Fitness


 

Es ist theoretisch ganz einfach. Je fitter ein Golfspieler ist, desto bessere körperliche Voraussetzungen hat er für die körperlichen Anforderungen des Golfspiels. Zumindest theoretisch, denn einige Profis auf der Tour spielen mit einem nicht gerade fitten Eindruck ein fantastisches Golf. Wir sagen nur „BEEF“ Johnson. Aber wir sind keine Professionals die gut spielen, sondern wollen uns in diesem Bereich zu unserem Vorteil verbessern. Lasst euch inspirieren und verbessert eure Fitness für ein besseres Golf!


Die 5 Golf-Tibeter by Golf-Physio-Trainer.eu

Der Maestro (c) miguelangeljiminezgolf.com
Der Maestro (c) miguelangeljiminezgolf.com

Das kann doch bald nicht sein, oder? Wir haben die nächste Runde Golf vor Augen und fühlen uns wie die Couch-Potatos. Unser Körper ist für die Aufgaben der komplexen Bewegungen überhaupt nicht vorbereitet. Neben Job, Family und den anderen Aufgaben des alltäglichen Lebens haben wir oft nicht die Zeit, uns ins Fitness-Studio zu begeben und unseren Körper intensiv und nachhaltig das mit auf den Weg zu geben, was er braucht. Klar sind wir keine Pros, aber wir haben ähnliche Verrenkungen vor uns und begeben uns in akute Verletzungs-Gefahr!

 

Ihr wisst alle, wie wichtig körperliche Fitness für ein ordentliches Golfspiel sein kann und leider gibt es keine Token für den Automaten „Mensch“, der auf Knopfdruck beste Voraussetzungen schafft. Wir empfehlen für den Ottonormalgolfer, sich erst einmal eingehend Gedanken über die Notwendigkeit von Fitness, auch als Prävention vor Verletzungen zu machen. Vielleicht ist organisatorisch doch noch ein sportlich ertüchtigendes Rahmenprogramm einzubauen?

 

Verletzungen basieren meist auf einen steifen Körper, der nicht genügend aufgewärmt wurde. Unsere Muskeln und Gelenke wollen vorbereitet werden. 

 

Wir kennen alle den Gummimann Miguel Angel Jimenez, der vor jeder Runde sein ganz spezielles Programm abwickelt. Nein, nicht Zigarre und Rioja, sondern Dehnübungen wie es sich für einen Pro gehört. Es sieht zwar etwas freaky aus, aber der Mann spielt mit über 50 TopGolf und hält mit den jungen Professionals mit.

 

Wir machen uns für unser Amateurgolf das Wissen von Experten zu Nutze und schauen hier den Golf-Physio-Trainern über die Schulter. Diese haben aus klassischen Yoga-Übungen die „5 Golf-Tibeter“ für ein angemessenes Aufwärmprogramm zusammengestellt. Diese wollen wir euch heute vorstellen. Eignen wir uns die 5 Golf-Tibeter als Routine und zum Einstieg in eine, sagen wir mal allgemein bessere Fitness, an. Da schließe ich mich gerne an!

 

Was sind also diese 5-Golf-Tibeter-Übungen? Wir bezeichnen sie als…

 

1 Schulter Twist

 

2 Rumpf Twist

 

3 Schulter Lifting

 

4 Hüften Glutaen

 

5 Schwung Timing

 

(c) Golf-Physio-Trainer.eu
(c) Golf-Physio-Trainer.eu

 

1.Schulter-Twist
Der Schulter-Twist fördert die Beweglichkeit und Durchblutung von Schulter-, Ellbogen- und Handgelenken.  Die Grafik zeigt, wie ein Schläger mit beiden Händen nach vorne gehalten wird. Dann drehen wir den Schläger langsam von links nach rechts und umgekehrt. Wir beginnen mit 5 Wiederholungen, die langsam und sauber ausgeführt werden sollten.

