alles so, wie es mit tatsächlicher Geschwindigkeit ablaufen soll. Also nicht in Zeitlupe z.B., weil man meint, dies ginge präziser! Visualisierung in Echtzeit!      

 

Wie Zielen wir präzise? Eine der stabilsten Methoden ist das Zielen auf ein Zwischenziel! Kennt ihr! Zwischenziel sichtbar, gerade dorthin ausgerichtet und der saubere Putt aus einer sauberen Ansprechposition mit präzise ausgerichtetem Putterkopf! Das genaue Ausrichten des Putterkopfes bitte nur mit einer Hand. Die Rechtshänder machen das mit der rechten Hand, die Linkshänder mit der linken Hand! Wenn der Putterkopf dann ausgerichtet ist, wird die zweite Hand  an den Griff genommen. Wenn wir die anderen Hinweise beachtet haben;  Putt und fertig! 

 

So, den ganzen Input nehmen wir mal mit auf das Putting-Grün und trainieren es so. Denkt dran, dass Ihr neue Dinge nur mit Übung zur Routine werden lasst!

 

In Teil 2 geht es demnächst darum, dem ganzen einen roten Faden zu geben. Hier gehen wir auf Basis dieser Hinweise noch einmal auf eine solide Putting-Routine ein. Seid gespannt und viel Spaß mit den Hinweisen von Top-Coach Dawie Stander aus Hubbelrath! Euer IYG-Team! 


03.10.18, Teil 2

Weiter ging es mit Dawies Coaching und tollen Hinweisen und Inspirationen. Gerade weil Golf zum großen Teil zwischen den Ohren gespielt wird, ist die Denkweise an bestimmte Situationen heranzugehen elementar. Mit den Hinweisen auf professionelle Denkweisen sind wir dabei auf dem richtigen Weg in Richtung besseres Golf! Heute im 2. Teil geht es wieder um die Denkweisen bei Trouble Shots. Bis dahin waren wir im 1. Teil gekommen. Also los und weiter in diesem Bereich, denn es gibt einiges aufzusaugen!

 

Ok, wieder eine schlechte Lage und der Ball muss so nah wie möglich ans Loch. Wir betrachten die Situation, haben vielleicht mehrere Möglichkeiten, aber wie entscheiden wir uns? Die Lösung: Bildet eine Art Schlägerleiter von leicht nach schwer. Leicht ist der Putter, danach Eisen 4-PW, SW und LW als technisch gesehen schwersten Schläger. Steigen wir nun die Schlägerleiter gedanklich hinauf und fragen uns systematisch. Ist der Putter machbar, Nein! Eisen 4 – Nein, Eisen 5+6, Nein, Eisen 7 – Ja! Bingo, die visualisierte Schlagvariante wird mit Eisen 7 ausgeführt. Der Entschluss steht fest und wird ausgeführt! Versucht das mal selbst in einer schweren Lage! Hier wieder der immer geltende Hinweis:  Situation erfassen, Schlag planen, Schlag ausführen und das Ergebnis akzeptieren!

 

Trouble Shots übt man am besten aus den schlimmsten Lagen. Natürlich kann man im Ernstfall über die Erklärung „Ball unspielbar“ mit Strafschlag nachdenken, aber nicht wenn wir genau diese Lagen üben wollen.

 

Grundsätzlich haben wir aus verschiedenen schlechten Lagen uns mit der Anwendung von drei Grundregeln beschäftigt. Diese lauten:

 

+Die Nase so nah wie möglich Richtung Ball

 

+Das linke Bein aus dem Weg (Linkshänder rechtes Bein)

 

+Schläger so kurz wie notwendig greifen

 

Diese Grundregeln erklären sich ja quasi von selbst. Natürlich ist vor Beurteilung einer schlechten Lage eine Menge Kreativität und eine gute Visualisierung hilfreich.

 

Was in einer Hanglage noch sehr hilfreich gewesen ist, ist die Aufgabe der Vorstellung, dass Ball und Schläger vor dem Schlag vor dem Fuß positioniert sein müssen. In diesem Fall Hanglage waren Chips von  ca. 30-40 cm neben dem jeweils äußeren Fuß sehr gut zu spielen.

 

Zum Schluss noch eine Anmerkung, die zwischendurch besprochen wurde. Wie und wann machen Professionals welche Probeschwünge. Man sieht immer wieder ganze und halbe Probeschwünge. Kurzum, halbe oder kurze Probeschwünge dienen dazu, das notwendige Gefühl für den kommenden Schlag aufzubauen. Ein voller Probeschwung wird meist bei einer bestimmten Einstellung für einen Shape, sprich Flugkurve angewendet. Also oft dann, wenn das Schwungmuster vom normalen Schwung abweicht. Und zur Auflockerung sind „unpräzise“ Probeschwünge immer gut!

 

Also, wieder viel gelernt. Jetzt noch einmal den Input sacken lassen und in Trainingseinheiten und Übungsrunden anwenden! Viel Spaß mit diesen tollen Inspirationen wünschen Dawie Stander und das IYG-Team! 

