Fitness


 

Es ist theoretisch ganz einfach. Je fitter ein Golfspieler ist, desto bessere körperliche Voraussetzungen hat er für die körperlichen Anforderungen des Golfspiels. Zumindest theoretisch, denn einige Profis auf der Tour spielen mit einem nicht gerade fitten Eindruck ein fantastisches Golf. Wir sagen nur „BEEF“ Johnson. Aber wir sind keine Professionals die gut spielen, sondern wollen uns in diesem Bereich zu unserem Vorteil verbessern. Lasst euch inspirieren und verbessert eure Fitness für ein besseres Golf!


Das Hardcore Pre-Warm-Up!

Golf ist Sport! Schon bemerkt?
Golf ist Sport! Schon bemerkt?

Es ist kein Geheimnis! Wir werden nicht jünger! Wir wissen auch, dass wir unseren Körper auf Temperatur bringen müssen, um vernünftig und verletzungsfrei Golf spielen zu können. Wenn wir als Early-Birds morgens früh aus dem Bett steigen und die Knochen knacken führen wir uns nicht gerade wie Birdiemaker. Das ist auch ganz normal! Die absoluten Sportskanonen haben es da natürlich noch etwas einfacher, auch wenn die nicht mit automatisch vorbereitet aus dem Bett steigen.

 

Wir haben uns ja schon mal mit Yoga und den Tibetern befasst, die immer noch eine gute, und punktuelle Möglichkeit sind, sich auf die Runde vorzubereiten. Heute wollen wir euch mal anhand eines leicht überzogenen Early-Bird-Ablaufes inspirieren und möglichweise passt die ein- oder andere Inspiration in euren Ablauf und euren Biorhythmus. Für die Auf-Jeden-Fall-Später-Spieler könnte hier auch etwas dabei sein. Also lasst uns mal los legen - Achtung Hardcore!

 

Bäm! Der Wecker klingelt und üblicherweise haben wir bei bevorstehender Golfrunde oder Urlaubsfahrt mehr Adrenalin im Blut, als wenn wir nach einem schönen Wochenende gleich arbeiten müssen. Die ersten Bewegungen sind natürlich noch etwas steif und wir bewegen uns, auch weil uns keiner zusieht, mit kreisenden Armen und Schultern, ab und zu einer Kniebeuge und anderen leichten gymnastischen Einlagen durch das Haus. Der Plan bis zur Tee-Time steht. Jede Bewegung und jede Tätigkeit wird zur gymnastischen Aufwärmübung.

 

So schlüpfen wir erst einmal in die bereitliegenden Sportklamotten, schnappen und den Schlüssel und beginnen wir unseren Aktivierungslauf, den wir mit einer Walkingphase einleiten. Wie lang der Aktivierungslauf am sehr frühen Morgen wird, hängt u.a. von der Zeitplanung ab. Er muss auch gar nicht so lang werden, denn verausgaben wollen wir uns ja nicht. Analog fahrt ihr auch lieber Fahrrad?

...oder spielt Ihr so?
...oder spielt Ihr so?

Zu Hause ist es dann Zeit für unsere kleine Home-Yoga-Einheit und unsere 5-Tibeter. Ab auf die Gymnastik-Matte und die Einheit, vllt. mit passender Musik begleitet. Nach der Einheit springen wir schnell und die Dusche und freuen uns auf die weiteren Bewegungen mit dem Handtuch, um uns abzutrocknen. Klar, etwas crazy Denkweise, aber effizient! Auch das Anziehen gestalten wir zu einer separaten gymnastischen Übung. Noch sieht uns keiner zu!

 

Danach noch ein kleines Frühstück und die letzten Erledigungen in Haus oder Wohnung.  Nahezu jede Bewegung wird bewusst und leicht gestreched ausgeführt. Knie, Rücken, Bänder, Handgelenke, Schultern, usw.  Bag eingeladen und ab Richtung Golfplatz! Natürlich nutzen wir die Fahrt zum Golfplatz auch für kleine Übungen, ohne selbst verkehrsgefährdend zu handeln.

 

Ihr kennt das sicher von längeren Urlausfahrten mit dem Auto. Wir gehen mal davon aus, dass Ihr keine Pausen auf dem Weg zum Platz benötigt und konzentrieren uns auf das, was man im Auto alles gefahrlos dehnen kann.

