Meet Dawie

 

Meet Dawie ist unser neues Projekt, auf welches sich Carsten eingelassen hat.

 

Ziel ist es, eine maximale Verbesserung, allein durch taktische Denkweisen der Professionals zu erreichen. Das Coaching erfolgt durch Top-Golfcoach Dawie Stander aus Hubbelrath. Mit von der Partie ist unser Golfbuddy und Trainingspartner Dirk. Wir werden in regelmäßigen Abständen hier berichten und schauen, wohin uns der Weg bei diesem interessanten Projekt führt. Wir bedanken uns bei Dawie Stander für die kommenden Erfahrungen und Inspirationen! Seid gespannt und lasst euch von diesem außergewöhnlichen Projekt inspirieren.

 



29.08.2018

Am 25.07.2018 und 08.08.2018 war mal wieder Dawie Time. Bei diesen Trainingseinheiten ging es um das Thema „Richtig und effektiv trainieren“.

Wenn wir Amateure/Hacker auf der Range trainieren, geht es immer nur darum den Ball durch eine Gasse oder zu einem Ziel zu schlagen. Dabei legen wir immer nur Wert darauf, den Ball gut zu treffen. Was grundsätzlich ja nicht falsch ist, aber ist es auch effektiv?

 

Wenn wir genau darüber nachdenken kommen wir zu dem Schluss, dass es nicht effektiv ist und ob es uns langfristig besser werden lässt, stelle ich auch in Abrede.

 

Beim Training sollte es grundsätzlich dabei gehen, etwas von unserem Spiel zu verbessern. Hierbei kann es z.B. um technische Dinge wie die Drehung gehen. Wenn ich also meine Drehung verbessern möchte, indem ich beim Rückschwung den Rücken zum Ziel drehe, ist dies auch erfüllt, wenn ich dabei den Ball erst mal nicht gut treffe. Denn wenn der Rücken zum Ziel zeigt, habe ich meine gewünschte Rückmeldung. Ob ich dann auch im Durchschwung den Ball treffe, ist erst mal zweitrangig, denn ich wollte ja meine Drehung verbessern.

Also beim effektiven trainieren geht es darum, sich ein Trainingsziel vorzunehmen und für eine entsprechende Rückmeldung zu sorgen.

 

Wie dies genau aussehen kann, hat Carsten ja schon im letzten Blog beschrieben.

 

Ergänzend des letzten Blog´s gebe ich euch heute Infos zu der Dawie Time vom 08.08.2018. 

 

Bei dieser Trainingseinheit habe ich mit Dawie effektives Kurzspiel trainiert. Carsten war hier im Urlaub.

Hierbei ging es darum mit einer einfachen Bewegung eine markierte Landezone mit allen Schlägern aus meinem Bag zu treffen. Dabei habe ich den Schläger auf die Spitze gestellt und den Griff wie beim putten gefasst und auch wie einen Putter bewegt. Die Landezone haben wir mit einem Marker, etwa einen Meter vom Grünrand festgelegt. Den Ball haben wir dann vor dem Grün etwa 2-3m abgelegt, somit hatte ich eine Entfernung zur Landezone von etwa drei Meter gehabt.

 

Die Haltung des Schlägers kannte ich schon, da ich diese auch schon des öfteren in meinem Spiel eingebaut habe. Aber ehrlich, effektiv habe ich dies nie trainiert und ausgebaut.

Egal wie ihr den Schläger haltet, eine Markierung in etwa drei Meter zu treffen ist echt nicht leicht. Versucht es einfach mal und schaut mal wie der Ball rollt.

 

Viel Spaß dabei... Dirk.


 25.07.

Heute ging es wieder mit Spannung und Vorfreude in den GC Hubbelrath, um die Hinweise von Dawie aufzusaugen. Bei dem ganzen Input muss man das erst mal sacken lassen und sortieren. Hier einmal aus meiner Sicht die wichtigsten Punkte in zwei Teilen.

 

Part 1- Trainingshinweise für Chipping und Range

 

Zunächst einmal ging es um die Denkweise der Pros beim Training. Wie wir alle schon gehört haben, nutzt das stundenlange Bälle kloppen auf ein Ziel eigentlich wenig bis gar nichts. Die Wahrheit liegt auf dem Platz, wo wir jeweils immer nur einen Versuch haben. Wenn ein Schlag auf der Range auf ein Ziel z.B. nicht richtig funktioniert, korrigieren wir etwas, damit es besser wird. Das bedeutet nicht, dass wir mit der Korrektur alles richtig machen. Im Gegenteil. Meist addieren wir irgendwie einen zweiten Fehler hinzu, damit der Ball etwas anderes macht, als im ersten Versuch.

