Herbst/Winter-Spezial

 

In dieser neuen Rubrik möchten wir euch spezielle Inspirationen anbieten, die ein Golfer besonders gut in den dunkleren Monaten gebrauchen kann. Lieber weiter am Ball bleiben und weniger rosten als umgekehrt. Wir sollten es positiv sehen und den Herbst/Winter als Chance nutzen, um uns golftechnisch mit Dingen zu beschäftigen, die wir im Sommer vernachlässigt haben! Und da gibt es sicherlich einiges, oder?!  

 

 

 



Herbst-/Winterinspirationen Teil 2

Weiter geht's mit unseren Herbst-/Winter-Inspirationen, hier dem 2. Teil. Möglicherweise findet Ihr einen Baustein, der euch fehlt und gerade jetzt gute Dienste leistet?! Schaut mal rein...

 

Spielsituationen trainieren

Die unterschiedlichen Spielsituationen sollten sich natürlich im speziellen Training wiederfinden. Besonders wichtig ist es, dem kurzen Spiel, dem Vorrang zu geben, wie z.B. den „Up and Down“ Spielsituationen.  Bei diesen hat  man das Grün verfehlt und versucht mit Chip und Putt das Ergebnis zu retten. Hier sollten die verschiedenen Situationen mit unterschiedlich geeigneten Schlägern trainiert werden. Qualität vor Quantität (mit wenig Bällen) führt ebenfalls zu einer besseren Konzentration auf den einzelnen Schlag.

   

Den Ball beim Chip flach halten

Wer den Ball beim Chip flach hält, wird durchschnittlich bessere Ergebnisse damit erzielen, als bei höheren Spielvarianten. Bei den hohen Varianten ist es schwieriger, den Ball sauber und in der gewollten Dosierung zu treffen. Weiterhin verspringt der Ball gerne mal oder bleibt zu schnell liegen. Die flache Variante lässt sich unterm Strich einfacher spielen und besser dosieren. Deshalb sollte man ergebnisorientiert den Ball flach halten. Auch bei längeren Annäherungen bis ca.100 m sollte man überlegen, ob die Möglichkeit einer flachen Annäherung nicht in Frage kommt. Bei offenem Grünzugang und ausreichend Rollweg auf dem Grün zur Fahne kann diese eher unpopuläre Art der Annäherung sehr erfolgreich sein. Probiert diesen langen Chip/Punch mal beim Training aus!   

 

Ball hinter die Fahne schlagen

Da die meisten Amateure bei Ihren Annäherungsschlägen zu kurz bleiben, sollte man versuchen, den Ball hinter die Fahne zu schlagen. Dazu ist manchmal auch ein längeres Eisen als ursprünglich geplant geeignet. Wenn hinter dem Grün Gefahren lauern, ist natürlich Vorsicht geboten, da der zu lange Ball mehr Schaden anrichten kann als ein zu kurz gespielter Ball. Wenn jedoch keine Gefahren drohen, sollte man versuchen, den Ball hinter die Fahne zu spielen.   

 

Ins Regelbuch schauen

Gerade nach einer längeren Pause ist die Auffrischung der wichtigsten Regeln und Platzregeln zu empfehlen. Da der Mensch von Natur aus vergesslich ist, kann schon einmal etwas durcheinander geraten. Wenn über einen längeren Zeitraum z.B., eine bekannte Regel nicht mehr angewendet werden musste, kann dies zu einer peinlichen Situation führen. Dies kann im Wettspiel natürlich besonders unangenehm enden. Mit einer Auffrischung bleibt man regelsicher und kann davon nur profitieren. Auch unsere Freunde von GolfRules präsentieren in ihren Auftritten immer wieder

interessante Regelsituationen mir ihren Decisions. Verfolgt sie online bei Facebook oder via App. Es lohnt sich! 

 

Den Ball zurück ins Spiel bringen

Ein falsch verstandener Ehrgeiz kann ein unangenehmer Gegner für den Hobbygolfer werden. In vielen Situationen ist es wichtiger den Ball mit Distanzverlust, aber sicher wieder ins Spiel zu bringen, als riskante Schläge zu wagen und Folgefehler zu provozieren. Eine Rettungsmöglichkeit sollte immer die folgende Schlaglängenplanung zu Loch beinhalten. Ein sicher ins Spiel gebrachter Ball kann lieber einen längeren Schlag ins Grün zur Folge haben, als einen weiteren Fehlschlag retten zu müssen. Was bei den Professionals im TV sensationell aussieht ist für einen Amateur nur selten erreichbar. Der Score wird es einem danken, wenn man seinen Ehrgeiz in solchen Situationen unter Kontrolle hat.    

