Mentalspiel


 

Das Mentalspiel entscheidet häufig über gute und schlechte Runden. Professionals haben das Mentalspiel als wichtigen Trainingsbaustein aufgenommen. Amateure sollten dies auch tun, um auf ihren Runden davon zu profitieren. Dies ist kein Hexenwerk! Lasst euch inspirieren, euer Mentalspiel zu verbessern. Viel Spaß dabei!



Wenn Dein Handschuh mit Dir spricht....

Was haben wir uns vor einer neuen Runde Gedanken gemacht. Gerade die wackeligen  Bereiche unseres Spiels hatten wir analysiert und wollten es bei der nächsten Runde besser machen.

 

Auf dieser nächsten Runde waren wir wieder etwas abgelenkt und in unser Spiel vertieft. So mussten wir zulassen, dass wir entscheidende Gedanken doch etwas verdrängt haben, obwohl wir diese auf der Runde hätten gebrauchen können.

 

Hier hatten wir ja mal unser „Reminderboard“ vorgestellt, welches am Trolley sichtbar befestigt ist, und uns beim Schieben des Gefährts an wichtige Dinge für unser Spiel erinnert. Dies ist eine Möglichkeit. Eine andere ist noch näher am Spieler als der Trolley. Unser Golfhandschuh!

 

Ein Handschuh bietet einige unterstützende Möglichkeiten auf dem Platz. Das Einzeichnen von Hilfspunkten oder den Griff unterstützende Linien  kennt ihr ja vermutlich. Wenn nicht, fragt mal euren Pro. Ist im Übrigen regelkonform!  Für die Griffigkeit, einen festen Halt am Schlägergriff und das Aufsaugen von Körperflüssigkeiten ist er ja konzipiert. Aber er kann auch anders!

 

Manchmal, wenn wir es zulassen spricht unser Handschuh mit uns! Ob es wie ein Caddie oder eine psychologische Betreuung wirken soll, überlassen wir mal euch. Aber wir müssen dem Handschuh das sprechen beibringen, indem wir ihn mit der Abkürzung einer wichtigen Kernbotschaft beschriften. Abkürzung deshalb, weil wir die Botschaft auf wenig Platz platzieren müssen. Handschuh deshalb, weil Ihr euch damit den Gang ins Tattoo-Studio sparen könnt.

Ihr alle kennt diesen WENDY-Witz! Wir wissen sofort: Welcome to New York City and have a nice day! J Das Prinzip wussten schon Snead und Hogan anzuwenden. Mit D T H F erinnerte sich Snead den recherchen zufolge an: Dont`t try to hit far! Ein Credo, welches ihm über seinen Handschuh ständig auf der Runde „ansprach“.

Eine weitere passable Abkürzung kann nach dem Credo von Ben Hogan signiert werden: L C D W – Let the club do the work! Oder sowas wie M I N S – Most Important (Shot ist the) Next Shot! Auch wenn die meisten Herren lieber eine Unterschrift von Paige Spiranac auf dem Handschuh hätten, analog die Damen von Sunnyboy Rickie oder Bryson vielleicht, helfen euch sinnvolle Botschaften eher weiter.

So könnte euch euer Handschuh zärtlich mit S M I L E ansprechen und für positive Gedanken sorgen. Auch ein A S C für Ask the Selfcaddie, oder ein     E S C für Every Shot Counts wäre denkbar. Ganz cool natürlich I Y G – Inspire Your Golf!

Habt Ihr andere Ideen, die euch als Handschuhbotschaft auf der Runde helfen können. Sicher, irgendeinen Quatsch zu schreiben geht natürlich auch; aber ob euch das an eine wichtige Kernbotschaft erinnert?

Viel Spaß beim grübeln, pinseln und inspirieren lassen! 


Inspiration Tiger

14.04.2019. Tiger Woods gewinnt das Masters 2019! Noch unter dem Einfluss der Masters-Finalrunde mit dem sensationellen Erfolg von Tiger Woods verfassen wir hier unsere Mittwochsinspiration. Die einzelnen Daten und Informationen über Siege, deren Umstände und über dieses grandiose Comeback konnten wir alle dutzendfach verfolgen. Was können wir, neben dem Wissen Golfgeschichte miterlebt zu haben, von seinem Sieg mitnehmen?

 

Wir Amateuerhacker sind gefühlte Lichtjahre von dem Leistungsvermögen eines Tiger G.O.A.T. Woods entfernt. Seid demütig! Mit seinem Triumph beweist er uns erneut, dass Golf so wechselhaft ist, wie das Leben. Mit 2 Schlägen Rückstand auf Molinari ging er von Anfang an konzentriert und fokussiert in die Finalrunde. Moli machte zunächst keinen Fehler. Tiger fiel nach Bogeys jeweils  zurück und antwortete mit Birdies. Er glaubte an sich und hatte – nach eigener Aussage – das große Ziel vor Augen, dass seine Kinder ihren Vater dort in Augusta siegen sehen. Was muss das für eine Motivation gewesen sein?!

 

Molinari und die zwischenzeitlich in geteilter Führung liegenden Erstplatzierten machten einen starken Eindruck. Tiger blieb ruhig, konzentriert, fokussiert und lauerte auf seine Chance. Er spielte unter diesem Druck solide Schläge und blieb dabei. Im Amen Corner klingelte dann die „goldene Glocke“ (#12, Golden Bell).

 

Molinari und Finau landeten im Rae`s Creek und Tiger traf das Grün.  Für ein Birdie zu weit vom Loch entfernt, aber das Par war gesichert. Molinari und Finau kassierten quasi aus dem Nichts ein Doppelbogey. Die anderen Titelaspiranten konnten nicht mehr nachlegen und TW ging mit zwei Schlägen Vorsprung auf die 18.

 

Hier ging er auf Sicherheit und jetzt versuchen wir einmal den ganzen Druck nachzuempfinden. Letzter Majorsieg 11 Jahre her. Von den meisten Leuten abgeschrieben, verspottet, vor nicht allzulanger Zeit von Platz 1 der OGWR auf Platz 1005 abgerutscht. Und teet dann an der 18 in Augusta zum größten Comeback der Golfgeschichte auf. Nach einem Holz 3, Transport (E 8 !?) und Wedge landet er mit dem dritten Schlag sicher auf dem Grün. Ein Angriff war nicht notwendig, denn er wusste, dass er sich das Bogey erlauben konnte. Mit zwei Putts spielte er das Bogey und gewann das Masters.