 

Dehnung der Handgelenke am Lenker, des Bein- und Bänderapparates im Fußraum und das leichte strecken des Rückens aus der Sitzposition. Auch die Schultern lassen sich in beide Richtungen kreisen. Wenn jemand an der Ampel neben euch verwundert schaut, verlagert die Übungen gerne in nicht sichtbare Regionen! J

 

So kommen wir groovy mit einer passenden „Einlaufmusik“ auf den Parkplatz.

 

Nun wird es langsam ernst. Das Auspacken und Schuhe anziehen performen wir genau so weiter. Einen Fuß auf die offene Kofferraumluke zu stellen oder zwischendurch einen Ausfallschritt zur Dehnung zu gestalten wärmt euch weiter auf. Das Binden der Schnürsenkel wird im gleichen Stil zelebriert. Angesetzte Liegestütze am PKW angelehnt und vllt. noch irgendwo etwas anderes förderliches eingebaut. Ihr habt euch nahezu allen wichtigen Regionen eures Körpers gewidmet und  könnt nun zur Range.

 

Da wir noch ein wenig Zeit haben, praktizieren wir noch einmal die 5-Golf-Tibeter, die auf die golfspezifischen Körperregionen spezialisiert sind. Siehe hierzu noch mal unseren Beitrag! Ok, nun nochmal einen Eimer Bälle zum Einschlagen, ehe es auf den Abschlag geht. Chippen und Putten lassen wir hier einmal weg und wer es unbedingt einbauen möchte, macht danach noch einmal einige lockere Dehnübungen.

 

Jetzt sollten wir aber warm genug sein, schließlich haben wir seit dem Aufstehen schon einiges gemacht. Probiert einmal diese Art der Vorbereitung, oder zumindest Auszüge davon. Unterm Strich sollte das Programm immer ausreichend und individuell angepasst sein. Euer Golf wird es euch danken. Für die Nachmittagsgolfer fallen natürlich einige Elemente weg. Aber vielleicht könnt ihr hier ansetzen und euer persönliches Pre-WarmUp gestalten? Viel Spaß mit dieser Inspiration und gutes Gelingen! Euer IYG-Team.   

 


Yoga - Die fünf Tibeter

                                                                                             Fotocredit: meinevitalitaet.de
Fotocredit: meinevitalitaet.de

Wir haben uns zuletzt mit den Golf-Tibetern als Aufwärmübung beschäftigt. Eine tolle Sache, wenn man sie richtig und regelmäßig anwendet. Das Thema fanden wir so spannend, dass wir hier weiter ansetzen möchten. Wir sind immer noch vor der Saison und möchten uns weiter fit machen – nicht zuletzt um uns vor Verletzungen zu schützen, die und die Saison kaputt machen.

 

Das zwicken kommt noch von unserer Winterstarre und die wollen wir langsam mal los werden, oder?! Neben Ausdauer ist ja Flexibilität des Körpers und Stabilität ein Vorteil, wenn Ihr den Ball halbwegs ordentlich über den Platz manövrieren möchtet.

Der Ansatz der spezialisierten Golf-Tibeter liegt in den 5 Tibetern aus dem Yoga! Ein Blick über den Tellerrand und die Öffnung für diese Lehre wird uns nach vorne bringen. Also los!

Die 5 Tibeter werden als energiereiche, kraftbringende Abfolgen von Yogaübungen umschrieben.  Mit wenigen Minuten täglich auf der Matte, aktiviert man mit den dynamischen „Asanas“ ganzheitlich das Muskelgebilde, die Energieströme und steigert allgemein das Wohlbefinden. Die Übungen sind einfach und für jedes Level, jedes Alter und fast jede körperliche Verfassung geeignet.

Was sind denn überhaupt „Asanas“? Laut Wikipedia werden „Asanas“ als ruhende Körperstellungen im Yoga bezeichnet. Weiter heisst es: „Asanas dienen nicht nur körperlicher Geschmeidigkeit und vitaler Kraft, sondern auch einer guten Körperbeherrschung; sie harmonisieren Körper und Geist…“ Ohhhm – genau das, was wir brauchen, oder?!

