Mission Possible


 

Das Mission Possible (c) Golf Training System hat Carsten nach zig Runden entwickelt, in denen er mit Golfbuddy Gedanken zu effizienten Abläufen  auf der Runde gesammelt hat. Wir möchten euch das System in sechs Teilen vorstellen und hoffen, dass es euch zumindest in Ansätzen inspiriert. Es geht um stagnierende Golfer irgendeiner Spielstärke (z.B.) Bogeygolfer, die sich nach ihren persönlichen Voraussetzungen effizient  ausrichten sollten , um damit spürbare Verbesserungen zu erzielen. Rad neu erfunden? Nee! Hört sich interessant an? Dann lasst euch inspirieren! INSPIRE your GOLF! 



6b / 6 Mission Possible: Tipps und  Hinweise

6. Atypische Spielweise

 

Mit drei schlechten Schlägen und einem guten Schlag kann man immer noch Par spielen, hat Walter Hagen einmal treffend gesagt. Wie ein Ball mit wenig Schlägen und natürlich regelkonform in das Loch gespielt wird, ist und bleibt egal. Eigenartige und sehr personifizierte Bewegungsabläufe a la Jim Furyk können ebenso zum Ziel führen, wie eine unpopuläre Spielweise. Die 90m -Annäherung muss bei offenem Grüneingang nicht zwangsläufig mit einem hohen Pitch gespielt werden, nur weil man das bei den Pros im TV gesehen hat. Ein Bunkerschlag muss nicht zwangsläufig mit einem Splash-Schlag ausgeführt werden. Der Ball muss mit wenig Schlägen ins Loch, egal wie die Schläge aussehen.  Deshalb sind persönliche atypische Spielweisen auch vollkommen akzeptabel, solange sie vom Grunde her funktionieren.

 

  7. Ablenkung

 

Einer der wichtigsten Punkte im Golfspiel ist die Konzentration auf die Abläufe. Ablenkung ist allgegenwärtig und stört die Konzentration, welches sich meist negativ auf das Spiel auswirkt. Es können wetterbedingte Widrigkeiten, spezielle Platzverhältnisse, unangenehme Flightpartner oder hausgemachte Probleme sein, die von der Konzentration auf das Spiel ablenken. Da aber Formen der Ablenkung auch entkrampfend wirken können, ist diese nicht nur zu verteufeln. Anzusteben ist ein bewusster Umgang mit Ablenkung der es erlaubt, Störungen bewusst auszublenden und auflockernde Ablenkung zuzulassen. Jeder Golfer sollte dazu seine persönlichen Grenzen kennen und setzen, wie auch deren Auswirkungen auf sein Spiel.

 

 8. Next Level

 

Das Mission Possibel Trainingssystem ist ein Konzept, bei dem eine Systematik bewusst eingesetzt wird, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Sollte das Ziel nicht erreicht werden, kann entweder von einer vorangegangenen Fehleinschätzung bei der Zielsetzung ausgegangen werden oder von der inkonsequenten Anwendung eines oder mehrerer Bausteine. Eine sorgfältige und ehrliche Ausführung dürfte in der Regel erkennen lassen, warum es mit einer Verbesserung des Golfspiels nicht funktioniert. Der Anwender muss sich dann die Frage stellen, ob das Ziel realistisch beschrieben wurde oder warum die Erkenntnisse nicht umgesetzt werden. Sollte das golferische Talent noch nicht am Ende der Möglichkeiten angekommen sein und die zuvor angestrebte Verbesserung erreicht worden ist, gilt es für das nächte Level eine neue Zielvorgabe zu setzen. Dies kann sowohl der Bestand der Spielqualität sein, als auch eine weitere Verbesserung der durchschnittlichen Spielergebnisse oder des Handicaps.     

 

The 19th Hole

 

Hier, am berühmten 19. Loch ist es an der Zeit, einige abschließende Gedanken zusammenzufassen.

 

Das Mission Possible Trainingssystem kann dabei helfen, ein realistisches Ziel zu erreichen. Es verspricht keine Wunder, denn es kann nur so gut funktionieren, wie der Anwender auch bereit ist sich mit seinem Golf zu beschäftigen, Hindernisse zu erkennen und zu umgehen, bzw. zu beseitigen.

