Der richtige Pro


Projekt 80


Der richtige Pro

 

In den ersten 2 Jahren habe ich so gut wie keine Prostunden genommen. Ich habe einen guten Freund, der mir viel gezeigt hat und ich habe viel gelesen um mich zu verbessern. Bis Handicap um -30 funktionierte das auch ganz gut, aber nach 1,5 Jahren stagnierte meine Leistung zusehends. Im Winter 2015/2016 machte ich allein mit iPad und App Video-Techniktraining (ohne Pro), dies sogar ziemlich erfolgreich. Mein erstes Turnier spielte ich eine 94 mit deutlicher Unterspielung. Aber je näher ich HCP -20 kam, desto schwerer wurde es.

 

Als ich mal wieder in einer Golf-Facebookgruppe mehrere Fotos mit Bitte um Hilfe postete, bekam ich eine sehr fundierte, kurze und knappe Antwort. Dass diese von einem Pro kam war mir erst gar nicht bewusst, denn wir kannten uns noch nicht.

 

Ich versuchte also seine Anweisungen korrekt umzusetzen und was soll ich sagen, es hat wunderbar funktioniert. Jetzt wollte ich wissen wer dahintersteckt und googelte seinen Namen und fand ihn also Pro und Golfschulinhaber bei Hamburg.


Nun schrieb ich ihm eine persönliche Nachricht und wir kamen ins Gespräch.
Nach ein paar Wochen entschied ich mich ihn zu besuchen und mich 2 Stunden am Stück von ihm unterrichten zu lassen, denn immerhin habe ich etwas mehr als 2 Stunden Fahrweg zu ihm. Die Erwartungen waren groß und wurden nicht enttäuscht. 2 Monate und 2 weitere Trainingseinheiten später spielte ich meine beste Runde mit 92 Schlägen und gewann auch den "Longest Drive" in diesem Turnier. Mein Pro hat sich auch zwischen den Besuchen immer wieder Zeit genommen das ein oder andere Trainingsvideos auszuwerten oder meine Runden bei der Clubmeisterschaft zu analysieren. Für sein Engagement bin ich sehr dankbar! Ich habe die Entscheidung getroffen mit dem Ausprobieren aufzuhören und mich für diesen Pro entschieden! Dieser Schritt ist meiner Meinung nach sehr wichtig.

 

Es ist nicht wichtig wie teuer ein Pro ist, oder ob er im Heimatclub der Head-Pro ist (solange der Fahrweg noch erträglich ist). Wichtig ist, dass er dem Golfer hilft sich zu entwickeln. Eine funktionierende Kommunikation zwischen Golfer und Pro ist in meinen Augen die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. So entsteht mit der Zeit eine Art Schüler-Mentor Beziehung. Ich glaube ab einem bestimmten Punkt sollte jeder Golfer, der über das Bogeygolf hinaus möchte sich einem Pro verpflichten. D.h. nicht mehr mit anderen Pros im Urlaub trainieren oder sich ständig gut gemeinten Ratschlägen besserer Golfer hingeben. Ich glaube es ist dann förderlich diese Ratschläge mit dem Pro zu besprechen und auf den Pro zu hören, wenn er davon abrät oder den Hinweis für gut befindet.

 

Im Gegenzug sollte sich natürlich auch der Pro dem Schüler und dem Verbesserungsprozess verpflichtet fühlen, denn der Pro wird bei einem Projekt wie diesem zum Mentor und zur Vertrauensperson in allen aufkommenden Fragen. Er freut sich mit dem Schüler über Erfolge und muntert ihn auf bzw. motiviert ihn wenn es mal nicht so gut läuft. Diesen Pro habe ich im Spätsommer 2016 für mich gefunden!

 

Ich freue mich auf die vor uns liegende Aufgabe!

 

Vielen Dank für deine Unterstützung Oliver Kamp! Ich kann mir keinen Besseren vorstellen auf meinem Weg zur Einstelligkeit. (M)