 

 Deshalb ist es wichtig, sich für effektives Training ein besonderes Ziel oder eine Aufgabe zu geben. Hier geht es in keinster Weise darum, dass ein Ziel getroffen wird, sondern dass eine Übung uns in Richtung richtiger und automatisch funktionierender Bewegung bringt.

 

Dazu brauchen wir – und aufgepasst, dass ist jetzt ganz wichtig! – immer ein Trainingshilfsmittel als Referenzpunkt. Das kann ein Handtuch sein, Tees, Münzen, eine Ballschachtel oder sonst etwas, was euch ein Feedback direkt ins Brain transportieren kann.

 

An zwei Beispielen möchte ich das mal deutlich machen. Beim Chippen achte ich immer auf den guten Treffmoment mit dem Eisen, welches auch mit ganz kurzem Rückschwung funktionieren soll. Dazu ist natürlich der Eintreffwinkel des Schlägerkopfes in meinem Focus. Das Problem ist, dass ich nun irgendwie das Ergebnis von einem Ballflug bzw. Treffer bewerte. Mit einem Handtuch, etwa 8cm  hinter dem Ball kann ich diese Übung nochmal machen. Das wichtige Feedback, welches ich erhalte, ist den Ball mit oder ohne Handtuchberührung zu treffen. Der Winkel wurde eingehalten oder nicht. Dieses Resonanztraining ist deutlich effektiver für die spätere Leistung auf dem Platz, als das Wegchippen eines ganzen Eimers von Bällen. Interessant, oder?

 

Das zweite Beispiel war bei mir der etwas zu dünne Ballkontakt. Anhand der genialen Vorstellung, dass man gefrorene Butter mit einem Teelöffel abkratzen muss, kommt man dem guten Treffmoment schon näher. Das Training dazu auf den Rasenabschlägen der Range oder im Übungsgelände sieht wie folgt aus. Ich schlage mit dem Gedankengang „Butter kratzen“ auf den Ball. Meine Resonanz und mein Feedback ist hier das Divot. Eine effektive und gute Bewegung für dieses Training erzeugt ein Divot, eine schlechtere dagegen nicht. Wichtig ist hier wieder, dass das Ergebnis des Schlages , also wo der Ball landet, echt egal ist. Wir machen Fehler, um daraus zu lernen. Der Gedankengang für die richtige Bewegung muss in den Kopf, so dass der Körper auch diese Bewegung auf dem Platz umsetzt.

 

Also! Wichtig für effektives Training sind folgende Bausteine:

 

+ Resonanzhilfsmittel für das Feedback

 

+ Das Ergebnis darf keine Rolle spielen

 

+ Konzentration auf die eigentliche Trainingsaufgabe.

 

Wow. Das muss natürlich erst mal sacken. Für diese Art von Training, brauchen wir Übung; brauchen wir Training. Also werde ich über diese Trainingsmethodik nochmal an meinen besonderen Baustellen arbeiten und Fortschritte beobachten. Im Part 2 geht es um das richtige Trainieren auf den Grüns.  Seid gepannt!

 


 Part 2 – Training auf den Grüns

 

Auf den Grüns bin ich eigentlich gar nicht so schlecht, aber was es hier bei Dawie wieder neu dazuzulernen gab, ist schon allerhand. Von dem semiguten Putten. Mit. Drei. Bällen. Sind wir ja schon lange weg. Der Kram bringt euch nichts. Wir haben immer mit einem Ball trainiert. Nur lange und kurze Putts zu trainieren ist auch vollkommen richtig. Alles gar nicht so verkehrt, aber mit den richtigen Hinweisen geht die Post ab. Lets go!

 

Zunächst ist wichtig zu wissen, dass Putting aus drei Bausteinen besteht, die man separat trainieren muss. Für jeden Baustein gibt es dann die richtigen Hinweise und Methoden. Also schön folgende Bausteine auswendig lernen:

 

+ Technik

+ Gefühl

+ Putten unter Druck.

 

Techniktraining Putten

Technik trainiert man wieder mit den allgemeinen Hinweisen aus Part 1.