 

2. Rumpf-Twist
Der Rumpf-Twist fördert die Beweglichkeit für den Auf-, Ab- und Durchschwung.
Durch die vermehrte Beweglichkeit wird hier die Lendenwirbelsäule entlastet. Der Schläger wird mit den Händen zunächst nach oben gestreckt. Die Grafik zeigt auch hier die seitliche Drehbewegung.
 Zu Beachten ist die Position der Arme, die leicht nach vorne gezogen werden. Hier spürt man wieder, welche Bereiche angesprochen werden. Wichtig ist wieder,  dass man nicht an den maximalen Bewegungsanschlag geht. Also nicht übertreiben und auf die korrekte, langsame Ausführung achten. Auch hier beginnen wir mit 5 Wiederholungen. 

 

3. Schulter-Lifting
Das Schulter-Lifting fördert die Beweglichkeit in den Schultergelenken. Die obere Rückenmuskulatur wird dabei leicht gedehnt. Wir halten den Schläger mit angewinkelten Ellbogen, die sich berühren. Die Handgelenke bleiben gerade. Wir bleiben bei 5 langsamen Wiederholungen. Anspannen und Entlasten.

 

4. Hüften Glutaen
Diese Übung fördert die Dynamik der Hüftdrehung beim Durchschwung und
Kräftigt die Beinmuskulatur. Der Schläger wird mit der linken Hand senkrecht auf den Boden
  gedrückt und das rechte Bein angewinkelt über das Knie / den Oberschenkel gelegt. Dazu geht man mit geradem Oberkörper und dem Gesäß etwas runter. Das linke Bein steht fest auf dem Boden. In dieser Sitzstellung verharrt man etwa 5 Sekunden.  Wir wechseln die Seiten und führen die Übung mit jeweils 3 Wiederholungen je Seite durch.

 

5. Schwung-Timing
Die Muskelrezeptoren werden hier nach den kinematischen Gelenkpaaren aktiviert. Die Schwungähnliche Übung wird mit 2 Schlägern durchgeführt. Ein langsames Schwingen in Richtung Endanschläge wird 10 x wiederholt. Die Grafik zeigt, dass hier die Gewichtsverlagerung eine große Rolle spielt. Die rechte Ferse (bei Rechtshändern) wird hier deutlich angehoben.

 

Wir sind der Meinung, dass wir uns dieses Mindest-Aufwärmprogramm auf jeden Fall regelmäßig geben sollten. Was die Wiederholungen oder Anzahl der ganzen Sätze angeht, hört mal in euren Körper. Wie gesagt, diese Übungen sollen zum Angang das Mindestprogramm auf der Range werden. Mal sehen, ob ich die Übung, vielleicht nach einem kleinen Aktivierungslauf, auch zu Hause vor der Abfahrt zum Golfplatz hinbekomme. Wäre doch gelacht, wenn wir uns hier nicht auch noch verbessern könnten. Viel Erfolg, habt Spaß und kommt verletzungsfrei und elastisch durch die Saison.

 

Quelle:  Golf-Physio-Traier.eu 


Golf Fitness - Unsere Basics

Foto: adidas
Foto: adidas

Zunächst einmal Glückwunsch, dass ihr den Bereich Fitness überhaupt ansteuert. Wir wollen euch auch kein Probe-Abo im Fitness-Center verkaufen, sondern einmal gemeinsam den Bereich durchleuchten. Ob Sportskanone oder nicht spielt hier keine Rolle und ob ihr eine werden wollt, müsst ihr selbst entscheiden. Manchmal entscheidet auch das Leben darüber, dass man theoretisch etwas mehr oder weniger Zeit für diese Fitness zur Verfügung hat. Familie und andere Verpflichtungen. Ich wette, die meisten kennen es!