 

Zu jeder Zeit hatte Tiger Woods das große Ziel im Auge. Er machte zu jedem Zeitpunkt instinktiv das Richtige! Er spielte solide und nicht sonderlich spektakulär. Er war konzentriert, fokussiert und durch die Rahmenbedingungen sicherlich auch inspiriert! Wäre es nicht schön, wenn man auf diese Art und Weise sein Spiel durchziehen kann?! Auch nach den ganzen Tiefschlägen ist er zurückgekommen. Und wir lassen zu, dass wir uns selbst eine Runde wegen Nichtigkeiten zerstören und frühzeitig die Runde innerlich aufgeben oder sogar Golf an den Nagel hängen wollen. Really? Wie kommt man also zurück ins Buisness? Auf einer Runde oder allgemein.  Hören wir auf seinen

Werbepartner...... Just do it!            

 


Eine schöne Amateurrunde 2/2

Da der Chip ein relativ leichter Schlag ist, versuchte ich mich oft in diese Situationen zu bringen. Mit vielen flachen Chips brachte ich meinen Ball unspektakulär und sicher in Richtung Fahne und erarbeitete mir noch gute Chancen auf ein Par. 

 

Mein Putting wickelte ich wie eine Maschine ab. Die Puttroutine wurde sehr aufmerksam  durchgezogen.  Bälle wurden markiert und gereinigt, Linien und Entfernungen gelesen sowie gute Visualisierungen zu Rollwegen und Geschwindigkeiten vorgenommen.  Nach den Probeschwüngen konnte ich meine Bälle immer gut in Richtung Loch steuern und manchmal fiel dann auch einer. Alle Entfernungen wurden auf die gleiche Art und Weise abgewickelt , nur die Tap-In`s sofort versenkt. Mein Plan hinsichtlich der Fahne stand  von Beginn an fest und wurde rechtzeitig mit dem Flightpartner kommuniziert. Bis vier Meter wollte ich ohne Pin putten, darüber hinaus mit.

 

Das Scoring war mir an diesem Tage so gut wie egal. Jeder Schlag wurde akzeptiert und der Score nach dem Loch nüchtern notiert. Ich schaffte es, mir im Laufe der Runde keine Gedanken über den Score zu machen.  Er wurde aufgeschrieben fertig. Mir war immer klar, dass das Resultat an einem Loch letztendlich für den Gesamtscore unbedeutend ist. Abgerechnet wird immer zum Schluss, daher war es müßig, meine Gedanken in Richtung Score zu verschwenden.  Die Konzentration lag mehr auf dem nächsten Schlag. Oft hört man davon und diesmal konnte ich es wieder umsetzen.     

 

Mental war ich überhaupt sehr gut drauf. Konzentriert, Selbstbewusst, Focussiert und doch gelassen.  Ich war in der Lage, mich über die weniger guten Schläge nicht zu ärgern und wirklich jedes Ergebnis zu akzeptieren. Sogar bei kürzeren, verschobenen Putts konnte ich noch Lachen. So musste ich erst gar keinen Ärger bis zum  nächsten Tee loswerden.  Auch wenn meine Spielweise eher defensiver anmutete, hatte ich mich in ausgewählten und bestimmten Situationen bewusst für den etwas aggressiveren Schlag entschieden. Weiterhin war mir auch von vorne herein klar, auch dieses Ergebnis klar zu akzeptieren und dass es mein weiteres Spiel nicht beeinflussen wird.        

 

Am Ende wertete ich die Scorekarte aus. Mein Unterbewusstsein sagte mir nur, dass es heute mal ganz gut gelaufen war.  Nach der Addition konnte ich wirklich mehr als zufrieden und stolz sein. Stolz deshalb weil ich registrierte, dass ich viele antrainierte Dinge positiv auf dem Platz umsetzen konnte und mir das offensichtlich Schläge gespart hatte.  Die einzelnen Trainingselemente und Übungen  schienen sich wie ein Puzzle zusammengesetzt zu haben. Diese Elemente und einzelnen Denkweisen ergaben nach der positiven Umsetzung jetzt noch mehr Sinn.  Ich konnte mein Spiel zusammenhalten und habe keinen schwerwiegenden Fehler gemacht. Kleine Fehler hatten keine desatrösen Auswirkungen. Weder für den Score noch für meinen Mentalhaushalt.

 

Die Was-wäre-wenn-Frage stellt sich mir nicht. Von „Hätte ich diesen Putt gelocht“ kann ich mir nichts kaufen. Das ist Golf! Sicher weiß ich aber, dass es nächstes mal wieder etwas unglücklicher laufen kann, aber ich habe eine Art Blaupause und weiß instinktiv, dass ich versuchen muss, mich über die Art, wie diese Leistung zustande gekommen ist, zu verbessern. Weiterhin registriere ich über die  Rundenauswertung, welche Bereiche noch intensiver trainiert werden könnten.

 

Schön ist es, von einer solchen Runde zu zehren und mich als Golfer übe diese Erfahrung weiter zu entwickeln. Und da nach der Runde vor der Runde ist, gilt es nunmehr weiter zu trainieren und die nächste Runde vielleicht auch so hinzubekommen. 

 

Also, wir hoffen, wir konnten euch hiermit für die Gedankengänge inspirieren, die euch bei eurem Mentalspiel weiterhelfen. Einstellung ist alles; vor der Runde, auf der Runde und danach. Natürlich weicht die hier beschriebene Runde von eurer persönlichen vermutlich etwas ab. Kein Thema, ihr dürft oder sollt natürlich auch anpassen. Es soll ja eure schöne Runde werden! Viel Spaß und Erfolg wünscht euch euer Inspire Your Golf Team!    