Kombiniert werden stehende mit liegenden, knienden und vor allem dehnenden, gestreckten Bewegungen. Viele der Haltungen kommen uns sicher irgendwie bekannt vor. Diese Asanas werden in einer Abfolge yogalike harmonisch miteinander verbunden. Der gesamte Körper mit Muskeln, Sehnen und Bändern wird so gefordert.  Der Kopf wird freier, man vertieft seine Atmung und aktiviert die Energiezentren. Vielleicht kennt ihr jemanden, der sich bereits mit Yoga befasst und lasst es euch einmal aus erster Hand beschreiben. Warum denn nicht?!

Kommen wir zu diesen fünf Yoga-Tibetern, die uns bei richtiger Hingabe und Anwendung quasi entrosten können.

Fotocredit: meinevitalitaet.de
Fotocredit: meinevitalitaet.de

Tibeter 1
Schauen wir uns mal das Bild an. Hüftbreite Aufstellung  mit einem geraden Körper bekommen wir hin.  Die Arme werden zur Seite ausgestreckt, sodass sie auf Höhe deiner Schultern sind. Die Handflächen zeigen nach unten, Schultern und Nacken bleiben entspannt. Der Kopf wird aufgerichtet und soll Richung Decke gezogen werden. Aber bitte vorsichtig! Nun wird ein Punkt an der Wand vor uns gesucht. Man dreht sich nun im Uhrzeigersinn um die eigene Achse und zählt die Umdrehungen, wenn man jeweils den Punkt an der Wand wieder sehen kann. Zu beachten ist bei den Drehungen der Atemrhythmus. Falls sich ein leichtes Schwindelgefühl breit macht, wird es mit der Zeit nachlassen. Probiert es aus.

 

Tibeter 2
Nun legen wir uns flach auf den Rücken. Eine spezielle Yogamatte habt ihr vielleicht im Haus?!  Die Arme liegen gestreckt neben dem Körper, Handflächen auf dem Boden oder als Stütze für den Nacken. Nun atmen wir tief ein und heben dabei gleichzeitig den Kopf vom Boden ab und ziehen das Kinn Richtung Brust. Gleichzeitig heben wir beide Beine mit durchgestreckten Knien an, bis sie möglichst senkrecht nach oben stehen. Beim langsamen Ausatmen lassen wir die Beine wieder Richtung Boden sinken.

 

Tibeter 3
Wir knien und nun auf den Boden. Die Fußoberseiten liegen auf der Matte. Die Hände werden mit der Vorderseite auf die Oberschenkel gelegt. Danach atmen wir bewusst ein und ziehen das Kinn Richtung Brust. Wir wölben den oberen Rücken nach hinten, die Hände wandern auf die Rückseite der  Oberschenkel. Die Schulterblätter bewegen sich nun aufeinander zu und die Nase malt bei dieser Fließbewegung eine kleine gedachte Linie entlang der Decke. Der  untere Rücken bleibt entspannt und möglichst gerade. Beim Ausatmen kommt man langsam wieder in eine aufrechte Position mit nach vorne gekipptem Kinn zurück.

 

Tibeter 4
Wir setzen uns auf die Yogamatte – die Beine sind lang nach vorne ausgestreckt. Die Füße sollen etwa hüftweit auseinander liegen. Nun werden die Handflächen neben die Sitzknochen gelegt. Beim Einatmen lassen wir  langsam den Kopf nach hinten sinken. Wir beugen die Knie und erheben unser Gesäß und deinen Oberkörper. Die Arme bleiben gerade. Zwischen dem Brustkorb, der Hüfte und den Knien bildet der Körper nun eine waagerechte Linie zum Boden. Unsere Unterschenkel liegen senkrecht. Beim Ausatmen kommen wir wieder in die Ursprungsposition zurück. Diese Übung sollte nach ein paar Sekunden wiederholt werden.

 

Tibeter 5
Man lege  sich nun auf den Bauch, die Handflächen sind auf Höhe des Brustkorbs aufgestützt. Nun drückt man sich beim Einatmen oben, so dass die Arme gestreckt und das Kinn nach oben gereckt ist.  Wie ein heraufschauender Hund, sagt man. Die Schulterblätter bewegen sich nun aufeinander zu. Beim Ausatmen wandert die Hüfte zur Verlängerung der Wirbelsäule nach oben und zurück.  Man steht auf den Zehenspitzen, und macht danach wieder „den herabschauenden Hund“.  Wiederholungen  dieser fließende Folge zwischen herauf- und heraufschauendem Hund sollen im Atemrhythmus erfolgen. Wau, äh Wow!

