Der Pitch


 

Einige mögen den Pitch, andere wiederum nicht. Fakt ist, dass ein Golfer aufgrund unterschiedlicher Spiellinien oder aufgrund des Layout des Platzes immer wieder in die Verlegenheit gebracht wird, den Pitch zu spielen. Wasserhindernisse, Bunker oder Büsche etc. lauern überall. Lasst euch inspirieren, euch mit dem hohen Pitch anzufreunden oder lieben zu lernen. Wenn`s klappt, geht das übrigens ganz schnell.     


Der Pitch - Unsere Basics

Foto: CM
Foto: CM

Beschäftigen wir uns einmal mit dem Pitch. Ein nicht wegzudenkender Schlag in unserem Golfspiel, weil eigentlich alle Golfer in die Verlegenheit kommen, den hohen Schlag zu spielen, der in den meisten Fällen das Grün trifft und sehr schnell liegen bleibt. Mit dem Backspin-Firlefanz wollen wir uns hier nicht beschäftigen, das machen wir sicher ein anderes Mal separat. Den hohen Schlag spielen wir zwangsweise, wenn ein Hindernis zu überspielen ist oder wenn wir tatsächlich den Ball absichtlich ohne direktes Hindernis hoch und direkter auf den Pin spielen möchten.

 

 

Eigentlich gehen die flacheren Spielvarianten immer vor, aber es gibt sehr oft Situationen, in denen kein Hindernis zu überspielen wäre, das Layout des Platzes oder die Spielsituation selbst für den Pitch spricht. Eine Situation wäre z.B. gegeben, wenn  auf der Spiellinie hinter der Flagge ein Bunker lauert und die Entfernung für einen Standard-Chip zu lang ist. Dies würde bedeuten, dass der theoretisch megalange Chip einfach schwerer zu dosieren ist als der hohe Pitch und auf die Gefahr eines zu langen Balls eingegangen werden muss. Natürlich muss das situationsbedingt entschieden werden, aber stellt euch folgende Situation vor:

 

100m vor dem Grün und das Loch ist am hinteren Grünrand gesteckt. Das Grün ist etwas härter und kurz hinter dem Grün lauert ein tiefer Bunker. Wer kommt auf die Idee einen flacheren Annäherungsschlag so zu spielen, dass bei nicht perfekt abgestimmter Länge der Ball das Grün trifft und in einem flachen Winkel über das Grün, hinter die Fahne in den Bunker rollt? Nein, die sicherste  Variante ist der hohe Pitch, der trotz des härteren Grüns schnell liegen bleibt.

 

Übrigens – es lohnt sich, unabhängig von der Flaggenposition immer in die Grünmitte zu zielen. Diese zu treffen muss beim hohen Pitch absolute Priorität haben, besonders, wenn man nicht so gut mit dem Spin ausgestattet ist. Lieber später den etwas längeren Putt, als einen anderen Schlag, der tendenziell ein höheres Risiko darstellt. Golf ist immer noch ein Fehlervermeidungsspiel und die wollen wir in jeder Entscheidung berücksichtigen.

 

So, und mit welchen Schlägern spielen wir den Pitch? Es kommt natürlich in erster Linie auf die Entfernung zum Ziel(-punkt) und unsere individuelle Länge mit der damit verbundenen Flugkurve an. Unter 100m bieten sich generell die Eisen mit sehr hohem Loft an. Vom Eisen 9 bis zum Lobwedge ist vieles denkbar. In der Regel sollte man versuchen mit dem Sand- oder Pitchingwedge zu arbeiten. Man sollte dabei verinnerlichen, dass der Pitch vom Grunde her nichts anderes ist, als die kleine Version eines vollen Schwunges.

 

Übrigens, was sehr oft nicht berücksichtigt wird ist folgendes. Der Pitch aus einer aufliegenden Lage des Balles wie z.B. dem Semirough ist anders zu beurteilen als der Pitch vom Fairway. Der Schläger mit hohem Loft gleitet gern etwas unter den Ball und damit erhöht sich dieser im Treffmoment zwangsläufig. Die Folge ist, dass z.B. ein Pitching Wedge wie ein Sandwedge unter den Ball kommen kann und damit möglicherweise entscheidend zu kurz bleibt. Also gilt es die Lage des Balles zu bewerten, den Schläger auszuwählen und auch die Schwunggeschwindigkeit auf die Lage des Balles anzupassen. Achtet einmal drauf und spielt auf einer einsamen Trainingsrunde mal mehrere Bälle auf solch einer aufliegenden Lage und achtet auf unterschiedliche Dynamik.  

 

Der hohe Pitch macht Spaß, besonders wenn er funktioniert. Den Schlag sollte man trainieren und das bestenfalls nicht von der Rangematte. Das Vertrauen, mit Dynamik durch den Ball zu gehen und ein Divot zu produzieren erhält man schlecht auf der Matte, wo der Schläger über die Oberfläche gleitet oder leicht abprallt.

 

Mit der Technik beschäftigen wir uns dann im nächsten Kapitel! Lasst euch inspirieren, euer Pitching auf Vordermann zu bringen! INSPIRE your GOLF! C   

Quelle: Srixon
Quelle: Srixon