 

 


Eine schöne Amateurrunde 1/2

Mentalspiel is everywhere! Mit gutem Mentalspiel können wir ja einiges erreichen. Wir wissen hoffentlich wer wir sind, wie wir tatsächlich spielen und welches realistisch zu erreichende  Ziel uns glücklich machen würde. Wie kann eine für uns tolle und realistisch zu erreichende Runde also aussehen? Kopfkino an und Film ab. Wir präsentieren euch an einem Beispiel in zwei Teilen, wie eine solche Runde aussehen könnte. Eine schöne Amateurrunde! Probiert es mal anhand eurer Einschätzung aus! Und immer schön positiv und realistisch bleiben! Here we go!

 

Das war mal wieder eine gute Runde! Wie oft wünschen wir Amateure uns, diesen Gedanken mal wieder mit gutem Gewissen abspeichern zu dürfen. Unabhängig von irgendwelchen Handicaps dreht es sich ja meist um Zahlen, Punkte oder Siege im Matchplay. Wann also dürfen wir diesen Gedanken hegen? Uns ist ja bewusst, dass wir als Freizeitgolfer noch etwas weiter vom perfekten Golf entfernt sind, als Professionals. Wir sollten deshalb zunächst alles in Relation sehen und bloß nicht überbewerten. Aber einen  kleinen Motivationsschub durch eine positive Feststellung nehmen wir gerne mit! Erst in Gedanken vorher und nachher gerne auch real!

 

Jeder merkt für sich, wann er oder sie diese gute Runde gespielt hat. Hier haben dann viele Dinge funktioniert, die schlechteren Schläge hatten keine desaströse Auswirkung und ein wenig Glück war diesmal auch dabei. Wenn es so war, hebt bloß nicht ab, sondern seid dankbar und gebt euer Bestes, um dieses Feeling möglichst oft mitzunehmen. Und wie kann es dann aussehen, wenn wir eine solch gute Runde registriert haben?

 

Die Vorbereitung war schon super. Ausrüstung mit Bag und Co. waren startklar. Der Zeitplan wurde locker und entspannt eingehalten. Der Matchplan war durchdacht und uns ging es gut. Die eingeplante Zeit wurde auf Range, Chipping- und Putting-Grün gut investiert und diesmal kam das Aufwärmprogramm auch nicht zu kurz.

 

Die Abschläge wurden mit der notwendigen Routine und die Schlägerwahl dem Layout und der Taktik angepasst. Gerade der Beginn der Runde verlief planmäßig solide und nicht zu aggressiv. So fanden die meisten Abschläge das Fairway oder Semirough. Die Bälle wurden spielbar auf die Bahnen gebracht und mehr zählte erst mal nicht. Gedanken über theoretisch besser mögliche Längen oder Flugkurven wurden gar nicht erst zugelassen. Jedes Ergebnis wurde akzeptiert. Auch als der Ball mal das Rough oder den Fairwaybunker gefunden hatte, freute ich mich auf diese Herausforderung. Auf dem Weg zum Ball fing ich bereits mit der Grobplanung für den nächsten Schlag an. Life is good nach einem brauchbaren Abschlag. Und auf dem Golfplatz sowieso!  

 

Die Par 3`s wurden je nach Layout bewusst defensiver gespielt. Mit meiner Vorgabe  reichte es, mit dem zweiten Schlag auf das Grün zu kommen und noch einen Par-Putt erspielt zu haben. Der Plan, ein kürzeres Par 3 nicht durch unnötig aggressives Spiel verhauen zu wollen ging auf. Stattdessen Entspannung pur. Eine, für mich richtige Schlägerwahl, gute Ablagen, Hindernisse wurden aus dem Spiel genommen und dem Flow wurde die Möglichkeit gegeben, weiter zu fließen.     

 

Meine Transporte waren ebenfalls entspannt und gleichzeitig durchdacht. Die Lage des Balles wurde immer in die Strategie und Schlägerwahl mit aufgenommen. Spiellinien mit Risiko wurden gemieden und ich spielte nur Schläge und Längen, die ich heute einigermaßen kontrollieren konnte. Natürlich akzeptierte ich auch hier jedes Ergebnis.  

 

Wenn ich über ein Hindernis  pitchen musste, Wählte ich die sicherste Spiellinie und den sichersten Schläger, um das Grün sicher zu erreichen. Die Fahne blendete ich aus. Das Grün treffen hatte Vorrang. >>> Teil 2/2

 


Buchtipp: Der 15. Schläger von Bob Rotella

Ferienzeit ist meist etwas Schönes! Man meint, genug Zeit zu haben und nimmt sich ein Buch vor, welches man schon seit Jahren auf der Liste hat! Diesmal war es „Der 15. Schläger“ von Bob Rotella. Rotella ist ein erfahrener Sportpsychologe, der schon mit gestandenen Golfstars gearbeitet hat.

 

Wenn sich jemand also mit Mentalspiel auskennt, dann er. Die meisten Golfer, ob Pro oder Amateur sind sich der Bedeutung des Mentalspiels bewusst. Haben hier mal was gehört und mal dort. Beim Lesen des Buches werden alle feststellen, dass Sie das eine oder andere bereits entweder gehört haben oder auf Basis einer anderen Quelle bereits anwenden.

 

Die erste Ausgabe des 15. Schlägers ist mittlerweile 10 Jahre alt und ich bin sicher, dass es die meisten „Mentalkundigen“ bereits im Schrank haben und Ihr Wissen auch davon profitiert hat. Interessante Sichtweisen, die natürlich leichter zu lesen als umzusetzen sind, erwarten den Leser.

 

Wichtig zu wissen ist, dass die reine Kenntnis der Bausteine des 15. Schlägers von alleine nicht durch Lesen funktionieren. Wie beim Golf ist harte Arbeit angesagt. Für Leute mit guten Anlagen, wie bei der Technik, bedeutet dies etwas weniger Arbeit als bei den Leuten mit weniger guten Anlagen. Viele Dinge werden durch Erfahrungswerte oder charakterliche Anlagen vereinfacht oder auch nicht.

 

Mentalspiel ist komplex, daher möchten wir heute und hier nur die wichtigsten Bausteine vorstellen, um euch, falls ihr es noch nicht kennt, Lust auf dieses Buch zu machen. In 16 Kapiteln beschreibt Rotella, auch mit Beispielen und Anleitungen, worauf es beim Mentalspiel ankommt.