Noch mehr Yoga! Fotocredit yogiyoga
Noch mehr Yoga! Fotocredit yogiyoga

Bevor wir uns aber im stillen Kämmerlein trauen, loszulegen, schauen wir uns einmal die Vorteile und positiven Auswirkungen an, die uns beflügeln sollen. Was kann es also, dieses Yoga?

 

+Ganzheitliche Stärkung  der Muskeln, Sehnen und Bänder

+Vertiefung der Atmung (nicht zu unterschätzen)

+Stärkung von Rücken und Wirbelsäule.

+Positiv Auswirkung auf das Verdauungs- und Immunsystem

+Stärkung der Flexibilität und Balance

+Allgemeines Fitwerden und  ergänzender Teil einer möglichen Diät

+Aktivierung der  Energiezentren (Chakren) des  Körpers

+Yoga täglich, kurz und effektiv anwendbar

+Tiefenentspannung pur. Mediation oder als autogenes Training inklusive

 

Hört sich klasse und vor allem anwendbar an, oder? Und welchen Zeitansatz benötigen wir dazu? Nur 10 Minuten, die m an natürlich erweitern darf. 5 -7 Wiederholungen sollen für den Anfang reichen. Den optimalen Wiederholungsansatz  von 21 lassen wir noch einmal beiseite. Erst mal reinkommen.  Ein klasse Ansatz mit einer prima Inspiration. Früh  morgens ausgeübt, sollen – und davon sind wir fest überzeugt – die 5 Tibeter zu einem guten Start mit frischer Energie und Stabilität in den Tag verhelfen! Und ehrlich… wollen wir dies nicht alle? Die 5 Tibeter morgens und die Golf-Tibeter als Aufwärmübung auf der Range. Sounds good. Nun erlegen wir noch den inneren Schweinehund mit einem Eisen 7 unund legen los! J Euer IYG-Team!C 

 


Die 5 Golf-Tibeter by Golf-Physio-Trainer.eu

Der Maestro (c) miguelangeljiminezgolf.com
Der Maestro (c) miguelangeljiminezgolf.com

Das kann doch bald nicht sein, oder? Wir haben die nächste Runde Golf vor Augen und fühlen uns wie die Couch-Potatos. Unser Körper ist für die Aufgaben der komplexen Bewegungen überhaupt nicht vorbereitet. Neben Job, Family und den anderen Aufgaben des alltäglichen Lebens haben wir oft nicht die Zeit, uns ins Fitness-Studio zu begeben und unseren Körper intensiv und nachhaltig das mit auf den Weg zu geben, was er braucht. Klar sind wir keine Pros, aber wir haben ähnliche Verrenkungen vor uns und begeben uns in akute Verletzungs-Gefahr!

 

Ihr wisst alle, wie wichtig körperliche Fitness für ein ordentliches Golfspiel sein kann und leider gibt es keine Token für den Automaten „Mensch“, der auf Knopfdruck beste Voraussetzungen schafft. Wir empfehlen für den Ottonormalgolfer, sich erst einmal eingehend Gedanken über die Notwendigkeit von Fitness, auch als Prävention vor Verletzungen zu machen. Vielleicht ist organisatorisch doch noch ein sportlich ertüchtigendes Rahmenprogramm einzubauen?

 

Verletzungen basieren meist auf einen steifen Körper, der nicht genügend aufgewärmt wurde. Unsere Muskeln und Gelenke wollen vorbereitet werden. 

 

Wir kennen alle den Gummimann Miguel Angel Jimenez, der vor jeder Runde sein ganz spezielles Programm abwickelt. Nein, nicht Zigarre und Rioja, sondern Dehnübungen wie es sich für einen Pro gehört. Es sieht zwar etwas freaky aus, aber der Mann spielt mit über 50 TopGolf und hält mit den jungen Professionals mit.

 

Wir machen uns für unser Amateurgolf das Wissen von Experten zu Nutze und schauen hier den Golf-Physio-Trainern über die Schulter. Diese haben aus klassischen Yoga-Übungen die „5 Golf-Tibeter“ für ein angemessenes Aufwärmprogramm zusammengestellt. Diese wollen wir euch heute vorstellen. Eignen wir uns die 5 Golf-Tibeter als Routine und zum Einstieg in eine, sagen wir mal allgemein bessere Fitness, an. Da schließe ich mich gerne an!

