Dr. Bob Rotella`s Mentalbibel


(c) Bob Rotella, YouTube
(c) Bob Rotella, YouTube

Dr. Bob Rotella ist ein renomierter Sportpsychologe und Autor einiger superguter Golf-Mentalbücher. Viele Tour-Professionals nehmen seine Hinweise ernst und seine Dienste in Anspruch. In seinem Buch >Golf is not a Game of Perfect< gibt er zusammenfassend die wichtigsten Mentaltipps preis. Für uns ist dies wie eine Bibel für das Mentalspiel und Grund genug, eine Buchvorstellung mal anders vorzunehmen. Wir nennen den Beitrag Dr. Bob Rotella`s Mentalbibel. Lest hier seine Tipps in sechs Teilen mit einem Versuch unserer Auslegung. Viel Spaß und Erfolg!  



Teil 1/6

“Wettkampf-Golf spielt sich vorwiegend zwischen den Ohren ab.” (Zit: Bobby Jones)

 

Wie Ihr alle wisst und wie wir schon öfter angesprochen haben, bringt es das Zitat von Bobby Jones auf den Punkt. Für uns Amateure braucht es nicht mal Wettkampf-Golf zu sein. Nein! Dass Golf überhaupt zwischen den Ohren gespielt wird sollte mittlerweile jedem bekannt sein. Das Werkzeug für dieses Spiel heißt nicht Putter, Driver oder Eisen 7 sondern Mentalspiel.

 

Wir huldigen hier in dieser folgenden Miniserie einen der absoluten Obergurus, dessen Buch wir hier schon einmal vorgestellt haben. „Der 15. Schläger“ ist als Mentalbuch mittlerweile sehr bekannt; und das zurecht! Etwas unbekannter ist ein Vorgängerbuch von Sportpsychologe Bob Rotella. „Golf is not a game of perfect“. In diesem Buch verfasste Rotella Grundsätze, die wie in Stein gemeißelt wie biblische Grundsätze des Mentalspiels wirken. Diese Grundsätze sind so elementar und die Essenz des Mentalspiels, dass damit Professionals gearbeitet haben und sich die für sie wichtigsten Grundsätze sogar ans Bag geheftet haben. Das IYG-Reminderbord lässt grüßen!

 

Wir finden diese Grundsätze ebenfalls so bedeutend, dass wir euch dieses Buch konzentriert über diese Grundsätze vorstellen möchten! Da es einige sind, stellen wir euch hier diese Grundsätze ganz entspannt Teilen vor. Nehmt es ernst, verinnerlicht es und versucht es umzusetzen.  Viel Spaß mit Bob Rotella und dem Output von „Golf is not a game of perfect”

 

§ 1

 

Eine Person mit großen Träumen kann große Dinge erreichen.

 

IYG: Großartiges Golf muss man innerlich / mental zulassen. Nur wer sich mutig seinen Visionen Raum gibt, etwas erreichen zu können, hat auch die Chance diese Dinge zu erreichen. Und das soll hier fantastisches Golf sein.  

 

§ 2

 

Menschen werden im Großen und Ganzen zu dem, was sie über sich selbst denken.

 

IYG: Das eigene Selbstbild ist ein zentraler Kernpunkt des Mentalspiels. Wer mental stark ist, denkt auch positiv über sich und hat keine Zweifel, ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

 

§ 3

 

Golfpotential hängt vor allem von der Einstellung ab, Geschick mit Wedges und Putter, und wie gut bzw. positiv ein Golfer denkt. Große Golfer sind einfach ganz einfache Menschen, die gut denken und außergewöhnliche Taten vollbringen.

 

IYG: Die Kernfaktoren für gutes Golf sind das Mental- und Kurzspiel mit Putter und Wedges. Gute Golfer sind im Grunde keine besonderen Menschen. Sie haben nur die Fähigkeit genau so positiv zu denken, wie es gutes Golf erfordert. 

 

§ 4

 

Freier Wille ist die größte Quelle eines Golfspielers von Stärke und Macht. Zu entscheiden, wie man denkt, ist eine entscheidende Fähigkeit.

 

IYG: Ihr denkt, Ihr habt beim Golf einen freien Willen? Das wäre schön, denn ganz so einfach ist es nicht. Die Fähigkeit frei zu denken bedeutet frei von Zwängen. Auch inneren Zwängen, die im Unterbewusstsein verankert sind. Erst, wenn man sich davon völlig frei machen kann, kommt man in die Richtung sein volles Potential auszuschöpfen.

 

§ 5

 

Golfer, die ihr Potenzial erkennen, kultivieren bzw. verinnerlichen in der Regel

 

die drei D`s:

 

Desire, Determination, Discipline (Verlangen, Entschlossenheit, Disziplin);

 

die drei P`s:

 

Persistence, Patience, Practice (Ausdauer, Geduld, Übung), und

 

die drei C`s:

 

Confidence, Concentration, Composure (Vertrauen, Konzentration, Gelassenheit)

 

IYG: Diese jeweils drei DPC`s  fassen die neun wichtigsten Schlagworte für mental erfolgreiches Golf. Wer an sich und seine Möglichkeiten glaubt, hat mit den o.g. Schlagworten meist kein Problem wie man so schön sagt. Beurteilt euch selbst mal ehrlich in diesen neun Bereichen, überlegt wo ihr steht und wie ihr in Richtung dieses Optimums kommt.   

 

§ 6

 

Es gibt keinen Golfspieler, der über seinen Kopf spielt. In einer heißen Phase zu sein, bedeutet nur  einen Blick auf das wahre Potenzial eines Golfers zu bekommen.

 

IYG: Man bewundert schnell Golfer, die eine absolut heiße Phase haben. Wo alles klappt. Die die unmöglichsten Schläge zustande bringen. Das ist keineswegs Kopfgesteuert, sondern passiert einfach. Es kann überhaupt nur passieren, weil diese Spieler dies mental zulassen. Jede dieser Phasen vergeht irgendwann einmal. Aber man konnte erkennen, zu was der Spieler grundsätzlich in der Lage ist. Das kann bei euch genau so sein, wie beim Weltranglistenersten.

 

So, wohl dosiert lassen wir diesen Input erst einmal sacken. Mentalspiel funktioniert nicht durch bloßes Lesen. Es kann grundsätzlich durch echtes Verinnerlichen funktionieren. Übungen und Training können beim Verinnerlichen helfen. Was Rotella auch immer wieder sagt ist, dass gutes Mentalspiel, wenn einmal vorhanden, nicht automatisch bleibt. Es erfordert ebenfalls ein ständiges Training und Beachtung!

 

Teil 2 demnächst in diesem Kino.