 


Ganz wichtig: Fahne raus!
Ganz wichtig: Fahne raus!

03.10.2018, Teil 1

Endlich war es wieder soweit. Der Trip zum Top Coach Dawie sollte weitere Inspirationen zur Verbesserung durch professionelle Denkweisen bringen. Dirk und mir brachte es wieder eine Menge! Lest genau und lasst euch inspirieren, ebenfalls von diesem Coaching zu profitieren. Irgendwie gut, dass nun mit den zu erwartenden Wetterbedingungen und Lichtverhältnissen der Schwerpunkt wieder mehr auf Trainingsarbeit liegt, die man auf dem Übungsgelände absolviert. Viel Spaß mit diesen Inspirationen in zwei Teilen. Hier Teil 1!

 

 

Zunächst wies uns Dawie in eine effektive Chip-Übung ein. Wie in einer klassischen Up&Down-Situation liegen fünf Bälle ca. 5-6m vom Loch entfernt neben dem Grün. Wie würden wir trainieren? Wie würden wir diese Situation spielen? Dawie brachte uns auf logische Gedankengänge, die auf den Runden sicher 1-2 Schläge einsparen können. Anders als wir es gemacht hätten, wurden die Fahnen entfernt! Wir gehen nun mit der Einstellung des „Einlochen wollen“ an den Ball. Der große Unterschied zu einer gleichen Situation mit Fahne würde bei und nur ein „annähern wollen“ hervorrufen. Durch das Entfernen der Flagge geben wir uns mental die Möglichkeit, den Ball auch zu lochen. Diese Übung haben wir etwa 20 Minuten trainiert und neben einigen tatsächlich gelochten Bällen lagen viele Chips nahezu „tot“ am Loch. Ein sicheres Up&Down wäre es gewesen. Also, bei diesen Chips, Fahne raus und gedanklich Einlochen statt nur Annähern wollen!

 

Nunmehr galt es aus einer tiefen Lage des Balles und einer schlechten Lage ohne Rasen den Ball etwa 7-10 Meter auf das Loch zu spielen. Natürlich ging es bergab mit Break, um es noch zusätzlich anspruchsvoll zu gestalten. Hier galt es, die Situation zu erfassen, den Schlag planen, ausführen und das Ergebnis einfach zu akzeptieren. Dawie berichtete, dass oftmals die ersten Ideen für solche Situationen die besten Ideen sind.

 

Weiter beschäftigten wir uns mit Trouble Shots rund ums Grün. In einer Übung hatten wir aus einer tricky Lage eine Übungsfahne anzuspielen. Unsere Versuche waren so lala. Dawie spielte in eine andere Richtung, nutzte den Break des Grüns und sicherte sich den besten Versuch.  Hierzu lernten wir, dass das Loch als Ziel selbst wie ein Magnet auf die Visualisierung des Spielers wirkt. Die Gefahr dabei ist, wenn dieser Prozess verhindert, dass eine andere, sichere und bessere Lösung komplett ausblendet wird. 

 

Weitere tolle professionelle Denkweisen und Inspirationen erfahrt im Teil 2 unseres Berichtes von dieser Session!


19.09.2018 Teil 2

Weiter ging es in Richtung Grün mit dem Abgleich unserer Denkweisen.

Hier kamen oft an die Situation, dass eine angeeignete Denkweise nicht so einfach abzulegen ist. Die Art an den Schlag vorbereitend ranzugehen macht den Unterschied. Oft liegen einfachere oder erfolgversprechende Lösungen nicht automatisch auf der Hand.  Der Chip ist immer wieder ein Klassiker für solche Situationen. Erinnert Ihr euch an den ersten Teil unserer Serie? „Einfacher“ Schläger für eine möglichst fehlerfreie kurze Bewegung. Elementarer Landepunkt, den es zu treffen gilt und der visualisierte Rollweg zum Ziel.

 

Weiter machten wir mit der Bewertung eines PAR-Wertes im Sinne des oft zitierten Aufgabenspiels Golf. Jeder Schlag hat eine Aufgabe. Ob man die Bahn perfekt oder weniger perfekt spielt. Die Aufgabe für den nächsten Schlag ist hinsichtlich der Schlagplanung klar. Spielt man jeden Schlag so wie geplant, kann das PAR erreicht werden. Entscheidend ist hier der Focus auf den nächsten, einzelnen Schlag und nicht auf den Wert, der auf der Scorekarte oder Abschlagtafel steht.

 

Im Hinblick darauf, was man steuern und beeinflussen kann – und was nicht – kamen wir nun an einen wesentlichen Punkt für einen Golfschlag. Da man das Ergebnis eines Golfschlages selbst nicht präzise steuern kann, gilt es wenigstens die Voraussetzungen für diesen nächsten Schlag präzise vorzubereiten. Und im Ernst. Selbst wenn man der Meinung ist, etwas vernünftig oder ordentlich zu machen, sprechen suboptimale Golfschläge oder eine ehrliche Kontrolle eine andere Sprache.

