Fairwayhölzer


 

Die Fairwayhölzer sind in Ihrer Konzeption ähnlich verlockend und gefährlich zugleich. Wir alle würden gerne wie der Schwede Hendrik Stenson sein mittlerweise berühmtes Holz 3  knackig, lang und gerade vom Tee oder Fairway schlagen. Auch wenn die Lofts der unterschiedlichen Fairwayhölzer nicht so anfällig erscheinen, lauern Gefahren. Diese lassen sich aber mit der richtigen Inspiration bekämpfen! Viel Spaß!    


Quelle: Srixon
Quelle: Srixon

 

Wenn Ihr den Driver am Liebsten im Teich versenken oder zerbrechen möchtet, dann lasst ihn stecken und besinnt euch eures Fairwayholzes. Dies gilt natürlich nur für Golfer, die schon regelmäßig mit dem Driver spielen. Wenn ihr als Anfänger von den Eisen zum Hybrid gekommen seid und euch steigern wollt, steigt die Leiter nicht in zu großen Schritten nach oben, denn es macht Sinn, sich über die Fairwayhölzer zum Driver hinzuarbeiten.

 

Fairwayhölzer haben einen kleineren und insgesamt flacheren Kopf als ein Driver, haben jedoch ein größeres Kopfvolumen als ein Hybrid. Natürlich gibt es leichte Unterschiede von Hersteller zu Hersteller, die einem wie immer optisch gefallen sollten.  Sehr populär sind die Hölzer 3 mit etwa 15° und 5 mit etwa 18°. Im Damensegment gibt es auch noch oft die 7 und 9 mit entsprechend höheren Lofts. Wieder sehr wichtig ist – und das kennt ihr vom Driver der passende Schaft für den passenden Schwung. Nur wenn der Schaft angepasst wurde oder zu einem passt lässt sich aus dem Fairwayholz einiges rausholen. Und das wollen wir meistens, denn sonst brauchen wir es gar nicht mit herumzuschleppen.

 

Allgemein sollte man vorab eine Idee haben, wofür man solch ein Fairwayholz persönlich einsetzen möchte. Gehen wir mal von den Hölzern 3 und 5 aus, die wir ins Bag stecken wollen. Generell kommen Abschläge vom Tee und Transportschläge vom Fairway oder aus dem Semirough in Frage. Die Lofts sind auf die Standardlängen 180m (H5) und 200m (H3) ausgelegt. Bevor hier ein Aufschrei erfolgt ist es natürlich so, dass man Schaft- und Schwungabhängig etwas mehr oder weniger Länge generiert. Wie mit allen Schlägern. Also ruhig Blut. Und natürlich sollte man als Golfer mit seinen persönlichen Voraussetzungen auch immer seine Längen kennen. Bei einem geraden Fairway von über 250 m ist es jedoch halbwegs egal, ob ich mein Holz 175m oder 190m spiele. Natürlich nur, wenn kein Hindernis im Weg ist.

 

Wichtig bei Fairwayhölzern ist natürlich auch die Lage des Balles. Ist er als Driverersatz vom Tee vorgesehen, müssen wir eine für den gewünschten Ballflug und auf unsere Schwungmechanik abgestimmte Teehöhe achten. Durch den vorgegebenen Loft ist die Teehöhe elementar. Beim Abschlag vom Tee soll das Fairwayholz auch eine flachere Flugbahn als der Driver halten. Der Driver muss aufgrund der Kopfgröße natürlich den etwas höher aufgeteeten Ball in der Aufwärtsbewegung treffen. Mit der flacheren Flugbahn kommen wir hervorragend bei Gegenwind zurecht. 

 

 

Na, wäre das eine Lage für ein Fairwayholz? Quelle:C
Na, wäre das eine Lage für ein Fairwayholz? Quelle:C

Vom Fairway ist die Flugbahn natürlich loft-entsprechend flacher. Hier kommt es sehr auf den sauberen Treffmoment an. Der Vorteil gegenüber den Rescues mit den kleineren Köpfen ist natürlich das Volumen, welches sich in der Masseübertragung positiv auf den Ball auswirkt, der damit generell mehr Länge macht.

 

Der Treffmoment ist alles und vorweg genommen sollte angestrebt werden, ein flaches Divot mitzunehmen. Hier müssen die Winkel also passen, damit wir eine lange und gerade  Flugbahn erreichen können. Ist also grundsätzlich wie bei den anderen Schlägern. Übrigens ist es für Anfänger nicht unbedingt sinnvoller nur ein Holz 3 ins Bag zu legen. Vom Boden ist das 5er Holz noch einfacher zu spielen. Es erzeugt mehr Höhe und Länge für den Transport als ein schlechter getroffenes 3er Holz.

 

Die Bauarten der Hölzer unterscheiden sich nicht nur durch den Schaft, sondern durch leicht unterschiedliche Köpfe. Diese können etwas größer und flacher sein, wie es dem Anfänger entgegen kommen würde. Für Fortgeschrittene gibt es noch etwas weniger flache Fairwayhölzer. Die Hersteller arbeiten hier mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die sich beim Schlag auf die sogenannte SpinRate auswirken. Je weniger Spin generiert wird, desto mehr Länge kann erzeugt werden.

Womit kann also für den Anfänger abgeleitet werden, dass sein optimales Holz folglich einen leicht größeren Kopf hat, dessen Schwerpunkt, der etwas tiefer gelagert ist. Ein nicht zu schwerer Schaft mit dem richtigen Flex und schon dürfte man bestens gerüstet sein. Wir weisen nochmal darauf hin, dass ein Fitting, die optimalen Parameter messen kann, die dann zur perfekten Materialauswahl führen können. Wer das nicht machen möchte muss halt probieren, selbst testen und wohlmöglich mit nicht optimal angepasstem Material spielen. Wisst ihr, oder?

Meist ist es auf dem Platz so, dass sich Spieler auf ihre jeweilige Wunderwaffe für spezielle Situationen einschießen. Das sollte aber jeder für sich selbst herausfinden. Ich spiele mein 3er Holz zum Beispiel nur vom Tee oder in besonders guter Lage des Balles jeweils Situationsabhängig. Ein 5er Holz habe ich nicht mehr im Bag, da ich es zu selten eingesetzt habe und für meinen taktischen Plan ein Hybrid ausreichend ist.

Bedeutet, dass man das Material immer auf seine persönliche Spielweise und seine Längen anpassen sollte. Es gilt allgemein zu verhindern, dass sich Lücken in der Abdeckung verschiedener Entfernungen beim Transport ergeben. Der Übergang der Entfernungsabdeckung sollte von den Eisen, über Hybrids und/oder Hölzer bis hin zum Driver (auch wenn er erst später angeschafft wird) nahtlos sein. Natürlich gilt das für alle Spielstärken und ihre individuellen Längen. Also wisst ihr schon, womit ihr euch spätestens jetzt beschäftigen solltet.

 

Bleibt auch hier weiter am Ball, lasst euch inspirieren und folgt uns durch weitere Beiträge zu Fairwayhölzern, die sich demnächst spezieller mit der Technik und dem Training befassen.  INSPIRE your GOLF! (C)