 

Das simple Erfolgsgeheimnis des allgemeinen und weit verbreiteten Konstrukts ist schlicht die Strukturierung einer Aufgabe. Die Unterteilung in den Golforganisationskreislauf leitet den richtigen Weg ein, um die formulierte Aufgabe einer Verbesserung  zu erreichen. Die Systematik zwingt den Golfer, in Bereiche zu blicken, die bislang ausgeblendet waren oder vernachlässigt wurden.

 

Der Golfer muss sich folglich intensiver mit Ursachen und Auswirkungen seines Golfspiels befassen und kann so die einzelnen Komponenten gezielt verbessern, wenn dies notwendig erscheint. 

 

Das Mission Possible Golf Trainingssystem erklärt dem Golfer keineswegs das Golfspiel. Es verhilft dem Golfer, sein Golfspiel zu verstehen, richtig zu analysieren und schafft so die notwendige Voraussetzung für eine Zielerreichung oder Verbesserung. 

 

(C) insprireyourgolf

 


6 a / 6 Mission Possible: Tipps und Hinweise

Weitere aufgeführten Tipps und Hinweise runden das Mission Possible Golf Trainingssystem ab und ergänzen es. Die Verinnerlichung und die Anwendung des Systems ist abhängig von der persönlichen Einstellung, den Möglichkeiten und der Offenheit, sich dem Ergebnis der eigenen Dokumentation zu stellen.

 

1. Philosophie und Ziel

Vor der Planungsarbeit sollte sich jeder Golfer einige Gedanken zu seiner Philosophie und seiner Zielsetzung machen. Diese Kernpunkte tragen erheblich zum Erfolg des Trainingssystems bei, wenn Sie ehrlich ausformuliert werden. Die persönliche Philosophie und Einstellung zum Golfsport kann sehr unterschiedlich sein. Sie kann von der lockeren Freizeitbeschäftigung bis zum ausgeprägten Leistungsgedanken variieren. Wer sich seiner persönlichen Philosophie bewusst ist, kann schon die richtigen Nuancen in der Bestandsaufnahme und Planung setzen. Ebenso ist es mit einer Zielsetzung, die realistisch zu erreichen ist. Wer sich darüber im Klaren ist, kann sein Optimum aus dem Trainingssystem herausholen und die Freude am Golfspiel steigern. 

 

2. Der Selfcaddy

Der Selfcaddy ist ein imaginärer Begleiter auf der Runde und steht entweder neben uns oder sitzt auf unserer Schulter. Er berät uns in allen Situationen auf dem Platz und hilft uns die richtige Entscheidung hinsichtlich taktischer Ausrichtung, Schalagart und Schlägerwahl zu treffen. Diese Vorstellung und innere Stimme kann dabei helfen, systematisch das Wissen über die Situation festzustellen, abzurufen, einzuordnen und eine gute Entscheidung zu treffen. Sicher sind diese innerlichen Selbstgespräche gewöhnungsbedürftig aber durchaus hilfreich um in einer Spielsituation den Überblick zu bewahren. Unbewusst wird der Selfcaddy eine kluge Lösung immer einer riskanten Variante vorziehen. Um den Selfcaddy zu verinnerlichen ist die Auswahl eines Namens für unseren Caddy hilfreich. 

Hier geht es zum Selfcaddy!   

 

3. Training

Das Training richtet sich immer nach den persönlichen Voraussetzungen und dem aktuellen Bedarf (siehe 4/Faktor 1-3). Es kann auf der Runde oder der Übungseinrichtung absolviert werden und sollte immer effizient sein. Für die Range empfiehlt es sich eine imaginäre Spielbahn zu schlagen bei der z.B. Driver-Eisen-Wedge letztlich jeweils ein Ball durch einen enger werdenden Korridor und auf ein Ziel gespielt werden. Hier lassen sich feste Bahnen dokumentieren und vergleichen. Für Chipping- und Puttinggrün empfiehlt es sich ebenfalls mit max. 3 Bällen unterschiedliche Ziele anzuspielen. Auch hier gilt Qualität vor Quantität. Erreicht wird eine höhere Konzentration auf den einzelnen Trainingsball. Durch Hilfsmittel lassen sich Zielkreise bestimmen die angespielt weden können um Punkte zu erreichen. Diese Punktwerte lassen sich in einem Trainingsbuch dokumentieren und vergleichen. Für das weitere Training gilt es allgemein kreativ und  effizient zu sein. Ob eine Spielbahn bis zum Grün immer nur mit dem gleichen Eisen gespielt wird oder im heimischen Garten ein Chippingparcour zu spielen ist; der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt um einen gewünschten Trainingseffekt zu erzielen.   

