Eisen


 

Wer träumt nicht von knackigem Eisenspiel? Dem  Standardschlag des Golfspiels, der mit unterschiedlichen Eisen und mit unterschiedlichen Winkeln (Lofts) immer wieder wichtig ist. Solides Eisenspiel ist eine Bank für unser Golfspiel und deshalb wollen wir uns intensiv damit beschäftigen. Lasst euch inspirieren und verbessert euer Eisenspiel.



Eisentraining auf dem Platz

Über die Wichtigkeit des Eisenspiels als Basis für gutes Golf haben wir bereits gesprochen. Ebenso über Ball-Boden-Kontakt, Balllage und den verkürzten Rückschwung. Alles hört sich in der Theorie so einfach an, aber wie sieht es in der Praxis, also auf dem Platz aus?

 

Habt ihr schon mal eine Runde nur mit Eisen gespielt? Ich mache das ganz gern um zu sehen wie ich die Eisen tatsächlich im Griff habe. Letztes Wochenende habe ich also alle Hybriden und Hölzer zu Hause gelassen und stattdessen Eisen 4 eingepackt und auf ging es zum Golfplatz. Trotz Regen und viel Wind brachten diese 9 Löcher Platztraining einige wichtige Erkenntnisse. Das Ergebnis spielt bei diesen Trainingseinheiten eine untergeordnete Rolle. Von einem Par, 4 Bogeys bis hin zu Triple- und Quadruple-Bogey war alles dabei. Vielmehr solltet ihr bei dieser Trainingsform die Einzelschläge analysieren: 

 

 

 

    • Treffpunkt Sweetspot oder Heel/ Toe
    • Divots vor oder hinter dem Ball
    • Divots flach/ tief
    • wohin zeigen die Divots
    • Welche Flugkurven?

 

Aus diesen Daten könnt ihr mit eurem Pro ableiten, wie euer Schwung auf der Runde aussieht und gezielt mit dem Professional weiterarbeiten. So weiß ich zum Beispiel genau, was der Unterschied zwischen den Schlägen auf Bahn 11 und 13 war. 

 

Natürlich sind die Schläge mit den Eisen in der Regel deutlich kürzer als mit Hölzern.

 

Der Längennachteil gegenüber Hölzern vom Tee kann auch ein Vorteil sein. Durch kürzere Abschläge sollten sich eure Quote bei den Fairwaytreffern erhöhen. Auch seid ihr gezwungen längere Schläge ins Grün in Kauf zu nehmen. Hier trainiert ihr gleich die Taktik mit, dann das Ablegen vors Grün ist oft die sichere Alternative zu einem riskanten Eisen 5 oder 6 aufs Grün. Das kurze Spiel rückt nun auch mehr in den Fokus, denn hier entscheidet das Scrambling über Par oder Bogey. 

 

Wenn ihr allerdings wie im Beispiel der Bahn 13 den Abschlag selbst mit einem Eisen so richtig verhaut, dann tut es meist auf der Scorekarte deutlich weh. Lasst euch dadurch nicht entmutigen, denn das gehört zum Lernprozess dazu.

 

Ich freue mich schon auf mein neues Driving Iron im Einsatz, denn diese Art des Trainings werden ich jetzt häufig durchführen.

 

Zu guter Letzt noch ein kleiner Tipp: Das Spiel mit langen Eisen ist weniger windanfällig und daher bei viel Wind zu empfehlen. Hierfür werden wir zu einem späteren Zeitpunkt auf einen besonderen Eisenschläge, das sogenannten "Punch" näher eingehen. M

 


Der kurze Rückschwung

Inspriration für euer Golfspiel könnt ihr nur aufnehmen, wenn ihr bereit seid neutral über das Themengebiet nachzudenken und einmal etwas probiert, was ihr vielleicht noch nie gemacht habt oder euch bisher noch nie in den Sinn gekommen ist. So geht es mir übrigens auch und heute möchte ich euch eine Inspiration vorstellen, die ich seit dieser Saison bewusst anwende.  

 

Ihr alle kennt die Situationen wenn der Ball in einem Abhang hängt, in einer Schräglage oder in einer anderweitig ungünstigen Situation. Wir stehen nicht richtig und eben zum Ball, sondern z.B. über dem Ball. Die primäre Aufgabe ist es, den Ball gut im Spiel zu halten oder ins Spiel zu bringen. Sekundär darf der Ball auch lang oder präzise sein. Oftmals beobachtet man Spieler, die aus solch einer ungünstigen Lage – bewusst oder unbewusst – einen vollen Schwung schlagen. Sehr oft wird der Ball nach einem vollen Schwung durch den Amateur aus der Schräglage nicht sauber getroffen. Bei den Professionals im TV sieht es doch so einfach aus. Aber ist der saubere Ballkontakt nicht wichtiger als der volle Schwungbogen? Die Ergebnisse kennt ihr vermutlich, wenn der Schlägerkopf in einer ungünstigen Lage nicht sauber an den Ball kommt.  