 

Ich selbst habe hier im positiven Sinne Federn lassen müssen und es wurden mir einige Fehlerpunkte aufgezeigt, die die schon so ein gutes Golfspiel behindern oder zu Folgefehlern führen. Für diesen Bereich habe ich mir bis zum kommenden Frühling speziellere Trainingseinheiten verordnet. Die Trainingsmuffelkrankheit hatte mich wohl eingeholt. J Auf der Agenda stehen jetzt…:

 

+richtige (verbesserte) Ausrichtung, und Arbeit gegen den natürlichen „Knick in der Optik“ (Parallelverschiebung), inkl. Schlagflächenstellung und Zwischenziel,

 

+richtige (verbesserte) Ansprechposition mit Beachtung der Stellung der linken Schulter, die man (als RH)nicht sehen sollte; verbesserte Voraussetzungen für ein freies Durchschwingen,

 

+richtige Fußstellung und Ballposition für Ansprechposition und Schlag,   

 

+verbesserte Schlägerhaltung für verbesserte Treffer,

 

+Gewicht bei Bunkerschlägen mehr links verlagert.

 

Aus diesen Bereichen habe ich im Sinne der präzisen Vorbereitung einiges über mein Spiel und Notwendigkeiten erfahren. Wie immer gibt es eine Menge zu tun, die Gedanken zu ordnen und an der richtigen Stelle abzurufen. Aber wenn es leicht wäre, würde es nicht Golf heißen! Danke Dawie, für diese inspirierende Session! Wir freuen uns auf die die nächste Einheit und sind strikt gegen die kürzer werdenden Abende! ;-) 

 


19.09.2018

Heute ging es nach der Verletzungspause mal wieder mit Dirk in den GC Hubbelrath, um neue Inspirationen von Dawie Stander aufzusaugen.  Da wir zeitig dort waren, konnten wir noch die Chips mit „steilem“ Schläger auf die Landezone trainieren. Dann kam Dawie und tauchte mit uns in die Denkweise der Pros ein. Dazu gingen wir ein paar Löcher über den Platz und gingen einige Situationen durch. Dies beschrieb er mit interessanten Hintergründen und Sichtweisen.

 

Zunächst ging es um die wichtige mentale Einstellung des „etwas verlieren können“. Kann man etwas verlieren, was man nicht besessen hat, war ein Kerngedanke. Dies zielte auf ein Ergebnis ab, welches man noch während der Runde für sich wahrnimmt. Da auf den noch folgenden Löchern alles passieren kann, belasten solche Gedanken mehr, als dass sie einem helfen. Da der Score nach dem letzten Putt noch gar nicht fest steht, ist es kontraproduktiv, sich auf der Runde mit seinem „aktuellen Ergebnis“ auseinanderzusetzen. Hier zählt man ja schon oft mit. Score gegenüber Par, Stablefordpunkte, Anzahl der Pars oder Bogeys; whatever. Hier gilt es eine unterbewusste Drucksituation zu entschärfen, um „frei“ spielen zu können.

 

Von den TourPros wissen wir vielleicht, dass Sie im Laufe einer Runde im Tunnel sind und nicht auf das Scoreboard schauen, um den aktuellen Zwischenstand nachzusehen. Gegner interessieren hier nicht, sondern nur das eigene Spiel. Was mir persönlich neu war, ist die Art und Weise, wie man Schlag für Schlag registriert und so den nächsten vorbereitet. Hier gibt es zwei Möglichkeiten.

 

1-Schlag für Schlag bis zum letzten Loch für sich zählen. Bedeutet von Schlag eins bis zu Schlag (z.B.) 90. Immer Schlag für Schlag. Zwischenergebnisse wie „Huch, ich hab ein Par gespielt“ o.ä. geraten in den Hintergrund. Aber auch missratene Schläge, die es schnell, auch unterbewusst auszublenden gilt.

 

2-Schläge in Dreiergruppen zählen. Also nicht so eine lange Zahlenkette. Vom ersten Abschlag bis zum letzten Putt des dritten Loches. Also von 1 bis z.B 14 und dann wieder von vorne. Auf Bahn 4 fangen wir wieder mit 1 an usw. Es werden also Pakete 1-3, 4-6, 7-9, 10-12, 13-15 und 16-18 geschnürt. Übrigens sollte eine Scorekarte im Wettspiel natürlich Ordnungsgemäß geführt werden. Das muss man trennen.

 

Die Zählweise zu ändern benötigt sicher etwas Übung, aber finde sie zu interessant und begründet, um sie nicht anzuwenden!    >>> Teil 2 folgt in der kommenden Woche!

 


29.08.2018

Am 25.07.2018 und 08.08.2018 war mal wieder Dawie Time. Bei diesen Trainingseinheiten ging es um das Thema „Richtig und effektiv trainieren“.