 

4. Play Games

Ein ebenfalls wirkungsvolles Training sind únterschiedliche Spielmöglichkeiten mit einem oder mehreren Trainingspartnern. Dieses zocken, vielleicht um ein Getränk, führt zu Konzentration und Trainingseifer durch Konkurrenz. Auf dem Platz ist das Matchplayformat dafür hervorragend geeignet. Aber auch auf dem Chipping- oder Puttinggrün können kleine Wettkämpfe absolviert werden, die zu guten Trainingseffekten führen. Auch hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und die Trainingsergebnisse messbar.      

 

5. Technik

Je nach persönlicher Zielvorgabe und dem Ergebnis der Kontrolle ist die Technik ggfs.  nur noch mit fremder Hilfe zu verbessern. Ob Fittingkomponenten angepasst werden oder andere technische Vorgänge überprüft und eingestellt werden müssen hängt von individuellen Bewertungen ab. Spätestens, wenn die eigenen Auswertungs- und Trainingsbemühungen nicht zum gewünschten Erfolg führen, sollte ein Trainer oder Fitter in Anspruch genommen werden. Dabei sollten zwei Punkte zwingend beachtet werden. Die klare Zielvorgabe/Marschrichtung für die in Anspruch genommene Hilfe und die Auswahl des passenden Trainers, der auf die persönlichen Voraussetzungen achtet und eine "gleiche/verständliche Sprache" spricht.  

 

6. Handicap

Die Deutschen und Ihr Handicap. Ein Kapitel für sich. Jeder ist aufgefordert, diesen berechneten Wert nicht überzubewerten. Diese Zahl ist für die Darstellung der Spielstärke ist aus Sicht des Konzeptes unwichtig. Die eigene Spielstärke manifestiert sich in den den Brutto-Zählspielergebnissen und nicht in einer Runde mit drei Streichern. Weiterhin ist der Handicapvergleich in der vorherrschenden höher-schneller-weiter-besser-Gesellschaft nicht mit der ureigenen Philosophie des Golfspiels vereinbar. Die neumodische Einteilung in Kasten und Schichten darf einem Golfer nicht wichtiger sein, als das Spiel selbst.    

 

Weiter geht es demnächst mit dem abschließenden Teil 6b/6. Bleibt am Ball!

 


5/6 Kontrolle

Die Kontrolle schließt nach der Durchführung auf dem Platz den Golforganisationskreislauf ab und bildet gleichzeitig eine neue Bestandsaufnahme, die mit der ersten Bestandsaufnahme abgeglichen werden kann. 

 

Dieser Kreislauf dreht sich bei stetiger Anwendung wie eine Filmrolle und dokumentiert den persönlichen Golffilm. Da das Spiel auf dem Platz etwas anders beleuchtet werden muss, wie die persönliche Golfsituation ist eine neue und spezifische Betrachtungsweise notwendig, die mit der Analyse der Scorekarte vorgenommen werden kann.

 

 

 

Anleitung:

Die folgenden Unterpunkte sind beispielhaft und nach Bedarf zu ergänzen bzw. verändern. Die Bewertung der Punkte ist auf unterschiedliche Art und Weise möglich. Der Anwender kann seine Sprache, seine bevorzugte Ausdrucksweise einsetzen. Dies kann wieder die 10er Skala sein, ein Prozent- oder Zählwert, eine Schulnote oder Einschätzung mit einem Schlagwort. 

 

Neben den Unterpunkten sind folgend Beispiele aufgeführt:

 

Runde > 18 Loch

Sonstiges > blendende Sonne

Wetter > trocken, windstill

Fairway Hits  > ca. 55 %

Rough/Bunker > ca. 45 %

Putts > Gut (33)

3-Putts > 1

Abschläge > Ordentlich

Strategie > Gut

Chips > Gut

Pitches > Ordentlich

Topper > 0

Mental > Gut

Eisenspiel > Ordentlich

Scrambling > Gut

Ergebnis > +17 (89)

Punkte > 30

 

Besser machen!