 

Dies wäre u.a. Zuversicht, das Unterbewusstsein mit dem eigenen Selbstbild, Visualisierung , Wahrnehmung und Selbstvertrauen. Er beschreibt, warum für das Golfspiel, eine gesunde, innere Arroganz förderlich ist oder warum und wie Selbstgespräche geführt werden sollen. Die richtige Einstellung in Bezug zur unerreichbaren Perfektion ist ein weiterer, der elementaren Bausteine. Die Gefahr  der Anwendung des Wortes „Nicht“ ist den Mentalkundigen durchaus ein Begriff. Hier wird erläutert warum. Die letzten zwei Kapitel sind besonders. Sie durchleuchten beispielhaft die Karriere von Padraig Harrington, der nicht nur Rotellas Klient gewesen ist, sondern von dem Rotella auch noch einiges lernen konnte. Grandios!

 

In den Anhängen I-III des Buches werden praktische Anleitungen und Hinweise an den Leser weitergegeben. Hier finden sich:

 

+Positive Gedanken

+Mentale Übungen und

+Gedanken selbstbewusster Spieler

 

Rotella lässt den interessierten Leser somit nicht allein oder arbeitet bloße Phrasen ab. Wer will, der kann hier ansetzen und versuchen, die Inhalte umzusetzen. Eine wichtige Essenz verrät Rotella natürlich auch.

 

Gutes Mentalspiel hält, wenn einmal verinnerlicht nicht auf Ewig. Es ist auf stetige und konsequente Arbeit angewiesen, wenn es auf einem guten Niveau funktionieren soll.

 

Auf Seite 136 wird bereits eine Art Trainingsplan zum Aufbau des Selbstbewusstseins vorgestellt. Elf Punkte, die ins Mosaik für gutes Mentalspiel gehören.  Einige führen wir hier mal auf:

 

+Achten Sie bewusst auf das, was Sie über ihr Golfspiel denken…

 

+Hören Sie auf damit, perfekt sein zu wollen…  

                

+Seines Sie stolz auf Ihr Selbstbewusstsein

 

+Visualisieren Sie die Dinge, die passieren sollen…

 

+Nehmen Sie Ihr kurzes Spiel wirklich wichtig…

 

Natürlich werden die Punkte in der Aufstellung und an den passenden Stellen des Buches eingehend erläutert und auch beschrieben, was man persönlich machen kann, um einen Baustein zu beachten oder verinnerlichen.

 

Wir meinen, dass ist ganz großes Kino und nicht umsonst ein Klassiker der Mentalbuchgeschichte. Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen und einen Anlauf auf dieses oftmals so undurchsichtige Terrain zu wagen. Zumindest erhält man Vorstellungen, was das „SOLL“ bedeutet und wo man sich mit seinem „IST“ befindet! Viel Spaß beim Lesen und bei der Mentalen Arbeit! Euer IYG Team.

 

Nachbrenner:

Je nach Charakter kann es interessant und sinnvoll sein, die mentale Arbeit durch einen Coach unterstützen zu lassen. Ergebnisorientiert kann das genauso viele Schläge in eurem Score ausmachen, wie der Gang zum Pro. Aber macht euch ein Bild und entscheidet selbst. Mentalspiel ist nicht nur für Professionals, sondern auch für Amateure, gleich welchen Handicaps! Vorausgesetzt, man möchte sich verbessern! 

 


Inspiration Zen-Golf Teil 3/3

Der letzte Teil unserer Zen-Golf-Reihe befasst sich mit der dritten Phase der PAR-Methode nach dem Buchautor Joseph Parent. Nach Vorbereitung (Preparation) und Aktion folgt die Reaktion.

 

Diese dritte Phase beschäftigt sich folgerichtig mit dem Umgang mit Ergebnissen. Wie oft ärgern wir uns über einen schlechten Schlag und können diesen Ärger nicht einfach abschütteln. Die Folge ist – und das ist eigentlich auch jedem klar -, dass wir uns für unsere nächste Aufgabe, sprich den nächsten Schlag nicht gerade die besten Voraussetzungen schaffen. Das Ergebnis kennt ihr alle! Aber es geht nicht nur um den Umgang mit schlechten, sondern auch um den Umgang mit guten Ergebnissen. Die Zen-Reaktion nach Parent schildert die Möglichkeit, im Golf  auf jedes Ergebnis angemessen zu reagieren und damit gleichzeitig eine gute Voraussetzung für den nächsten Schlag zu schaffen.

 

Einen der 18 Unterabschnitte nennt Parent „Die Sandsäcke abwerfen“ Bildlich dargestellt sollen die mentalen Sandsäcke, die beschwerend unser Spiel behindern abgeworfen werden. Der Autor berichtet von einer Übung, die den Golfer wieder auf den Platz führt. Hier bekommt er die Aufgabe, einfach befreit zu spielen und dabei nicht den Score sondern die selbst festgestellten Sorgen zu zählen und mit Strichen zu notieren. Sobald ein Strich notiert wurde, lässt man gedanklich los und geht zum nächsten Abschlag. Klar, dass es sich hier nicht um diese ominösen Stableford-Streicher dreht! Probiert es mal aus. Das Ergebnis soll zunächst -  wenn es denn so umgesetzt werden kann -  ein befreites Golfspiel sein, welches automatisch zu besseren Ergebnissen führt.

 

Der Text „Betonen Sie das Positive“ stellt noch einmal heraus, dass sehr gute mentale Fertigkeiten „gelernt und eingeschliffen“ müssen, wie eine gute Schwungtechnik. Die Tendenz, sich auf das Negative zu konzentrieren kennen wir alle wohl nicht nur vom Golfspiel. Ziel ist es den Spieß umzudrehen und durch die „Betonung des Positiven“ den störenden „Negativismus“ auszuschalten. Dies sollte nach jedem Schlag erfolgen und wenn es noch so banal erscheint. Und ja, es ist hart, die eingeprägten Angewohnheiten zu ändern. Der Text beschreibt es ausführlicher, welche Auswirkungen positive und negative Reaktionen auf unseren Geist einwirken. Aber wir möchten hier nicht zu viel verraten, sondern euch die Inspiration verschaffen, euch näher mit der Thematik auseinanderzusetzen.