Wenn wir Amateure/Hacker auf der Range trainieren, geht es immer nur darum den Ball durch eine Gasse oder zu einem Ziel zu schlagen. Dabei legen wir immer nur Wert darauf, den Ball gut zu treffen. Was grundsätzlich ja nicht falsch ist, aber ist es auch effektiv?

 

Wenn wir genau darüber nachdenken kommen wir zu dem Schluss, dass es nicht effektiv ist und ob es uns langfristig besser werden lässt, stelle ich auch in Abrede.

 

Beim Training sollte es grundsätzlich dabei gehen, etwas von unserem Spiel zu verbessern. Hierbei kann es z.B. um technische Dinge wie die Drehung gehen. Wenn ich also meine Drehung verbessern möchte, indem ich beim Rückschwung den Rücken zum Ziel drehe, ist dies auch erfüllt, wenn ich dabei den Ball erst mal nicht gut treffe. Denn wenn der Rücken zum Ziel zeigt, habe ich meine gewünschte Rückmeldung. Ob ich dann auch im Durchschwung den Ball treffe, ist erst mal zweitrangig, denn ich wollte ja meine Drehung verbessern.

Also beim effektiven trainieren geht es darum, sich ein Trainingsziel vorzunehmen und für eine entsprechende Rückmeldung zu sorgen.

 

Wie dies genau aussehen kann, hat Carsten ja schon im letzten Blog beschrieben.

 

Ergänzend des letzten Blog´s gebe ich euch heute Infos zu der Dawie Time vom 08.08.2018. 

 

Bei dieser Trainingseinheit habe ich mit Dawie effektives Kurzspiel trainiert. Carsten war hier im Urlaub.

Hierbei ging es darum mit einer einfachen Bewegung eine markierte Landezone mit allen Schlägern aus meinem Bag zu treffen. Dabei habe ich den Schläger auf die Spitze gestellt und den Griff wie beim putten gefasst und auch wie einen Putter bewegt. Die Landezone haben wir mit einem Marker, etwa einen Meter vom Grünrand festgelegt. Den Ball haben wir dann vor dem Grün etwa 2-3m abgelegt, somit hatte ich eine Entfernung zur Landezone von etwa drei Meter gehabt.

 

Die Haltung des Schlägers kannte ich schon, da ich diese auch schon des öfteren in meinem Spiel eingebaut habe. Aber ehrlich, effektiv habe ich dies nie trainiert und ausgebaut.

Egal wie ihr den Schläger haltet, eine Markierung in etwa drei Meter zu treffen ist echt nicht leicht. Versucht es einfach mal und schaut mal wie der Ball rollt.

 

Viel Spaß dabei... Dirk.


 25.07.

Heute ging es wieder mit Spannung und Vorfreude in den GC Hubbelrath, um die Hinweise von Dawie aufzusaugen. Bei dem ganzen Input muss man das erst mal sacken lassen und sortieren. Hier einmal aus meiner Sicht die wichtigsten Punkte in zwei Teilen.

 

Part 1- Trainingshinweise für Chipping und Range

 

Zunächst einmal ging es um die Denkweise der Pros beim Training. Wie wir alle schon gehört haben, nutzt das stundenlange Bälle kloppen auf ein Ziel eigentlich wenig bis gar nichts. Die Wahrheit liegt auf dem Platz, wo wir jeweils immer nur einen Versuch haben. Wenn ein Schlag auf der Range auf ein Ziel z.B. nicht richtig funktioniert, korrigieren wir etwas, damit es besser wird. Das bedeutet nicht, dass wir mit der Korrektur alles richtig machen. Im Gegenteil. Meist addieren wir irgendwie einen zweiten Fehler hinzu, damit der Ball etwas anderes macht, als im ersten Versuch.

 

 Deshalb ist es wichtig, sich für effektives Training ein besonderes Ziel oder eine Aufgabe zu geben. Hier geht es in keinster Weise darum, dass ein Ziel getroffen wird, sondern dass eine Übung uns in Richtung richtiger und automatisch funktionierender Bewegung bringt.

 

Dazu brauchen wir – und aufgepasst, dass ist jetzt ganz wichtig! – immer ein Trainingshilfsmittel als Referenzpunkt. Das kann ein Handtuch sein, Tees, Münzen, eine Ballschachtel oder sonst etwas, was euch ein Feedback direkt ins Brain transportieren kann.

 

An zwei Beispielen möchte ich das mal deutlich machen. Beim Chippen achte ich immer auf den guten Treffmoment mit dem Eisen, welches auch mit ganz kurzem Rückschwung funktionieren soll. Dazu ist natürlich der Eintreffwinkel des Schlägerkopfes in meinem Focus. Das Problem ist, dass ich nun irgendwie das Ergebnis von einem Ballflug bzw. Treffer bewerte. Mit einem Handtuch, etwa 8cm  hinter dem Ball kann ich diese Übung nochmal machen. Das wichtige Feedback, welches ich erhalte, ist den Ball mit oder ohne Handtuchberührung zu treffen. Der Winkel wurde eingehalten oder nicht. Dieses Resonanztraining ist deutlich effektiver für die spätere Leistung auf dem Platz, als das Wegchippen eines ganzen Eimers von Bällen. Interessant, oder?