 

Das persönliche Par festlegen

Für Anfänger oder noch nicht so fortgeschrittene Spieler ist es wichtig, sich keinen unnötigen Druck zu erzeugen. Ein langes Par 5 muss nicht unbedingt in fünf Schlägen gespielt werden, wenn man die entsprechende Spielstärke noch nicht erreicht hat. Ja nach Handicap sollte man also ein oder zwei Schläge zu einem persönlichen Par aufaddieren. Dieses persönliche Par nimmt den Druck und lässt die Bahn –je nach Können – auch anders planen. Vergessen wir niemals die Bedeutung von PAR. Professional Average Result. Wie wäre es als mit unserem AAR?    

 

Problemschläge gezielt trainieren

Jeder kennt seine Problemschläge. Die unangenehmen Schläge, die man eigentlich gar nicht auf der Runde haben möchte. Ob eine Lage im Rough, Grünbunker oder Drive – es hilft nichts vor dem vermeintlichen Problemschlag zu fliehen. Ein gezieltes und richtiges Training genau dieser Problemschläge verhilft einem dazu, diese Schläge ordentlich zu meistern.

 

Erst einen Plan entwickeln

Eine Spielbahn ist besser zu bewältigen, wenn diese zuvor gedanklich geplant wurde. Stärken und Schwächen des Spielers können durch taktische Varianten und entsprechende Schlägerwahl optimal berücksichtigt werden. Bei der gedanklichen Planung sind die Zwischenziele vom Tee bis zum Loch zu definieren und in klaren Zielvorgaben „abzuarbeiten“. Abweichungen werden bei der Planung des nächsten Schlages mit berücksichtigt.

 

Wir hoffen, dass Euch einige Ansatzpunkte bereits bekannt vorkommen. Vielleicht geht es euch so wie uns. Einige schlaue Dinge will man konservieren, doch der Zahn der Golfzeit nagt und der schlaue Hinweis rückt in den Hintergrund. Darum kramen wir diese Hinweise und Inspirationen mal jetzt heraus, beschäftigen uns wieder intensiver mit Ihnen und setzen sie sogar um. Der Weg ist das Ziel. Vielleicht bleibt ja auch etwas Brauchbares kleben? Viel Spaß mit diesen Inspirationen! C

 


Herbst/Winter-Inspirationen Teil 1

Der Ball liegt vor mir und es ist noch etwas frisch. Der Abschlag war leicht mit Morgentau bedeckt und die Anlage ist ungewöhnlich ruhig. Eigentlich ganz wunderbar, wenn nicht das Gras nicht so lang und feucht wäre.

 

Mein Eröffnungsdrive, den ich zu Beginn schon sehr kompakt halte, um einen Guten-Morgen-Slice zu verhindern war gerade auch nicht das Gelbe vom Ei. Ich sollte doch mehr Zeit mit dem Aufwärmen verbringen. Er ging zwar schön vom Blatt weg, aber natürlich nicht gerade.  Irgendwo leicht links vor den Bunkern muss er liegen. Gott sei Dank steht da kein nackter Baum, der seine Blätter als Waffe gegen die Golfer einsetzt. An der Stelle angekommen, entdecke ich den Ball. Wie ein Artilleriegeschoss liegt er da eingegraben. Die Länge hätte man im Sommer mit einem Hybrid hinbekommen. Keine Frage, die Jahreszeiten , die ein anderes Golfdenken verlangen haben Einzug gehalten. Mal Abstand nehmen von den sommerlichen  Bedingungen und Leistungen ist angesagt. Mentalspiel halt.

 

Und sonst so? Na ja, die Tage sind schon schmerzhaft  kürzer, dass es sich für Golfer wie eine Körperverletzung anfühlt, trotz moderater Tageszeit nicht mehr normal spielen zu können. Da unser Glas jedoch immer halbvoll (und nicht halb leer) ist, machen wir einfach das Beste draus. Literatur, Zeitschriften, Filme sind eine schöne zusätzliche Beschäftigung. Golfliteratur, Golfzeitschriften und Golffilme natürlich. Aber natürlich kann man sich auch anderweitig und für einen Golfer produktiv betätigen. Das Saisonende ist gleichzeitig der Beginn einer angemessenen Saisonvorbereitung. Was man bei nicht alles zu bedenken und zu beachten. Aus der Vielzahl der natürlich nicht ganz unbekannten Hinweise haben wir euch mal ein paar gute Hinweise rausgesucht, mit denen man sich in dieser ungemütlichen Zeit auch mal beschäftigen kann.  Heute starten wir mit Teil 1 und demnächst mit dem 2. Teil. Viel Spaß damit!    