 

Zur Erinnerung :

Resonanzhilfsmittel für das Feedback

Das Ergebnis darf keine Rolle spielen

Konzentration auf die eigentliche Trainingsaufgabe.

 

Für die wichtige Aufgabe des Ballkontaktes haben wir zwei Übungen trainiert.

Die erste Übung mit dem Ball zwischen zwei Tees zu putten. Die Tees sind unser Resonanzmittel. Wichtig! Das Putten auf ein bestimmtes Loch als Ziel ist nicht gut, weil euch das Ergebnis vom gewollten Übungseffekt ablenkt. Also putten wir auf den Grünrand und bewerten das Ergebnis nicht.

 

Die andere Technik Übung zielt darauf ab, den Ball aus der Ansprechposition, ebenfalls auf den Grünrand zu putten. Der Kopf und Blick verbleibt absichtlich 3-5 Sekunden auf der Stelle des gespielten Balles. Der Schläger wird in der Endposition gehalten. Nach den 3-5 Sekunden dreht sich nur der Kopf (!) und beobachtet, wo der Ball gelandet ist oder ausrollt. Der Focus bleibt auf dem Ball und dem sauberen Treffmoment. Eine schöne Technik Übung.

 

Gefühl beim Putten

Hier trainieren wir Folgendes. Wir putten einen Ball mit Blick auf das Loch. Haben wir vielleicht schon mal bei Jordan Spieth gesehen. Das Ergebnis ist egal. Es gilt die Hand-Augen-Koordination zu schulen. Wenn die Längenkontrolle in etwa passt, führen wir auch unsere Probeschwünge – mit Blick zum Loch – durch. Der Putt auf das Loch wird mit der Bewegung und Blick auf den Ball (Verbindung siehe Technik) gespielt. Dieser effektive Ablauf schult das Gefühl. Der Ablauf auf dem Platz , also wenn es mit einem Ball drauf ankommt, ist gleich. Klasse!

 

Diese Übung zum Grünrand schult euer Auge für den wichtigen Roll der Grüns. Und immer dran denken: Das Ergebnis spielt hier keine Rolle. Die Visualisierung des Rolls eines Putts auf verschiedenen Entfernungen muss für die Runde abgespeichert werden.  Hebt euch eure guten Putts ins Loch für die Runde auf!

 

Putten unter Druck

Hier kennen wir vielleicht schon die gute Round The World Übung. Wichtig ist, dass wir uns für solche Übungen hier ein klares Ziel formulieren und uns auch daran halten!

 

Dawies Übung ist ebenso effektiv und etwas abwechslungsreicher. 5 Tees werden fast Halbmond-Förmig mit wachendem Abstand zum Loch gesteckt. Ausreichend Abstand zwischen den Tees! Am ersten kurzen Tee (etwa 1,5-2m) werden 5 Bälle gespielt. Ball für Ball, geht einer vorbei, zählen wir von vorne. Wir lassen KEINEN verschobenen Ball am Loch liegen, sondern holen ihn direkt wieder zurück. Nach den 5 werden vom zweiten Tee 4 Bälle  gespielt, vom dritten Tee 3 Bälle, vom 4. Tee noch zwei und am 5. Tee ein Ball. Um „weiter zu wandern“ müssen wir von den 5 Bällen alle, mit den vier Bällen, drei, mit den drei Bällen zwei, mit zwei Bällen noch einen und am letzten auch noch einen Ball versenken. Zurück fallen wir, wenn wir die Aufgabe an den ersten drei Entfernungen/Tees  nicht meistern. Eine tolle Übung, die Druck erzeugt. Diese Skills braucht ihr auf dem Platz und so trainiert ihr sie.

 

Das war Input und Futter für die richtige Denkweise, um unterm Strich eine Verbesserung zu erzielen. Wie auch in der ersten Session, viel Stoff, der erst einmal verarbeitet werden muss. Bei den Technik-Puttübungen (spät Hinterherblicken) habe ich mich schon ertappt, wie schnell man in alte Muster wieder zurückfällt. Genau das ist der Punkt, an dem man arbeiten sollte. Die Bewegung aka die Aufgabe muss in „Fleisch und Blut“ übergehen, bis alte und kontraproduktive Muster verschwinden. Effizient gut werden! In diesem Sinne gibt es bei mir erst mal eine Art Sommerpause. Trainiert fleissig und vor allem gut! Cheers, Carsten


Denke einfach! Welcher Schlag mit welchem Eisen?
Denke einfach! Welcher Schlag mit welchem Eisen?