 

Es ist wahnsinnig schwer als Amateur den sauberen Ballkontakt aus einer ungünstigen Position nach einem vollen Schwung herzustellen. Mir ging es genauso, auch mit den entsprechenden Ergebnissen.

 

Der Plan ist nunmehr, sich aus einer solchen Position mit einem bewusst kürzeren Rückschwung und einem optimierten Ballkontakt wieder ins Spiel zu bringen. Das ist gewöhnungsbedürftig – ja! Aber Ihr werdet feststellen, dass die Ergebnisse besser sind, als ihr erwartet.

 

Derzeit wende ich diese Technik auch speziell aus Fairwaybunkern an. Mit einem 8er Eisen bringe ich mich präziser ins Spiel zurück. Der saubere Ballkontakt gibt dem Ball eine gute Länge mit auf den Weg. Natürlich werde ich das Grün nicht erreichen, aber wenn man einen halbwegs sicheren Schlag produzieren möchte, hat man mit einem verkürzten Rückschwung eine unpopuläre,  aber gute Variante. Ein langes Eisen oder das Hybrid können natürlich auch so gespielt werden. Damit wäre ein voller Schwung natürlich  noch risikoreicher.

 

Um sich der Variante zu nähern, können diese Schläge natürlich auch auf dem Fairway produziert werden. Eine saubere, kompakte Standposition, der richtige Schläger in der Hand und ein verkürzter Rückschwung werden den Ball spätestens nach etwas Übung wirklich knackig und sauber treffen. Gut wäre es dabei, wenn Ihr euren Golfbuddy bittet, den Schwung von Außen zu beobachten. So kann der Abgleich erfolgen, ob eure Wahrnehmung des Rückschwungs mit der Realität übereinstimmt. Natürlich kann man sich auch filmen lassen, wenn man möchte.

 

Übrigens funktioniert der kurze Rückschwung auch prinzipiell mit dem Driver. Gerade wenn eure Abweichungen unkontrolliert und unterschiedlich ausfallen und ihr Präzision der Länge vorzieht, solltet Ihr auch hier mal den verkürzten Rückschwung ausprobieren. Gut zu beobachten sind übrigens spielstarke Senioren, die aus natürlichen Gründen nicht mehr so aufdrehen können. Die meisten haben ebenfalls einen kürzeren Rückschwung und einen sauberen Treffmoment, der zu einem präzisen und nicht unbedingt kurzen Drive führt.

 

Vielleicht könnt Ihr diese Inspiration gut für euer Spiel gebrauchen? Probiert es einfach einmal aus! In diesem Sinne viel Erfolg und Spaß an den Ergebnissen! C    


Die Ballposition

Heute möchte ich euch von den Inspirationen berichten, die mich erreicht haben. Es ist irgendwie komisch. Man denkt, man ist auf einem guten Weg und erlebt immer wieder Rückschläge. Ich selbst habe jahrelang meine Eisen 5+6 ignoriert. Ich habe sie einfach zu schlecht getroffen und mich lieber etwas auf meine Hybrids konzentriert. Das hat mich selbst gewurmt, weil ich 1.  die Eisen recht gut getroffen habe und 2. für mein Spiel eine recht große Rolle bedeuten.

 

Also habe ich gegen Ende der letzten Saison wieder angefangen die Eisen vermehrt zu spielen. Über meinen Treffmoment lege ich lieber den Mantel des Schweigens aber irgendwie musste er sich verbessern lassen. Auf einer gemeinsamen Runde mit einem Golffreund unterhielten wir uns über Ballpositionen und meine Einschätzung der Eigenen. Ich hatte mir angewöhnt, jeden Ball mittig zu positionieren. Das war jedoch meine eigene Wahrnehmung. Andere sahen den Ball sogar näher am rechten Fuß!

 

Warum machte ich denn sowas? Die Ballposition hatte ich mir offensichtlich angewöhnt, um den Schläger sauberer an den Ball zu bekommen und einen besseren Treffmoment zu erzeugen. Mein persönlicher Schwung jedoch, lässt den Schläger an einer Position vor dieser Stelle aufkommen. Durch die Visualisierung versuche ich diesen „Makel“ auszugleichen und treffe den Ball nicht satt. Also, nun habe ich eine verbesserte Schwungvorstellung, die  von außen inspiriert wurde. Die nächsten Runden werden voll im Focus einer Verbesserung der Ballposition liegen und hoffentlich damit mein Spiel inspirieren.