 

Zum Ende des Buches tauchen im Kapitel „Ein Spiel der Ehre“ u.a die vier Prinzipien auf, die wir euch nicht vorenthalten möchten. Sie entstammen aus dem, was Parent mit Shambhala-Golf bezeichnet und aus der gleichnamigen Tradition entstammt. Prinzipien, die wir als Golfer beherrschen sollten, wenn wir unser Spiel mental beherrschen wollen. Die Prinzipien  sind….. 

 

Tugend,

 

Disziplin,

 

Humor und

 

Freundschaft.

Zen Golf. Ein Schlüssel zum Erfolg!?
Zen Golf. Ein Schlüssel zum Erfolg!?

Wohl dem, der sie verinnerlichen kann und mit ihnen auf und über den Platz geht. Die nähere Bedeutung bzw. Auslegung wird natürlich auch angesprochen.

 

Machen wir es kurz zum Abschluß. Zen-Golf beinhaltet die fundamentalen Aspekte des Mentalspiels. Wie schon mehrfach erwähnt, reicht das bloße Lesen eines Buches nicht aus. Man muss es verstehen und verinnerlichen. Sich voll und ganz auf die Materie einlassen. Bedeutung, Zweck und Hintergründe verstehen; und natürlich Übungen kennen, die uns helfen können, mental gut vorbereitet zu sein und vor allem durchzuhalten. Zen-Golf ist eine super interessante Sichtweise mit Verbindung der Zen-Tradition. Das Buch von Joseph Parent ist eines unter vielen guten Büchern, die sich auf besondere Weise mit Mentalgolf auseinandersetzen. Und diese sind, unserer Meinung nach, der absolute „Burner“ für golfarme Jahreszeit. Weitere gute Bücher sind u.a.:

 

Ulrich Nitzschke, Zen – oder wie ein Samurai Golf spielt

Pyko/Hamilton, Golf im Zeichen des Zen

Daniel Acuff; Golf and the Zen Master

Michael Haynes, Zen and the Art of Golf

Fred Shoemaker, Extraordinary Golf – The Art of the Possible

Michael Murphy, Golf in the Kingdom (deutsch: Golf und Psyche)

Steven Pressfield, The Legend of  Bagger Vance (als Buch)

W.Timothey Gallway, The Inner Game of Golf

Andrew Greig, Preffered Lies

Bob Rotella, Der 15.Schläger

Oliver Heuler, Jenseits des Scores

 

Na wenn das mal keine Auswahl ist. Also wollen wir es geschehen lassen. Vor einer Verinnerlichung natürlich erst einmal durch das Aufsaugen der Inspiration. Wir wünschen euch den ehrlichen und wirklichen Zugang zur Thematik und damit eine neue Sichtweise, die euer Golfspiel vermutlich verbessern wird. Also habt keine Angst davor! Viel Spaß mit der Inspiration Zen Golf! Euer IYG-Team

 


Inspiration Zen-Golf Teil 2/3

Im ersten und vorherigen  Abschnitt dieser Zen-Reihe haben wir versucht und der Zen-Golf-Methode mittels des Buches von Joseph Parat zu nähern. Wir haben erfahren, dass es eine Verbindung zu der buddhistischen Zen-Lehre gibt, in der es um meditationsgesteuerte Wahrnehmung geht, die sich positiv auf unser Golf-Ich auswirken kann. Wir haben erfahren, dass es einer besonderen Einstellung über veränderte Denkmuster bedarf und dass es in dem Buch eine Methode zur Anwendung gibt, die wir hier vorstellen möchten.

 

Hier noch einmal der Free-Drop mit dem Hinweis auf unsere Zielsetzung. Wir versuchen uns und euch einen kleinen Überblick zu verschaffen, worum es bei diesem Zen-Golf überhaupt geht und eine Inspiration schaffen, sich weiter mit diesem Thema auseinander zu setzen. Wir können hier die Thematik nur anreissen und geben im 3. Abschnitt noch ein paar Leseempfehlungen. Denkt dran – das richtige Buch kann die Inspiration sein, die euch auf eine nächste Stufe bringt. Natürlich nicht nur durch bloßes Lesen – Geschenkt!

 

Die Methode, die Autor Joseph Parent in seinem Buch vorstellt nennt sich also PAR-Methode. Abkürzung für Preparation (Vorbereitung), Aktion, Reaktion.       

 

Steigen wir ein und schauen uns die erste Phase „Vorbereitung“ anhand von den Inhalten der Beispielkapitel etwas näher an. Hier werden bereits sogenannte Schlüsselfaktoren benannt, die jeder Golfer kennen und anstreben sollte:

 

Klarheit

 

Entschlossenheit

 

Gelassenheit

 

Diese Punkte sind es im Umkehrschluss, die uns u.a. hindern, ein richtig gutes Golf zu spielen. Gute Runden spiegeln diese wichtigen Kerneigenschaften des Mentalspiels wieder. Diese Eigenschaften verschmelzen in tiefgründigem Selbstvertrauen. Nehmen wir!

 

Der Abschnitt „Was ist Ihr Ziel?“ beschreibt bereits zu Beginn der „Vorbereitung“, dass eine andere Sichtweise und Beantwortung dieser Fragestellung uns von selbst auferlegten Blockaden befreien kann. Spannend!

 

Es ist ein Unterschied, ob ich die Frage nach dem Zweck des Golfschwunges mit „den Ball treffen“ oder „den Ball zum Ziel befördern“ beantworte. Wir möchten nicht zu viel verraten, aber in diesem Abschnitt wird sehr schön beschrieben, wie eine bestimmte Sichtweise mental die Weichen stellt.    

 

Der Abschnitt „Ruhig , entspannt und gesammelt“ behandelt des Aspekt der Körperspannung. Zuviel davon, sprich Anspannung, behindert den freien, kraftvollen Schlag. Eine dort beschriebene Übung mit Schläger leitet dazu an, An- und Entspannung selbst wahrzunehmen. Weiterhin stellt der Autor richtigerweise fest, dass der erste Schritt zu viel Anspannung abzubauen darin besteht, zu erkennen, wo in unserem Körper zu viel Spannung herrscht. Natürlich lässt uns Parent mit diesem Halbwissen nicht allein. Der folgende Abschnitt „Das Körper-Scanning“ beschreibt eine Übung, die das Bewusstsein für die hinderliche Anspannung schärft und hilft, diese zu lösen. Diese Übung kann in Kurzform sogar da angewendet werden, wo wir sie brauchen. Auf dem Golfplatz. Schick, oder?