 

Was sind also diese 5-Golf-Tibeter-Übungen? Wir bezeichnen sie als…

 

1 Schulter Twist

 

2 Rumpf Twist

 

3 Schulter Lifting

 

4 Hüften Glutaen

 

5 Schwung Timing

 

(c) Golf-Physio-Trainer.eu
(c) Golf-Physio-Trainer.eu

 

1.Schulter-Twist
Der Schulter-Twist fördert die Beweglichkeit und Durchblutung von Schulter-, Ellbogen- und Handgelenken.  Die Grafik zeigt, wie ein Schläger mit beiden Händen nach vorne gehalten wird. Dann drehen wir den Schläger langsam von links nach rechts und umgekehrt. Wir beginnen mit 5 Wiederholungen, die langsam und sauber ausgeführt werden sollten.

 

2. Rumpf-Twist
Der Rumpf-Twist fördert die Beweglichkeit für den Auf-, Ab- und Durchschwung.
Durch die vermehrte Beweglichkeit wird hier die Lendenwirbelsäule entlastet. Der Schläger wird mit den Händen zunächst nach oben gestreckt. Die Grafik zeigt auch hier die seitliche Drehbewegung.
 Zu Beachten ist die Position der Arme, die leicht nach vorne gezogen werden. Hier spürt man wieder, welche Bereiche angesprochen werden. Wichtig ist wieder,  dass man nicht an den maximalen Bewegungsanschlag geht. Also nicht übertreiben und auf die korrekte, langsame Ausführung achten. Auch hier beginnen wir mit 5 Wiederholungen. 

 

3. Schulter-Lifting
Das Schulter-Lifting fördert die Beweglichkeit in den Schultergelenken. Die obere Rückenmuskulatur wird dabei leicht gedehnt. Wir halten den Schläger mit angewinkelten Ellbogen, die sich berühren. Die Handgelenke bleiben gerade. Wir bleiben bei 5 langsamen Wiederholungen. Anspannen und Entlasten.

 

4. Hüften Glutaen
Diese Übung fördert die Dynamik der Hüftdrehung beim Durchschwung und
Kräftigt die Beinmuskulatur. Der Schläger wird mit der linken Hand senkrecht auf den Boden
  gedrückt und das rechte Bein angewinkelt über das Knie / den Oberschenkel gelegt. Dazu geht man mit geradem Oberkörper und dem Gesäß etwas runter. Das linke Bein steht fest auf dem Boden. In dieser Sitzstellung verharrt man etwa 5 Sekunden.  Wir wechseln die Seiten und führen die Übung mit jeweils 3 Wiederholungen je Seite durch.

 

5. Schwung-Timing
Die Muskelrezeptoren werden hier nach den kinematischen Gelenkpaaren aktiviert. Die Schwungähnliche Übung wird mit 2 Schlägern durchgeführt. Ein langsames Schwingen in Richtung Endanschläge wird 10 x wiederholt. Die Grafik zeigt, dass hier die Gewichtsverlagerung eine große Rolle spielt. Die rechte Ferse (bei Rechtshändern) wird hier deutlich angehoben.

 

Wir sind der Meinung, dass wir uns dieses Mindest-Aufwärmprogramm auf jeden Fall regelmäßig geben sollten. Was die Wiederholungen oder Anzahl der ganzen Sätze angeht, hört mal in euren Körper. Wie gesagt, diese Übungen sollen zum Angang das Mindestprogramm auf der Range werden. Mal sehen, ob ich die Übung, vielleicht nach einem kleinen Aktivierungslauf, auch zu Hause vor der Abfahrt zum Golfplatz hinbekomme. Wäre doch gelacht, wenn wir uns hier nicht auch noch verbessern könnten. Viel Erfolg, habt Spaß und kommt verletzungsfrei und elastisch durch die Saison.

 

Quelle:  Golf-Physio-Traier.eu 


Golf Fitness - Unsere Basics

Foto: adidas
Foto: adidas

Zunächst einmal Glückwunsch, dass ihr den Bereich Fitness überhaupt ansteuert. Wir wollen euch auch kein Probe-Abo im Fitness-Center verkaufen, sondern einmal gemeinsam den Bereich durchleuchten. Ob Sportskanone oder nicht spielt hier keine Rolle und ob ihr eine werden wollt, müsst ihr selbst entscheiden. Manchmal entscheidet auch das Leben darüber, dass man theoretisch etwas mehr oder weniger Zeit für diese Fitness zur Verfügung hat. Familie und andere Verpflichtungen. Ich wette, die meisten kennen es!