19.07.

Heute möchte ich, ergänzend zu Dirks Beitrag, eine für mich wichtige Sache ergänzen. Herausstellen möchte ich hier eine, für Amateure super hilfreiche Denkweise, die von Dirk bereits in Punkt 4 angerissen wurde.

 

Stellt euch eine Chip-Situation, etwa 10-15m vor dem Grün vor. Der Ball muss ans Loch. Dafür haben wir unterschiedliche Schläger zur Verfügung.  So kann man grundsätzlich den Lob-Shot mit dem LW spielen, als auch den flachen Chip mit dem Eisen 7. Oder halt Varianten mit den Lofts dazwischen. Unabhängig von der Bewertung der Lage des Balles und des Geländes bzw. Grüns (Rollweg etc) versuchen wir konsequent einfach zu denken! Unterschiedliche Schläger und Lofts sind mit unterschiedlichen Schwungbewegungen zu spielen. Der Lob mit einer längeren Ausholbewegung und das Eisen 7 mit einer Kurzen. Welche ist generell gefahrloser, einfacher und somit sicherer zu spielen? Genau! Der längere Schläger mit einer kürzeren und kontrollierten Bewegung. Je mehr Bewegung im Schlag auf dieser kurzen Distanz, desto mehr Fehlerpotential.

 

Sicher muss eine neue Art der Denkweise und im Schlägerhandling sich erst einmal angeeignet werden. Nur ist daran zu denken, dass das Grün als Ziel so sicher wie möglich erreicht werden soll.

 

Heute habe ich auch versucht, genau diese Denkweise umzusetzen. Üblicherweise spiele ich solche Situationen, je nach Lage mit den Schlägern SW / PW / Eisen9. Auf der Runde habe ich diese Chips mit den Eisen 7 und 8 gespielt. Hier war die Richtungskontrolle sehr gut und die Längenkontrolle noch ungewohnt. Einige Bälle wurden länger als geplant, aber ich bin mir sicher, dass durch Wiederholungen „der einfachen Denkweise“ die Längenkontrolle schon ganz anders aussieht.

 

Aus Entfernungen von etwa 50m- 100m habe ich ebenfalls das flachere Spiel mit kürzeren Rückschwängen durchgezogen. Dies war heute bei  durchwachsenen Drives zwar nicht mehr „in Regulation“, aber sicheres Bogeygolf. Grün treffen, Putt zum Par, zwei Putts zum Bogey. Und die Pärchen fielen. Gut, das Birdie heute war ein guter Putt nach einem Par3-Treffer. Ordentlich Putten hilft also immer!

 

Diese Varianten mit kürzeren Rückschwüngen haben wir ja hier schon bei schlechten Lagen oder Spiel aus den Fairwaybunkern empfohlen. Nun kamen diese kürzeren Schwünge heute auch für Transportschläge auf dem Fairway zum Einsatz. Das etwas ungewohnte Schwungmuster führte schon ab und an zu Abweichungen; die mich aber nie in wirkliche Gefahr gebracht haben. Diese Spielweise hat was! Aber die Verinnerlichung einer veränderten Denk- und Spielweise braucht Zeit und Übung; das merkt man. Ich freue mich schon auf die Beobachtungen und weitere Hinweise mit Dawie und kann- das werdet ihr verstehen – die nächste Runde kaum abwarten! Bleibt weiter am Ball, denn unsere Serie mit Dawie steht erst am Anfang! Cheers, Carsten

 

21.07.