 

Nach dem kleinen beispielhaften Einblick in die erste Phase der PAR Methode, schauen wir uns auch die zweite Phase „Action“ an.

 

Man hat sich durch Vorbereitung in die ideale Geistesverfassung für die nun folgende Aktion (den Schlag) gebracht. Die Einleitung beschreibt es schön. „Geben Sie die Kontrolle über den Schlag von Ihrem Verstand an Ihre Intuition ab, die Ihren Körper steuert“. Weiter lautet das Schlüsselprinzip dazu „Sorge für den Prozess und die Resultate werden für dich selbst sorgen.“

Der Abschnitt „Das Schwingen ist nicht der geeignete Augenblick für eine Lektion“ beschreibt ein Hauptproblem der Amateurgolfer. Es wird zuviel gedacht. Leider an der falschen Stelle. Das Denken im Sinne von Schwunggedanken, Anweisungen oder sogar Verboten im Schwungablauf ist eine der Hauptfehlerquellen und somit Ansatzpunkt für das Mentalspiel. Zen-Golf ist Mentalspiel, angewendet über die Ansatzpunkte der buddhistischen Lehre. Dieses Denken = Steuern ist die in der Einleitung angesprochene Kontrolle des Verstandes, die den Schwung durchführt. Im nächsten Abschnitt „Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser“ wird noch einmal näher auf die Übergabe an die wichtige Intuition eingegangen. „Um eine Kontrolle zu erlangen, die zu Sicherheit und Genauigkeit führt, müssen Sie die bewusste, verstandesmäßige Art der Kontrolle aufgeben: Ihr Denken versucht, die Muskulatur zu steuern.“

 

 

Hier setzt wieder eine kleine Übung an, die einen Golfer der Thematk eigene Kontrolle näher bringt. Wie gesagt, Mentalspiel beherrschen kann durch reines Lesen eines Mentalbuches nicht gewährleistet werden. Verinnerlichen und Anwenden von Gedankengängen kann nur durch Übungen und sehr viel Hingabe erfolgen.

 

Weiter geht’s im nächsten Teil (3/3) mit der Reaktion und den Buchempfehlungen zum Thema. Viel Spaß bis hierher! Euer IYG-Team! C


Inspiration Zen-Golf Teil 1/3

Gutes Mentalspiel ist mehr als ein weiterer Schläger im Bag. Gutes Mentalspiel ist neben gesunder Technik eine „Bank“ für unser Spiel. In unseren Basics haben wir ja auf unsere Sichtweise zum Mentalspiel aufmerksam gemacht. Heute wollen wir uns mit einer Inspiration befassen, von der ihr vielleicht bereits gehört habt. Möglicherweise habt ihr auch eines der Bücher gelesen, die zu diesem Thema verfasst worden sind. Wir leiten unsere Inspirationen von einem der wichtigsten Bücher ab, die zu dem Thema verfasst worden sind. Zen-Golf von Joseph Parent. Der Untertitel – Das mentale Spiel meistern – gibt bereits Hinweise, worum es beim Zen-Golf geht. Es ist klar, dass wir hier nicht in unseren Beiträgen so in die Tiefe der Thematik vordringen können. Lasst euch inspirieren, euch auf Zen-Golf als Mental-Training einzulassen und vielleicht ein Buch dazu zu inhalieren. Empfehlungen sprechen wir am Ende des kompletten Beitrages aus. Verbindungen zu bevorstehenden Feiertagen und deren Brauchtum sind rein zufällig. ;-) Wollen wir mal einsteigen?

 

Was bedeutet dieses Zen eigentlich? Zen ist eine buddhistische Lehre, die mit meditationsgesteuerter Wahrnehmung zu bewusstem Handeln führt. Über diese Wahrnehmung bleibt man (soll man bleiben) absolut im gegenwärtigen Augenblick. Eine der drei sogenannten Zen-Disziplinen ist das Zen-Bogenschiessen. Vielleicht habt ihr schon einmal gesehen, wie Zen-Schüler oder –meister meditativ in sich gekehrt mit dem Langbogen auf Ihr Ziel schiessen. Hier geht es nicht um den erfolgreichen Schuss als solches, sondern den akkurat ausgeführten Vorgang durch absolute Konzentration.

 

Und was hat das mit Golf zu tun? Wer sich schon einmal näher mit Mentalspiel beim Golf auseinandergesetzt hat, wird die Verbindung sofort erkennen. Unser Buchautor Parent beschreibt die Eigenschaften der Zen-Erfahrung mit einer offenen Sehweise, anstrengungsloser Konzentration, einem Gefühl von Gelassenheit und Zeitlosigkeit, einem hohen Maß an Selbstvertrauen sowie vollständiger Freiheit von Besorgnis oder Zweifeln. Alle diese Eigenschaften wünschen wir uns sehnlichst herbei, wenn wir uns mal wieder über den Platz hacken. Die Verbindung der Zen-Lehre hat also eine Menge mit unserem Sport zu tun. Wie beim Zen-Bogenschiessen, herkömmlicher Meditation oder dem Golf-Mentalspiel muss man sich ernsthaft mit der Thematik befassen und auf diese einlassen. Dass dies nichts mit einem Lotussitz oder Räucherstäbchen auf dem Fairway zu tun hat, seht Ihr in den Ansätzen unseres Buches, in dem John Parent mittels seiner sogenannten PAR-Methode die Grundsätze des Zen-Golf vermittelt.