 

Das zweite Beispiel war bei mir der etwas zu dünne Ballkontakt. Anhand der genialen Vorstellung, dass man gefrorene Butter mit einem Teelöffel abkratzen muss, kommt man dem guten Treffmoment schon näher. Das Training dazu auf den Rasenabschlägen der Range oder im Übungsgelände sieht wie folgt aus. Ich schlage mit dem Gedankengang „Butter kratzen“ auf den Ball. Meine Resonanz und mein Feedback ist hier das Divot. Eine effektive und gute Bewegung für dieses Training erzeugt ein Divot, eine schlechtere dagegen nicht. Wichtig ist hier wieder, dass das Ergebnis des Schlages , also wo der Ball landet, echt egal ist. Wir machen Fehler, um daraus zu lernen. Der Gedankengang für die richtige Bewegung muss in den Kopf, so dass der Körper auch diese Bewegung auf dem Platz umsetzt.

 

Also! Wichtig für effektives Training sind folgende Bausteine:

 

+ Resonanzhilfsmittel für das Feedback

 

+ Das Ergebnis darf keine Rolle spielen

 

+ Konzentration auf die eigentliche Trainingsaufgabe.

 

Wow. Das muss natürlich erst mal sacken. Für diese Art von Training, brauchen wir Übung; brauchen wir Training. Also werde ich über diese Trainingsmethodik nochmal an meinen besonderen Baustellen arbeiten und Fortschritte beobachten. Im Part 2 geht es um das richtige Trainieren auf den Grüns.  Seid gepannt!

 


 Part 2 – Training auf den Grüns

 

Auf den Grüns bin ich eigentlich gar nicht so schlecht, aber was es hier bei Dawie wieder neu dazuzulernen gab, ist schon allerhand. Von dem semiguten Putten. Mit. Drei. Bällen. Sind wir ja schon lange weg. Der Kram bringt euch nichts. Wir haben immer mit einem Ball trainiert. Nur lange und kurze Putts zu trainieren ist auch vollkommen richtig. Alles gar nicht so verkehrt, aber mit den richtigen Hinweisen geht die Post ab. Lets go!

 

Zunächst ist wichtig zu wissen, dass Putting aus drei Bausteinen besteht, die man separat trainieren muss. Für jeden Baustein gibt es dann die richtigen Hinweise und Methoden. Also schön folgende Bausteine auswendig lernen:

 

+ Technik

+ Gefühl

+ Putten unter Druck.

 

Techniktraining Putten

Technik trainiert man wieder mit den allgemeinen Hinweisen aus Part 1.

 

Zur Erinnerung :

Resonanzhilfsmittel für das Feedback

Das Ergebnis darf keine Rolle spielen

Konzentration auf die eigentliche Trainingsaufgabe.

 

Für die wichtige Aufgabe des Ballkontaktes haben wir zwei Übungen trainiert.

Die erste Übung mit dem Ball zwischen zwei Tees zu putten. Die Tees sind unser Resonanzmittel. Wichtig! Das Putten auf ein bestimmtes Loch als Ziel ist nicht gut, weil euch das Ergebnis vom gewollten Übungseffekt ablenkt. Also putten wir auf den Grünrand und bewerten das Ergebnis nicht.

 

Die andere Technik Übung zielt darauf ab, den Ball aus der Ansprechposition, ebenfalls auf den Grünrand zu putten. Der Kopf und Blick verbleibt absichtlich 3-5 Sekunden auf der Stelle des gespielten Balles. Der Schläger wird in der Endposition gehalten. Nach den 3-5 Sekunden dreht sich nur der Kopf (!) und beobachtet, wo der Ball gelandet ist oder ausrollt. Der Focus bleibt auf dem Ball und dem sauberen Treffmoment. Eine schöne Technik Übung.

 

Gefühl beim Putten

Hier trainieren wir Folgendes. Wir putten einen Ball mit Blick auf das Loch. Haben wir vielleicht schon mal bei Jordan Spieth gesehen. Das Ergebnis ist egal. Es gilt die Hand-Augen-Koordination zu schulen. Wenn die Längenkontrolle in etwa passt, führen wir auch unsere Probeschwünge – mit Blick zum Loch – durch. Der Putt auf das Loch wird mit der Bewegung und Blick auf den Ball (Verbindung siehe Technik) gespielt. Dieser effektive Ablauf schult das Gefühl. Der Ablauf auf dem Platz , also wenn es mit einem Ball drauf ankommt, ist gleich. Klasse!

 

Diese Übung zum Grünrand schult euer Auge für den wichtigen Roll der Grüns. Und immer dran denken: Das Ergebnis spielt hier keine Rolle. Die Visualisierung des Rolls eines Putts auf verschiedenen Entfernungen muss für die Runde abgespeichert werden.  Hebt euch eure guten Putts ins Loch für die Runde auf!