Ok, Dirk und ich konnten es also beide nicht abwarten. Also ab auf den Heimatplatz und Hinweise runterspielen. Ich habe mich taktisch etwas umorientiert und öfter als sonst das H3 genommen. Der Boden ist so hart, dass Drivelängen dabei zustande kommen. Nach wackeligem Start mit drei Doppelbogeys auf den ersten Neun, wurde es stabiler. Erkennbar war, dass es oft zu lange Bälle, zu weit vom Pin weg lagen. Ich hatte immer ein E7 oder E8 genommen, wo ich früher mit E9 und PW gearbeitet habe. Gute Linien, Längenkontrolle wird sich automatisch einstellen. Diese Spielweise, um es mal vorweg zu nehmen, hatte etwas total Entspanntes. Immer den „Spiele Einfach!“ Gedanken, oft mit verkürzten Rückschwüngen. Unterm Strich besserer Treffer als gewöhnlich und gute – auch dem Wetter geschuldete Längen -. Meine drei Hacker ordne ich mal kleinen Denkfehlern zu. Die Routine für andere Abläufe bzw. andere Denkweise muss noch weiter wachsen. So bin ich mit ner entspannten +17 (bei der Menge an Fehlern) noch sehr zufrieden. Es fühlte sich alles sehr stabil an.  Dirk hat mal wieder mit einer +8 den Vogel abgeschossen. Ein äusserst stabiles Spiel mit wenig Fehlern und noch einigen verzogenen Putts! Aber da geht auch noch was! Weiterhin viel Spaß mit unserer Serie „Meet Dawie“! C.     

 


Blogbuch by Dirk

Alles was in diesem Blog berichtet wird, ist bestimmt nicht neu für euch. Einiges habt ihr von euren Trainern, Goldbuddys oder durch eigene Recherchen bereits  erfahren.  Aber mal ehrlich, wer setzt denn das auch um ????

 

Aller Anfang

Vor einigen Wochen erzählte mir Carsten  bei einer Golfrunde, dass er einen Anruf von einem in der Golfszene bekannten Golflehrer erhielt. Im Rahmen dieses Telefonats wurde er gefragt, ob er Interesse hätte an einem Golfprojekt teilzunehmen, indem es dabei ginge, ohne zusätzlichen Aufwand bei einer Golfrunde Schläge einzusparen.

 

Da Carsten unsicher war, ob er es aus Zeitgründen machen sollte, drängte ich in fast dazu, es unbedingt zu versuchen. Wann bekommt man schon mal so eine Chance. Als Carsten mich dann fragte, ob ich Interesse hätte, mit ihm dieses Projekt gemeinsam zu machen, war ich direkt Feuer und Flamme und konnte den Start kaum abwarten.

 

11.07.2018

Endlich ging es los, am heutigen Tage haben wir uns mit Dawie im Golfclub Hubbelrath getroffen. Dawie war mir direkt sympathisch und ich freute mich nach einem kurzen einschlagen auf der Drivingrange, auf das was da kommen mag. Wir entschieden uns auf den Westcourse zu gehen und auf dem Weg zum 1. Abschlag erzählte Dawie uns, um was es ihm bei diesem Projekt genau ginge. Er erklärte uns, dass es ihm nicht darum ginge, uns einen besseren Schwung (als ob es einen besseren Schwung als den Unseren gäbe :-) ) beizubringen, sondern zu beweisen, dass jeder Golfer ob Pro oder Anfänger unabhängig der persönlichen technischen Möglichkeiten, Schläge nur durch einfache Überlegungen auf der Golfrunde einzusparen.

 

Sprich Taktik vor Technik.

 

Wir waren sofort von Dawies Worten gefangen und freuten uns endlich loszulegen. Am ersten Abschlag angekommen gab es auch schon den 1. Tipp. Dawie erzählte uns, bei der Betrachtung einer Bahn grundsätzlich auf der Seite der, wo sich das Hindernis befindet, auf Abschlagbox aufzuteen und das jeder Schläger für den man sich entschieden hat grds. der richtige ist. Es ist halt nur wichtig, diesen auch konsequent und ohne negative Gedanken zu spielen. Im Verlaufe unseres Spiels auf gab es so viele kleine Informationen und Tipps von denen mir nachfolgende besonders hängen geblieben sind:

 

+ Aufteen auf der Seite wo sich das Hindernis befindet

 

+ Erst die Schlagfläche dann den Körper zur Schlagfläche ausrichten

 

+ Akzeptiere immer Deinen Schlag, ob Gut oder Schlecht, denke niemals über einen schlechten Schlag nach

 

+ Balllage genau betrachten und überlegen welche Möglichkeiten habe ich von hier den Ball zu platzieren bzw. auf den Grün zu bringen (Denke einfach!)