 

Wenn ihr optimiert golfen möchtet, gilt es, sich mit den drei Schwerpunkten auseinanderzusetzen. Naturgesetz! Welche das sind, wird der aufmerksame Leser schon mitbekommen haben oder als „Klassenbester“ schon als Grundwissen mitbringen. Zunächst haben wir die technische Komponente, die aufgrund der komplexen Bewegung schon sehr viele Einzelbereiche aufweist. Dann haben wir die mentale Komponente, die als Ausgangspunkt für das Golfspiel nicht zu vernachlässigen ist. Ihr wisst ja, es eine nicht funktionierende Kopf-Körper-Steuerung für Auswirkungen haben kann. Nicht umsonst sprach Bobby Jones davon, dass Golf auf den paar Zentimetern zwischen den Ohren gespielt wird. Und last but not least haben wir die Golf-Fitness, wie wir sie mal nennen wollen. Andere nennen sie auch gerne Golf-Athletik.

 

Wie auch immer. Dies sind unsere drei Komponenten oder Bausteine, die es jeweils zu optimieren gilt. Ich wette, dass die meisten von uns die Fitness zuerst  vernachlässigen. Wie der Teaser schon andeutet, ist das so eine Sache mit Fitness und gutem Golf. Wenn wir im TV die Körper von John Daly, „Beef“ Johnson und Co. sehen, denkt man schnell, dass man sich das auch sparen kann. Aber kann man sich mit Ausnahmegolfern vergleichen? In den letzten Jahren haben einige korpulentere Professionals versucht auf den allgemeinen Fitness-Train aufzuspringen und haben sich zunächst runtergehungert. Die Folge waren nachlassende Leistungen. Ich kann mich da an Darren Clarke erinnern, der im JoJo dann auch schnell wieder das Ursprungsgewicht gefunden hat. Es ist also alles relativ, aber es geht ja auch nicht ums runterhungern, sondern um Golfspezifische Fitness. Was ist das denn überhaupt?

 

Wenn ihr euch als Golfer noch nie damit beschäftigt habt, wisst ihr trotzdem welche Bereiche des Körpers angesprochen und belastet werden.  Zig Muskeln und  Sehnen merken wir oftmals und auf diese wollen wir hier gar nicht so genau eingehen. Könnten wir als Nichtfachleute auch gar nicht, denn wenn wir uns noch auf die ganzen Fachbegriffe einlassen, dann haben wir alle was zu tun.

 

Was machen wir jetzt hier? Nun, diese Golf-Fitness ist eine sehr individuelle Sache. Verschiedene Typen haben verschiedene Körper und auch noch unterschiedliche Einstellungen zur Fitness. Es geht hier ja darum, die eigenen Möglichkeiten theoretisch steigern zu können, wenn man denn will. Ob man nun mehr oder weniger Wert drauf legt, muss jeder selbst entscheiden. Ihr verdient kein Geld damit, oder? Nehmen wir einmal an, eure golfspezifische Fitness liegt pauschal bei 50%. Ob Ihr nun die 55%, 75% oder 100% erreichen möchtet, liegt ganz bei euch. Welche Entwicklung möchtet ihr als Golfer nehmen? Wie schnell soll diese Entwicklung voran schreiten? Welche Schwerpunkte legt ihr? 

 

Gerade den Bereich der persönlichen Schwerpunkte gilt es in Bezug auf die Fitness zu durchleuchten. Wollen wir nur die 18 Loch konditionell durchhalten, Verletzungen vorbeugen oder eine tatsächliche Leistungssteigerung erreichen, wie hoch auch immer diese ausfallen soll? Im Bereich der Golffitness sollte man allgemein mit Plänen arbeiten, um Regelmäßigkeit zu erreichen und zielgerichtet zu trainieren.

 

Jeder, der in irgendeiner Form schon einmal (wenn auch kleine) Trainingserfolge gefeiert hat, weiß, was dies für ein Gefühl ist und welche Motivation dadurch entstehen kann. Wir hier möchten euch  nur etwas anregen, euch über eure Golffitness Gedanken zu machen und euch inspirieren,  euer Golfspiel auch hier zu entwickeln. Folgt uns in den nächsten Beiträgen und bleibt am Ball! INSPIRE your GOLF (C)