 

Putten unter Druck

Hier kennen wir vielleicht schon die gute Round The World Übung. Wichtig ist, dass wir uns für solche Übungen hier ein klares Ziel formulieren und uns auch daran halten!

 

Dawies Übung ist ebenso effektiv und etwas abwechslungsreicher. 5 Tees werden fast Halbmond-Förmig mit wachendem Abstand zum Loch gesteckt. Ausreichend Abstand zwischen den Tees! Am ersten kurzen Tee (etwa 1,5-2m) werden 5 Bälle gespielt. Ball für Ball, geht einer vorbei, zählen wir von vorne. Wir lassen KEINEN verschobenen Ball am Loch liegen, sondern holen ihn direkt wieder zurück. Nach den 5 werden vom zweiten Tee 4 Bälle  gespielt, vom dritten Tee 3 Bälle, vom 4. Tee noch zwei und am 5. Tee ein Ball. Um „weiter zu wandern“ müssen wir von den 5 Bällen alle, mit den vier Bällen, drei, mit den drei Bällen zwei, mit zwei Bällen noch einen und am letzten auch noch einen Ball versenken. Zurück fallen wir, wenn wir die Aufgabe an den ersten drei Entfernungen/Tees  nicht meistern. Eine tolle Übung, die Druck erzeugt. Diese Skills braucht ihr auf dem Platz und so trainiert ihr sie.

 

Das war Input und Futter für die richtige Denkweise, um unterm Strich eine Verbesserung zu erzielen. Wie auch in der ersten Session, viel Stoff, der erst einmal verarbeitet werden muss. Bei den Technik-Puttübungen (spät Hinterherblicken) habe ich mich schon ertappt, wie schnell man in alte Muster wieder zurückfällt. Genau das ist der Punkt, an dem man arbeiten sollte. Die Bewegung aka die Aufgabe muss in „Fleisch und Blut“ übergehen, bis alte und kontraproduktive Muster verschwinden. Effizient gut werden! In diesem Sinne gibt es bei mir erst mal eine Art Sommerpause. Trainiert fleissig und vor allem gut! Cheers, Carsten


Denke einfach! Welcher Schlag mit welchem Eisen?
Denke einfach! Welcher Schlag mit welchem Eisen?

19.07.

Heute möchte ich, ergänzend zu Dirks Beitrag, eine für mich wichtige Sache ergänzen. Herausstellen möchte ich hier eine, für Amateure super hilfreiche Denkweise, die von Dirk bereits in Punkt 4 angerissen wurde.

 

Stellt euch eine Chip-Situation, etwa 10-15m vor dem Grün vor. Der Ball muss ans Loch. Dafür haben wir unterschiedliche Schläger zur Verfügung.  So kann man grundsätzlich den Lob-Shot mit dem LW spielen, als auch den flachen Chip mit dem Eisen 7. Oder halt Varianten mit den Lofts dazwischen. Unabhängig von der Bewertung der Lage des Balles und des Geländes bzw. Grüns (Rollweg etc) versuchen wir konsequent einfach zu denken! Unterschiedliche Schläger und Lofts sind mit unterschiedlichen Schwungbewegungen zu spielen. Der Lob mit einer längeren Ausholbewegung und das Eisen 7 mit einer Kurzen. Welche ist generell gefahrloser, einfacher und somit sicherer zu spielen? Genau! Der längere Schläger mit einer kürzeren und kontrollierten Bewegung. Je mehr Bewegung im Schlag auf dieser kurzen Distanz, desto mehr Fehlerpotential.

 

Sicher muss eine neue Art der Denkweise und im Schlägerhandling sich erst einmal angeeignet werden. Nur ist daran zu denken, dass das Grün als Ziel so sicher wie möglich erreicht werden soll.

 

Heute habe ich auch versucht, genau diese Denkweise umzusetzen. Üblicherweise spiele ich solche Situationen, je nach Lage mit den Schlägern SW / PW / Eisen9. Auf der Runde habe ich diese Chips mit den Eisen 7 und 8 gespielt. Hier war die Richtungskontrolle sehr gut und die Längenkontrolle noch ungewohnt. Einige Bälle wurden länger als geplant, aber ich bin mir sicher, dass durch Wiederholungen „der einfachen Denkweise“ die Längenkontrolle schon ganz anders aussieht.

 

Aus Entfernungen von etwa 50m- 100m habe ich ebenfalls das flachere Spiel mit kürzeren Rückschwängen durchgezogen. Dies war heute bei  durchwachsenen Drives zwar nicht mehr „in Regulation“, aber sicheres Bogeygolf. Grün treffen, Putt zum Par, zwei Putts zum Bogey. Und die Pärchen fielen. Gut, das Birdie heute war ein guter Putt nach einem Par3-Treffer. Ordentlich Putten hilft also immer!