 

Wenn sich die Eisen verbessern, schaue ich auch noch einmal auf den Driver. Aber ich glaube, dass ein Schwerpunkt erst einmal ausreichend ist. Probiert es selbst einmal mit einer Blume oder einem Kleeblatt aus. Mittige Ausrichtung und einen natürlichen Schwung zu Boden bringen. Beobachtet, an welcher Stelle der Schläger natürlich auftrifft! Auf dem Bild erkennt Ihr die Ballpositionen. Klassisch für Rechtshänder die Eisen 8, 9, PW, SW in der wirklich mittigen Position (überprüft es mit Hilfsmittel unbedingt). Ab Eisen 7 tendenziell mehr vom vorderen Fuß wie dargestellt.

Schaut auch mal, wie sich bei eurem Schwung der Ballflug aus unterschiedlichen Ballpositionen verhält. Aber bitte nur die gut getroffenen Bälle zählen!

 

Haben wir also wieder was zu tun, oder? Lasst euch inspirieren und nicht entmutigen. Achtet auf eure Ballflüge und auf eure Ballposition! Bis zum nächsten mal! C. 


Eisenspiel - Unsere Basics

Foto: MH
Foto: MH

Die wunderbare Welt des Eisenspiels. Wie gern würden wir sie zumindest besser beherrschen. Bei allen Aufgaben und Schlägervarianten ist das Eisenspiel doch wirklich eine wichtige Basis. Wir schlagen Eisen auf ein kürzeres Par 3, spielen auf unterschiedliche Entfernungen das Grün an und transportieren den Ball über das Fairway auf den nächsten Landepunkt. Natürlich kennen wir die Möglichkeiten unserer individuellen Längen, die wir mit unseren Eisen theoretisch erreichen können.

 

Ob man für eine Entfernung von 120m nun ein Eisen 8 oder ein Eisen 7 benötigt ist erst einmal zweitrangig. Etwas, was unser Eisenspiel jedoch gar nicht solide erscheinen lässt, sind die unterschiedlichen Ergebnisse, die wir mit den Eisen unseres Satzes spielen. Oft treffen wir mal mehr oder weniger fett, manchmal sehr dünn und manchmal oberhalb des Balläquators, was zu den sogenannten Toppern führt.

 

Wie schön wäre unser Golfspiel doch mit stetig gut getroffenen Eisen. Wir brauchen ein Eisenspiel, auf welches Verlass ist. Egal, ob wir nun das 5er oder Pitching Wedge in der Hand halten. Im Gegensatz zum Driver, Putter oder Fairwayholz könnten wir eine ganze Runde lang nur mit Eisen spielen und das relativ bequem sogar.

 

Aber was ist ein guter, solider Eisenschlag? Wie genau muss man es hinbekommen, dass der Ball erstmal gut und knackig getroffen wird? Ganz einfach gesagt, muss die Schlagfläche so an den Ball kommen, damit sie ihre Arbeit auch vernünftig erledigen kann. Vernünftig bedeutet mit dem Auftreffwinkel, der vom Grunde her für die loftabhängige Flugbahn sorgt. Natürlich gehört noch eine gewisse Grundenergie dazu, um die jeweilige „Standard Weite“ generell erreichen zu können.

 

Auf Ebenen oder die Schwungbahn möchte ich hier erstmal nicht eingehen, denn natürlich kann ein gut getroffener  Ball auch mit nicht abgestimmten Parametern in die Walachei oder in ein Hindernis geschlagen werden. Beschäftigen wir uns also erst einmal vorrangig mit dem guten Treffmoment und dem knackig soliden Eisenschlag. Und meint nicht, dass ich hier der Experte bin. Auch ich hadere immer wieder mit meinen Eisen und muss daran arbeiten.

 

Aber zurück zum soliden Eisenschlag mit einem guten Auftreffwinkel. Der perfekte Eisenschlag wird in der Regel so beschrieben, dass der Schläger zuerst auf den Ball trifft und dann auf den Boden. Dieser saubere Ball-BodenKontakt erzeugt in der Regel Divots. Dem Widerstand des Bodens ist mit einer gewissen Dynamik zu begegnen, besonders wenn man das Divot bewusst schlagen will. Es ist auch so, dass der Weg des Schlägerkopfes seinen tiefsten Punkt erst hinter dem Ball erreicht. Das muss man aus der Ansprechposition erst mal realisieren.

 

Oft ertappe ich mich z.B. dabei, wie ich den tiefsten Punkt genau unter dem Ball ansetze und nicht dahinter.  Dabei ist jedoch der Auftreffwinkel nicht steil genug und ich treffe den Ball zu dünn. Natürlich arbeite ich gerade daran, für meine Begriffe solider zu werden. Auch, wenn wir hier noch nicht so in die technischen Komponenten eintauchen wollen, ist ein Kernpunkt, dass die Hände im Treffmoment auch vor dem Ball bleiben. Wie gesagt nur einer, aber ein wichtiger.

 

Wenn ihr wie ich das Spiel mit den Eisen weiterentwickeln möchtet, dann lasst euch hier inspirieren. In den nächsten Beiträgen gehen wir dabei näher auf die Technik und unsere Top-Trainingstipps ein. INSPIRE your GOLF! (C)