 

Zunächst gilt es aber einen Einstieg zu finden. Parent nennt das Kapitel in seinem Buch „Eine andere Sicht“. Der Abschnitt „Mach deinen Becher leer“ kommt uns vielleicht aus dem Film Karate-Tiger bekannt vor. Bruce Lee erscheint dort dem Karate-Schüler und leert symbolisch seinen Becher mit Wasser, damit neues Wasser – natürlich analoges Wissen – eingeschenkt werden kann. Die gleiche Symbolik ist für den reizüberfluteten Golfer wichtig, der sich mit allen möglichen Trainingsinformationen unkontrolliert zuschüttet. In einen vollen Becher passt nichts mehr rein. Parent vergleicht hier das Wissen von Anfängern mit dem von Fortgeschrittenen. Anfänger haben natürlich einen leeren Becher, der sich noch befüllen lässt. Bei Fortgeschrittenen ist der Becher bereits voll. Der bereits vorhandene – alte - Inhalt macht es schwer, neues Wissen zuzulassen. Ein überaus interessanter und logischer Ansatz, nicht wahr? Wer sich auf Zen-Golf einlassen möchte tut also gut daran, ein Golf-Trappatoni mit „Flasche leer“ zu werden. J

 

„Das Par des Platzes“ ist eine weitere überaus sinnvolle Sichtweise, die wir immer  gerne als „Persönliches Par“ empfehlen. Es geht in diesem Kapitel darum, sich selbst mental zu lösen und das Par einer schweren Bahn auf unsere persönliche Leistungsfähigkeit anzupassen. Die freie Sichtweise auf das persönliche Par hält negative mentale Einflüsse fern und  lässt neue, positive Gedanken zu. Wir machen das am Beispiel eines Handicap 36 Spielers deutlich, der vor einem schweren Par 4 steht. Die Gedanken kennen wir oder können wir uns vorstellen. „Wie soll ich denn hier mit meinem Können aufs Grün kommen…?“ oder so ähnlich erscheint es in der Denkblase. Das persönliche Par des 36ers  ist für die Bahn jedoch 6 und nicht 4. Bei einem Par 3 analog 5; bei einem Par 5 analog 7. Mit einer 36er Spielstärke addiert man immer 2 (auf 18 Loch), andere Handicaps dementsprechend. Es gilt, dass Bewusstsein bei dieser Bahn von den Fesseln des Par 4 zu lösen  und sich quasi befreiter dem Par 6 zu widmen. Diese Sichtweise löst Blockaden und führt zu einem befreiten, in der Regel auch erfolgreicheren Spiel. Das Erlebnis, hier mit einem Doppelbogey ein persönliches Par gespielt zu haben, wird sich positiver Auswirken, als ein am „Professional Average Result“ orientiertes Doppelbogey.

 

Mit diesen und anderen Beispielen versucht uns der Autor hier die Sichtweise und Einstellung des Zen-Golf näher zu bringen. Mit den Schlusssätzen eines anderen Kapitels bringt er uns das Wesen von Zen-Golf ebenfalls näher.

 

„Grundsätzlich gilt: Verändern Sie nicht Ihren Schwung, verändern Sie ihr Denken. Beseitigen sie die Blockade, vertrauen Ihrem eigenen perfekten Schwung, und er wird Ihnen sehr beständige Ergebnisse liefern. Das ist die fundamentale Sicht von Zen-Golf.“ Schön, oder? Jetzt müssen wir nur noch genauer wissen, wie wir diese Blockaden entfernen. Diese Frage beantwortet uns der Autor – zumindest theoretisch – mit seiner folgenden PAR-Methode. Preparation (Vorbereitung)- Action – Reaction. Weiter geht's es mit dieser Methode schon bald mit den zweiten Teil dieser Miniserie. So Long!

 


Des Pudels Kern - Vom Umgang mit Versagensängsten

Willkommen zu einem neuen Artikel bei Inspire Your Golf! Heute wollen wir uns im Mentalblock einmal mit der größten Seuche im Amateurgolfsport ever auseinandersetzen. Die meisten Fehlschläge und in Addition „verhauenen“ Runden basieren auf unseren unterschwelligen Versagensängsten. Vielleicht ahnen wir es und versuchen wir uns im Vorfeld bereits drauf einzustellen. Unser Unterbewusstsein merkt jedoch, dass wir hier nur an der Oberfläche kratzen. Die Folge ist, dass die Versagensängste immer wieder durchkommen und uns so blockieren, dass der beabsichtigte Schlag misslingt.

 

Gerade in entscheidenden Situationen für unser Spiel machen wir es den Versagensängsten immer wieder leicht, sich durchzusetzen. Der erste Abschlag im Turnier, der Bunkerschlag oder der beabsichtigt letzte Putt, der doch einfach fallen muss! Kennt Ihr? Ahnt ihr?

 

Wie geht man mit solch „fest“ verankerten Ängsten also um? Wir sollten versuchen, unser Unterbewusstsein durch eine gelebte und gute Einstellung zum Golfspiel zu programmieren. Bei unseren Berührungspunkten außerhalb und auf dem Golfplatz ganz besonders sollten wir uns immer wieder vor Augen führen und bewusst daran denken, dass das Golfspiel unser Hobby ist! Wir verdienen kein Geld mit dem Golfsport und niemand wird uns richten, wenn wir einen Schlag mehr auf der Scorekarte haben. Was ist schon ein Handicap wert?

 

Uns ist ein entspanntes Bogey deutlich lieber als der der Ärger über den verschobenen Birdieputt und das unglückliche Par. Wir sollten die Einstellung leben und uns dies immer wieder vor Augen führen, dass nichts passieren kann, außer vielleicht einem unwichtigen Fehlschlag, den man im Laufe der Runde locker wieder „Wett“ machen kann. Wir sind hier, weil wir entspannen und Spaß haben wollen. Dies bedeutet nicht, dass wir nicht alles geben, um uns immer wieder neu zu konzentrieren und unsere beste Leistung abzurufen.

 

Dies bedeutet nicht, dass wir nicht weiter dazu lernen und das Spiel auch z.B. Strategisch angehen. Es bedeutet nicht, dass wir  nun mit irgendwelchen Harakirischlägen über die Runde gehen sollen. Bemerkenswert ist aber, dass alle Golfer einige ihrer besten Schläge mit einer „Sch****egal“-Einstellung geschlagen haben. Kommt euch bekannt vor?

 

Nein, spielt das Spiel und werdet durch diese gelebte Einstellung entspannter, besonders dem Spiel gegenüber.  Sagt es euch immer wieder bzw. sprecht mit eurem Selfcaddy darüber. Wenn ihr es schafft, so euer Unterbewusstsein zu erreichen, werdet ihr besonders in kritischen Situationen keine Versagensängste mehr verspüren.