 

Diese Varianten mit kürzeren Rückschwüngen haben wir ja hier schon bei schlechten Lagen oder Spiel aus den Fairwaybunkern empfohlen. Nun kamen diese kürzeren Schwünge heute auch für Transportschläge auf dem Fairway zum Einsatz. Das etwas ungewohnte Schwungmuster führte schon ab und an zu Abweichungen; die mich aber nie in wirkliche Gefahr gebracht haben. Diese Spielweise hat was! Aber die Verinnerlichung einer veränderten Denk- und Spielweise braucht Zeit und Übung; das merkt man. Ich freue mich schon auf die Beobachtungen und weitere Hinweise mit Dawie und kann- das werdet ihr verstehen – die nächste Runde kaum abwarten! Bleibt weiter am Ball, denn unsere Serie mit Dawie steht erst am Anfang! Cheers, Carsten

 

21.07.

Ok, Dirk und ich konnten es also beide nicht abwarten. Also ab auf den Heimatplatz und Hinweise runterspielen. Ich habe mich taktisch etwas umorientiert und öfter als sonst das H3 genommen. Der Boden ist so hart, dass Drivelängen dabei zustande kommen. Nach wackeligem Start mit drei Doppelbogeys auf den ersten Neun, wurde es stabiler. Erkennbar war, dass es oft zu lange Bälle, zu weit vom Pin weg lagen. Ich hatte immer ein E7 oder E8 genommen, wo ich früher mit E9 und PW gearbeitet habe. Gute Linien, Längenkontrolle wird sich automatisch einstellen. Diese Spielweise, um es mal vorweg zu nehmen, hatte etwas total Entspanntes. Immer den „Spiele Einfach!“ Gedanken, oft mit verkürzten Rückschwüngen. Unterm Strich besserer Treffer als gewöhnlich und gute – auch dem Wetter geschuldete Längen -. Meine drei Hacker ordne ich mal kleinen Denkfehlern zu. Die Routine für andere Abläufe bzw. andere Denkweise muss noch weiter wachsen. So bin ich mit ner entspannten +17 (bei der Menge an Fehlern) noch sehr zufrieden. Es fühlte sich alles sehr stabil an.  Dirk hat mal wieder mit einer +8 den Vogel abgeschossen. Ein äusserst stabiles Spiel mit wenig Fehlern und noch einigen verzogenen Putts! Aber da geht auch noch was! Weiterhin viel Spaß mit unserer Serie „Meet Dawie“! C.     

 


Blogbuch by Dirk

Alles was in diesem Blog berichtet wird, ist bestimmt nicht neu für euch. Einiges habt ihr von euren Trainern, Goldbuddys oder durch eigene Recherchen bereits  erfahren.  Aber mal ehrlich, wer setzt denn das auch um ????

 

Aller Anfang

Vor einigen Wochen erzählte mir Carsten  bei einer Golfrunde, dass er einen Anruf von einem in der Golfszene bekannten Golflehrer erhielt. Im Rahmen dieses Telefonats wurde er gefragt, ob er Interesse hätte an einem Golfprojekt teilzunehmen, indem es dabei ginge, ohne zusätzlichen Aufwand bei einer Golfrunde Schläge einzusparen.

 

Da Carsten unsicher war, ob er es aus Zeitgründen machen sollte, drängte ich in fast dazu, es unbedingt zu versuchen. Wann bekommt man schon mal so eine Chance. Als Carsten mich dann fragte, ob ich Interesse hätte, mit ihm dieses Projekt gemeinsam zu machen, war ich direkt Feuer und Flamme und konnte den Start kaum abwarten.

 

11.07.2018

Endlich ging es los, am heutigen Tage haben wir uns mit Dawie im Golfclub Hubbelrath getroffen. Dawie war mir direkt sympathisch und ich freute mich nach einem kurzen einschlagen auf der Drivingrange, auf das was da kommen mag. Wir entschieden uns auf den Westcourse zu gehen und auf dem Weg zum 1. Abschlag erzählte Dawie uns, um was es ihm bei diesem Projekt genau ginge. Er erklärte uns, dass es ihm nicht darum ginge, uns einen besseren Schwung (als ob es einen besseren Schwung als den Unseren gäbe :-) ) beizubringen, sondern zu beweisen, dass jeder Golfer ob Pro oder Anfänger unabhängig der persönlichen technischen Möglichkeiten, Schläge nur durch einfache Überlegungen auf der Golfrunde einzusparen.

 

Sprich Taktik vor Technik.

 

Wir waren sofort von Dawies Worten gefangen und freuten uns endlich loszulegen. Am ersten Abschlag angekommen gab es auch schon den 1. Tipp. Dawie erzählte uns, bei der Betrachtung einer Bahn grundsätzlich auf der Seite der, wo sich das Hindernis befindet, auf Abschlagbox aufzuteen und das jeder Schläger für den man sich entschieden hat grds. der richtige ist. Es ist halt nur wichtig, diesen auch konsequent und ohne negative Gedanken zu spielen. Im Verlaufe unseres Spiels auf gab es so viele kleine Informationen und Tipps von denen mir nachfolgende besonders hängen geblieben sind:

 

+ Aufteen auf der Seite wo sich das Hindernis befindet

 

+ Erst die Schlagfläche dann den Körper zur Schlagfläche ausrichten

 

+ Akzeptiere immer Deinen Schlag, ob Gut oder Schlecht, denke niemals über einen schlechten Schlag nach

 

+ Balllage genau betrachten und überlegen welche Möglichkeiten habe ich von hier den Ball zu platzieren bzw. auf den Grün zu bringen (Denke einfach!)