 

Wenn ihr optimiert golfen möchtet, gilt es, sich mit den drei Schwerpunkten auseinanderzusetzen. Naturgesetz! Welche das sind, wird der aufmerksame Leser schon mitbekommen haben oder als „Klassenbester“ schon als Grundwissen mitbringen. Zunächst haben wir die technische Komponente, die aufgrund der komplexen Bewegung schon sehr viele Einzelbereiche aufweist. Dann haben wir die mentale Komponente, die als Ausgangspunkt für das Golfspiel nicht zu vernachlässigen ist. Ihr wisst ja, es eine nicht funktionierende Kopf-Körper-Steuerung für Auswirkungen haben kann. Nicht umsonst sprach Bobby Jones davon, dass Golf auf den paar Zentimetern zwischen den Ohren gespielt wird. Und last but not least haben wir die Golf-Fitness, wie wir sie mal nennen wollen. Andere nennen sie auch gerne Golf-Athletik.

 

Wie auch immer. Dies sind unsere drei Komponenten oder Bausteine, die es jeweils zu optimieren gilt. Ich wette, dass die meisten von uns die Fitness zuerst  vernachlässigen. Wie der Teaser schon andeutet, ist das so eine Sache mit Fitness und gutem Golf. Wenn wir im TV die Körper von John Daly, „Beef“ Johnson und Co. sehen, denkt man schnell, dass man sich das auch sparen kann. Aber kann man sich mit Ausnahmegolfern vergleichen? In den letzten Jahren haben einige korpulentere Professionals versucht auf den allgemeinen Fitness-Train aufzuspringen und haben sich zunächst runtergehungert. Die Folge waren nachlassende Leistungen. Ich kann mich da an Darren Clarke erinnern, der im JoJo dann auch schnell wieder das Ursprungsgewicht gefunden hat. Es ist also alles relativ, aber es geht ja auch nicht ums runterhungern, sondern um Golfspezifische Fitness. Was ist das denn überhaupt?

 

Wenn ihr euch als Golfer noch nie damit beschäftigt habt, wisst ihr trotzdem welche Bereiche des Körpers angesprochen und belastet werden.  Zig Muskeln und  Sehnen merken wir oftmals und auf diese wollen wir hier gar nicht so genau eingehen. Könnten wir als Nichtfachleute auch gar nicht, denn wenn wir uns noch auf die ganzen Fachbegriffe einlassen, dann haben wir alle was zu tun.

 

Was machen wir jetzt hier? Nun, diese Golf-Fitness ist eine sehr individuelle Sache. Verschiedene Typen haben verschiedene Körper und auch noch unterschiedliche Einstellungen zur Fitness. Es geht hier ja darum, die eigenen Möglichkeiten theoretisch steigern zu können, wenn man denn will. Ob man nun mehr oder weniger Wert drauf legt, muss jeder selbst entscheiden. Ihr verdient kein Geld damit, oder? Nehmen wir einmal an, eure golfspezifische Fitness liegt pauschal bei 50%. Ob Ihr nun die 55%, 75% oder 100% erreichen möchtet, liegt ganz bei euch. Welche Entwicklung möchtet ihr als Golfer nehmen? Wie schnell soll diese Entwicklung voran schreiten? Welche Schwerpunkte legt ihr? 

 

Gerade den Bereich der persönlichen Schwerpunkte gilt es in Bezug auf die Fitness zu durchleuchten. Wollen wir nur die 18 Loch konditionell durchhalten, Verletzungen vorbeugen oder eine tatsächliche Leistungssteigerung erreichen, wie hoch auch immer diese ausfallen soll? Im Bereich der Golffitness sollte man allgemein mit Plänen arbeiten, um Regelmäßigkeit zu erreichen und zielgerichtet zu trainieren.

 

Jeder, der in irgendeiner Form schon einmal (wenn auch kleine) Trainingserfolge gefeiert hat, weiß, was dies für ein Gefühl ist und welche Motivation dadurch entstehen kann. Wir hier möchten euch  nur etwas anregen, euch über eure Golffitness Gedanken zu machen und euch inspirieren,  euer Golfspiel auch hier zu entwickeln. Folgt uns in den nächsten Beiträgen und bleibt am Ball! INSPIRE your GOLF (C)