 

Gebt euer Bestes am ersten Abschlag, konzentriert euch beim Bunkerspiel mit positiver Visualisierung. Bereitet jeden Putt für euch genau (nicht langsam) vor und bedenkt… es geht hier nicht um Leben und Tod. Die unterbewusste Lockerheit wird zu einem entkrampften mentalen Spiel führen. Diese Lockerheit verhindert Blockaden, die und den ersten Abschlag slicen oder einen recht einfachen Putt vorbeischieben lassen.

 

Habt ihr die richtige Einstellung zum Spiel? Wenn ja, dann seid froh, denn es gibt sehr sehr viele Golfer, die diese Versagensängste mit sich herum schleppen und ihr Spiel unnötig damit belasten. Golf ist das Spiel, welches zwischen den Ohren gespielt wird hat die Golflegende Bobby Jones einmal gesagt. Er musste es als Amateur und Grand Slam Gewinner wissen. Also geht raus und spielt das Spiel! Das IYG-Team würde sich übrigens freuen, wenn Ihr diesen Artikel an eure Golffreunde weiterleitet, die ein ganz besonderes Interesse an der Thematik haben könnten. Bis zum nächsten mal bei Inspire Your Golf und viel Spaß beim Programmieren! C       


Mentalspiel -  Unsere Basics

Willkommen beim Mentalspiel! Wir freuen uns, dass euch das Thema zumindest doch etwas interessiert. Wir fanden es jedenfalls so spannend, dass wir dem Mentalspiel einige Beiträge widmen wollen. Und wie könnte es anders sein, fangen wir mit unseren Basics des Mentalspiels an. Ich brauch euch nicht erklären, dass ein Professional oder ein Mentalcoach die Vermittlung vielleicht anders nahe bringen würde, aber wir wollen zunächst inspirieren, euch mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Ganz wichtig: Egal, ob ihr blutiger Anfänger, Rookie mit 54er Handicap seid, oder euch schon unter die 20 gespielt habt. Ihr alle habt einen Kopf auf den Schultern und spielt gerne Golf! Also….Achtung, alte Binsenweisheit….. „Golf wird auf den paar Zentimetern zwischen den Ohren gespielt!“ Klar, dass wir somit ein Interesse haben, uns mit diesem Mysterium näher zu befassen. Wir alle wollen irgendwie besser werden oder uns als Golfer entwickeln. Lets go!

 

 

Zunächst noch einmal zwei wichtige Dinge  vorab. Mentalspiel ist nicht nur für Profis blendend geeignet, um eine Verbesserung zu erzielen. Weiterhin sollte sich ein Golfer auf diesen Teil des Spiels einlassen. Abwehrhaltungen und Blockaden nach dem Motto: „Ich brauch` das eh nicht…“ sind nicht förderlich, wenn wir uns trotzdem verbessern wollen. Es ist wie mit den Entspannungsübungen, wo man auf dem Boden liegt und eine sanfte Stimme etwas Schönes erzählt. Diese Übung wirkt nur, wenn wir uns darauf ein- und fallen lassen. Blockieren wir in irgendeiner Art und Weise, z.B. weil wir denken unser Handicap sei zu schlecht für so etwas, dann wird der eigentlich beabsichtigte Effekt nicht eintreten. Klingt logisch, oder?

 

Warum das Mentalspiel wichtig ist, lässt sich in Etwa so erklären. Wer heute auf der Tour gewinnen will, muss mental stark sein. Golf spielen können die Pros alle, sie sind athletisch, haben Stunden um Stunden auf der Range geübt, Putten wie die Weltmeister und schlagen ihre Bälle meilenweit. Ein Spieler entdeckt im Starterfeld mit 100 Professionals genau 100 Professionals mit denselben Eigenschaften. Der Unterschied auf einem Turnier ist, dass Spieler in Drucksituationen irgendwie besser mit der Situation umgehen können als andere. Derjenige, der das Turnier gewinnt, war mental stärker als die Mitbewerber. Und wie hat der Sieger das gemacht? Er hat sich mental auf solche Situationen vorbereitet und rief das Mentalspiel zum richtigen Zeitpunkt ab. 

 

In erster Linie geht es beim Mentalspiel um Methoden, die z.B. das Ziel verfolgen, die mentale Stärke oder das Wohlbefinden zu fördern. Schnell gerät man beim Golf in mehr oder weniger große Drucksituationen, die unterschiedliche Menschen auch unterschiedlich wahrnehmen. Beispiele? Das Zittern am ersten Tee, wenn Zuschauer zusehen. Der eigentlich einfache Schlag über das Wasserhindernis, der wichtige Putt, der den Punkt für die Unterspielung des Handicaps sichert, oder die allgemein viel höhere Nervosität in Turnierrunden. Sind das Ansätze für Pros? Never, deshalb ist Mentalspiel gerade auch für Anfänger wichtig.

 

Man kann dabei auch nicht daher gehen und ein Buch oder eine DVD inhalieren umdanach mental stark zu sein. Nein, der Mensch muss sich als Golfer kennen und spezielle Werkzeuge bzw. Methoden haben, um sich 1. mental vorbereitend zu trainieren und 2. auf Einflüsse wie Druck oder Störungen angemessen vorbereitet zu sein. 

 

Es geht um die Programmierung von Bewusstsein, Unterbewusstsein und schließlich auch Selbstbewusstsein, welches ein Schlüssel für erfolgreiches Golf ist. Erfolgreiches Golf? Ja, denn erfolgreiches Golf ist das Golf, welches JEDER Spieler, egal in welcher Spielstärke aus sich herausholt. Und dazu kann man durch gutes Mentalspiel eine Menge beitragen.

 

Also, mit welchen „Zauberformeln“ können wir uns mental einstellen und vorbereiten? Es sind bloße Übungen und gesteuerte Gedankengänge, die auf den Golfer und seine Persönlichkeit abgestimmt sein sollten. An diese kommt man durch Aneignen, Trainieren und z.B. über einen Mentalcoach, der euch wie ein Pro den „Schwung“ besser erklären kann, als ihr euch selbst. Wir möchten euch inspirieren, das Mentalspiel mit vielleicht anderen Augen zu sehen und es dementsprechend ernst zu nehmen und euch damit zu beschäftigen. Darauf wollen wir auch in den weiteren Beiträgen eingehen, also bleibt am Ball! INSPIRE your GOLF! (C)