 

Beim Punkt 4 weiß bestimmt nicht jeder was ich damit meine. Dawie hat uns heute hierzu sensibilisiert, darüber nachzudenken, mit welchem Schläger benötigte ich  welche Bewegung um eine gewissen Distanz  erreichen zu können.  Hierzu stelle Dir doch einfach eine Entfernung von 100 m zum Grün vor. Um diese Distanz zu erreichen, kommen für mich die Schläger PW-i4 infrage. Die Bewegung die ich für ein PW benötige ist ein guter voller Schwung wobei ich bei einem i8 nur noch ½ oder ¾ Schwung benötige. Dies soll es für heute erst mal sein, ich freue mich schon die vorgenannten Punkte, auch wenn sie nicht wirklich neu für mich sind, gezielt auf der Golfrunde anzuwenden. 

 

12.07.2018

Hi, ich bin es wieder. Heute war ich mit unserem Golfbuddy Kersten (HCP 23) auf der Golfrunde. Nachdem ich Kersten von unserem Erlebnis mit Dawie berichtete, entschlossen wir uns, heute mal genau darauf zu achten „einfach zu Denken“. Ob ihr es glaubt oder nicht, Bälle die im Bunker lagen, wurden mit einem mittleren Iron aber kurzen Schwung , wieder ins Spiel gebracht .  Entfernungen von 200 m wurden mit einem i5 und einem kurzen Schwung sicher auf der Bahn gehalten, so das der nächste Schlag einfach aufs Grün (natürlich mit einem mittleren Eisen) zu bringen war. Das Grün wurde von 100-130 m mit einem i8-i6  und einem kurzen Schwung sicher auf Grün gebracht.

 

Als wir dann gesehen haben, was wir mit dieser Denkweise für Ergebnisse gespielt haben, wollten wir gar nicht mehr vom Platz. Kersten, der in den letzten Wochen häufig mit Doppelbogey oder höher vom Grün kam, spielte auf 11 Bahnen nur 1 Doppelbogey und den Rest in Par oder Bogey. Mir gelang es von 11 Bahnen, 7 mal das Par vom Grün zu bringen. Jedoch musste ich auch 3 mal mit Doppelbogey  und einem Bogey vom Platz. Jetzt bin ich mal gespannt, was morgen auf dem Platz passiert.

 

13.07.2018

Heute war ich mal wieder auf dem Platz. Auch heute habe ich mich Strikt an das „Denke einfach“ gehalten. Ich spielte heute nur die ersten 9 Bahnen. Am Anfang tat ich mich noch etwas Schwer. Die Bahnen 1-3 spielte ich jeweils Bogey. Die Bahnen 4-5 sogar Doppelbogey.  Irgendwie fühlte ich mich nach den Bahnen 1-5 so, wie meine ganze Saison bisher verlaufen war. Trotzt der einfachen Spielweise, wollte mir einfach kein Par gelingen. Entweder lag ich mit meiner Annäherung mit meinem i8 zu weit vom Loch oder mein Putten war nicht gut genug. Am Abschlag der Bahn 6 dachte ich, naja was sollst, immerhin ist diese Art zu spielen sehr entspannend und man kommt gut vom Arbeitsstress runter. Als ich dann nach dem Abschlag nur 150 m ins Grün hatte, entschloss ich mich mit einem i5 und einem ¾ Schwung, entspannt Richtung Grün zu schlagen. Aufgrund der Bodenverhältnisse rollte mein Ball bis Anfang des Grüns, so dass ich mit 2 Putts mir ein Par notieren konnte.

 

Die Bahn 7 ist bei uns ein Par 5. Nach einem schlechten Abschlag und einem gelungenen Rettungsschlages gelang es mir aus 135 m meinen Ball mit meinem i6 und einem ¾ Schwung vor dem Grün aufkommen zu lassen, so dass dieser schließlich zum Tap In an der Fahne liegen blieb. Und siehe da plötzlich kam ich mit einem Birdie von der Bahn 7. Vor einer Woche hätte ich noch eine i9 oder i8 aus 135 m mit einem vollen geschlagen. Auf der Bahn 8 gelang mir ein Par.  Ich konnte mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich schon mal nach einem Birdie mit einem Par von der Bahn kam. In der Regel setzt der Birdiefluch ein und man darf sich ein Trippelbogey notieren.  Als ich dann die Bahn 9 auch wieder ein Birdie notieren durfte, war ich voll überzeugt von der Art zu spielen. Jetzt bin ich nur noch gespannt wie es weiter geht.   So long, Dirk.   

 

„Die schlechten Schläge müssen verbessert werden, nicht die Guten!“ (Dawie Stander)