 

Ausrüstungscheck

OK, fangen wir hier an: Eisen und Hölzer sind unsere liebsten Kinder, doch wir halten sie oft nicht in Ordnung. Neben der Kontrolle der Griffe auf anständigen Halt, ist auch die Sauberkeit unserer Schläger eigentlich ein Muss. Griffe können übrigens gut mit warmer Seifenlauge abgeschrubbt werden und für die Grooves gibt es Spezialwerkzeug. Ein spitzer Gegenstand tut es aber auch. Weiterhin gilt es zu überprüfen, ob sich kleine Beschädigungen versteckt halten, die es zeitig zu reparieren gilt. Auch das Bag und die zugehörige Ausrüstung kann besonders vor der Saison mal wieder kontrolliert, gereinigt, gepflegt oder sogar ausgetauscht werden. Das Spiel wird es einem danken.    

 

Equipment optimieren

Der Rückblick auf die vergangene Saison zeigt auf, mit welchem Material wir noch Probleme haben oder bei welchen Distanzen wir nicht den richtigen Schläger im Bag haben. Ein Hybrid  oder Wedge mit dem richtigen Loft oder Bounce können unseren Satz sinnvoll und für unsere Spielweise ergänzen. Weiterhin sollte man den richtigen Schläger-Flex für seinen Schwung finden. Hier können kleine Abweichungen große Auswirkungen haben. Ebenso sollte man selbstkritisch überdenken, ob man beispielsweise mit den wunderschönen Blades zurechtkommt, die man unbedingt haben wollte. Einen Cavity-Back-Schläger zu spielen ist für einen fortgeschrittenen Amateur keine Schande. Auch hier zeigen die Ergebnisse auf dem Platz die Wahrheit auf. Manche machen es sich hier unnötig schwer. Unter Umständen macht natürlich auch ein Fitting  Sinn. Jetzt hat man Zeit für so etwas.

 

Auf jedes Wetter vorbereitet sein

Da die Launen der Natur ein fester Bestandteil des Spiels sind, sollte der kluge Golfer gerade jetzt auf jede Wettersituation vorbereitet sein. Wir sollten sowohl vor starker Hitze, Sonneneinstrahlung, Wind, Regen und Kälte immer die richtige Ausrüstung dabei haben. Wechselhandschuhe oder –tücher sind bei Regen genauso wichtig wie der Schirm. Wer sich rechtzeitig mit den Wettervorhersagen beschäftigt und sein Bag auch den Jahreszeiten gerecht vorbereitet, wird gegen die Widrigkeiten besser gewappnet sein und somit besser spielen können.    

 

Gezielt auf der Range üben

Qualität geht vor Quantität, besonders beim Trainieren auf der Range. Wer also etwas Spezielles trainieren möchte und sich nicht nur warm macht, dem wird empfohlen, sich Zeit zu nehmen und jedem einzelnen Ball die notwendige Beachtung zu schenken. Wenn an Schwungmustern gefeilt wird, ist jeweils eine kleine Pause zwischen den einzelnen Schlägen zu empfehlen und genügend Zeit für die gleichbleibende Pre Shot Routine einzuplanen. Möchte man nur allgemein trainieren wird ein imaginärer Course empfohlen, der auf der Range durch unterschiedliche Korridore und unterschiedlich entfernte Ziele zu absolvieren ist. Dabei spielt man jeweils nur einen Ball und wechselt danach den Schläger, um sich so dem Ziel zu nähern. Beispiel: Drive (H1), Transportschlag (E6), Pitch(PW) Chip (E9). Ein tolles Trainingsbuch findet Ihr unter der Rubrik "Training allgemein".

 

Zwischenziel setzen

Dieser Hinweis hat gleich mehrfach Bedeutung. Zunächst sollte man sich ein konkretes Ziel überlegen und den Weg dorthin über ein Zwischenziel einschlagen. Beispiel gerade lange Eisen über mittlere Eisen ansteuern. Weiterhin sollte man in punkto Ausrichtung das Zwischenziel auf dem Boden suchen, welches von der Ballposition aus zum Ziel führt. Manchmal spielt einem die Parallelverschiebung der Augen doch einen Streich und man richtet sich unbewusst falsch aus. Eine weitere Bedeutung hat das Zwischenziel in der taktischen Aufteilung der Bahn. Unter Berücksichtigung der Schlaglängenplanung sollte man sich auf dem Weg vom Tee zum Loch immer ein konkretes Zwischenziel setzen, welches mit dem ausgewählten Schläger erreicht werden soll.

 

Wir hoffen, dass Ihr im ersten Teil dieser Miniserie einige Inspirationen mitnehmen könnt?! Viel Spaß und bis zum nächsten Mal bei Inspire your Golf!C