 

Beim Punkt 4 weiß bestimmt nicht jeder was ich damit meine. Dawie hat uns heute hierzu sensibilisiert, darüber nachzudenken, mit welchem Schläger benötigte ich  welche Bewegung um eine gewissen Distanz  erreichen zu können.  Hierzu stelle Dir doch einfach eine Entfernung von 100 m zum Grün vor. Um diese Distanz zu erreichen, kommen für mich die Schläger PW-i4 infrage. Die Bewegung die ich für ein PW benötige ist ein guter voller Schwung wobei ich bei einem i8 nur noch ½ oder ¾ Schwung benötige. Dies soll es für heute erst mal sein, ich freue mich schon die vorgenannten Punkte, auch wenn sie nicht wirklich neu für mich sind, gezielt auf der Golfrunde anzuwenden. 

 

12.07.2018

Hi, ich bin es wieder. Heute war ich mit unserem Golfbuddy Kersten (HCP 23) auf der Golfrunde. Nachdem ich Kersten von unserem Erlebnis mit Dawie berichtete, entschlossen wir uns, heute mal genau darauf zu achten „einfach zu Denken“. Ob ihr es glaubt oder nicht, Bälle die im Bunker lagen, wurden mit einem mittleren Iron aber kurzen Schwung , wieder ins Spiel gebracht .  Entfernungen von 200 m wurden mit einem i5 und einem kurzen Schwung sicher auf der Bahn gehalten, so das der nächste Schlag einfach aufs Grün (natürlich mit einem mittleren Eisen) zu bringen war. Das Grün wurde von 100-130 m mit einem i8-i6  und einem kurzen Schwung sicher auf Grün gebracht.

 

Als wir dann gesehen haben, was wir mit dieser Denkweise für Ergebnisse gespielt haben, wollten wir gar nicht mehr vom Platz. Kersten, der in den letzten Wochen häufig mit Doppelbogey oder höher vom Grün kam, spielte auf 11 Bahnen nur 1 Doppelbogey und den Rest in Par oder Bogey. Mir gelang es von 11 Bahnen, 7 mal das Par vom Grün zu bringen. Jedoch musste ich auch 3 mal mit Doppelbogey  und einem Bogey vom Platz. Jetzt bin ich mal gespannt, was morgen auf dem Platz passiert.

 

13.07.2018

Heute war ich mal wieder auf dem Platz. Auch heute habe ich mich Strikt an das „Denke einfach“ gehalten. Ich spielte heute nur die ersten 9 Bahnen. Am Anfang tat ich mich noch etwas Schwer. Die Bahnen 1-3 spielte ich jeweils Bogey. Die Bahnen 4-5 sogar Doppelbogey.  Irgendwie fühlte ich mich nach den Bahnen 1-5 so, wie meine ganze Saison bisher verlaufen war. Trotzt der einfachen Spielweise, wollte mir einfach kein Par gelingen. Entweder lag ich mit meiner Annäherung mit meinem i8 zu weit vom Loch oder mein Putten war nicht gut genug. Am Abschlag der Bahn 6 dachte ich, naja was sollst, immerhin ist diese Art zu spielen sehr entspannend und man kommt gut vom Arbeitsstress runter. Als ich dann nach dem Abschlag nur 150 m ins Grün hatte, entschloss ich mich mit einem i5 und einem ¾ Schwung, entspannt Richtung Grün zu schlagen. Aufgrund der Bodenverhältnisse rollte mein Ball bis Anfang des Grüns, so dass ich mit 2 Putts mir ein Par notieren konnte.

 

Die Bahn 7 ist bei uns ein Par 5. Nach einem schlechten Abschlag und einem gelungenen Rettungsschlages gelang es mir aus 135 m meinen Ball mit meinem i6 und einem ¾ Schwung vor dem Grün aufkommen zu lassen, so dass dieser schließlich zum Tap In an der Fahne liegen blieb. Und siehe da plötzlich kam ich mit einem Birdie von der Bahn 7. Vor einer Woche hätte ich noch eine i9 oder i8 aus 135 m mit einem vollen geschlagen. Auf der Bahn 8 gelang mir ein Par.  Ich konnte mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich schon mal nach einem Birdie mit einem Par von der Bahn kam. In der Regel setzt der Birdiefluch ein und man darf sich ein Trippelbogey notieren.  Als ich dann die Bahn 9 auch wieder ein Birdie notieren durfte, war ich voll überzeugt von der Art zu spielen. Jetzt bin ich nur noch gespannt wie es weiter geht.   So long, Dirk.   

 

„Die schlechten Schläge müssen verbessert werden, nicht die Guten!“ (Dawie Stander)