Faktor 1 > Abschläge etwas defensiver 

Faktor 2 > Längenplanung Eisen

Faktor 3 > Puttkonzentration

 

Dieser beispielhafte Auswertesystematik endet in der zum Appell formulierten Essenz der Runde. Die drei wichtigsten Kernpunkte sind überschaubar und lassen eine vertiefte Konzentration auf den nächsten Runden zu. Weiterhin dokumentiert man generelle Tendenzen, die ein spezielles Training benötigen oder tagesformabhängige Ausreißer. 

 

Über die dauerhafte Buchführung lassen sich Anspruch und Wirklichkeit genau dokumentieren. Weiterhin Entwicklungen, die z.B. spezielles Putt-Training oder ein neuer Driver beeinflussen. Es wird empfohlen, jede Runde in einem Trainingsbuch oder einer Trainingsdatei zu dokumentieren und zukünftiges Training, zukünftige Ausrichtungen etc. mit den Kernfaktoren abzugleichen. So können diese Werte auch über Wochen und Monate miteinander verglichen werden. 

 

Das Training lässt sich schwerpunktmäßig auf die relevanten Faktoren ausrichten. Da es beim Golfspiel das Ziel ist, den Ball mit möglichst wenig Schlägen ins Loch zu bringen sollten Aspekte, die das Scoring betreffen z.B. den optischen Aspekten oder z.B. Schlaglängen in der Gesamtrelevanz vorgezogen werden. 

 

Neben der regelmäßigen beschriebenen Auswertung der Scorekarte wird auf regelmäßigen Abgleich / Auswertung der Eingangsbestandaufnahme hingewiesen.   


4b / 6 Durchführung 2. Teil

Weiter geht`s mit dem nächsten Abschnitt des Mission Possible - Konstruktes. Wir sind noch bei der Durchführung und starten hier den Teil "b", der natürlich auf den anderen aufbaut. Scrollt gerne noch einmal zur Wiederholung runter und lasst euch hier inspirieren, eurem gesamten Spiel eine Struktur zu verpassen. Dies wird euch Schläge sparen und in Richtung guten Score bringen! Und bei aller Struktur.... Have Fun!

 

3  Der Schlagplan

  • Gang zum Ball, vorbereitende Planung, Ampel rot
  • Stand am Ball, Formulierung der Aufgabe, Ampel rot
  • Stand am Ball, abschließende Planung, Ampel rot
  • Probeschwung neben dem Ball, fokussieren, Ampel rot
  • Einnahme der Ansprechposition mit Ausrichtung, Ampel gelb
  • Finale Konzentrationsphase, Ampel gelb-grün
  • Durchführung des Schlages, Ampel grün
  • Kontrolle und Bewertung des Schlages, Ampel rot

 

Erläuterung:  

Ein Teil des  Ablaufplanes wurde hier zum Schlagplan verfeinert. Die Ampelphasen symbolisieren die gedankliche Vorbereitung (grün), die Übergangsphase (gelb) und schließlich den durch Muskelgedächtnis gesteuerten, angeeigneten Schwung für den geplanten Schlag (grün). In der Grünphase sollte das überflüssige Denken und Planen kurzfristig ausgeschaltet werden. Die meisten Golfer wenden diese oder einen Teil dieser Abläufe bereits unbewusst an. Ein bewusstes vollständiges aneignen verhilft, wie der Ablaufplan dem Spiel zu einem kontinuierlichen Ablauf des Schlages mit der Konzentration auf den richtigen Punkt. Ziel ist es den Schlagplan vom Grunde her zu verinnerlichen und gleichmäßige Schlagabläufe zu produzieren. Natürlich sind Kürzungen und Abweichungen möglich.        

 

4 Elemente des Spielplans

  • Aufwärmen (Range oder anderswo)
  • Ausrüstung prüfen und vorbereiten
  • Beurteilung der Spielbahn am Abschlag
  • Plan für die Spielbahn entwerfen
  • Auswahl des Schlägers für den nächsten Schlag
  • Den nächten Schlag planen und vorbereiten (auf dem Weg)
  • Den nächten Schlag planen und vorbereiten (am Loch)
  • Fairway treffen / Ball ablegen
  • Beurteilung der neuen Lage
  • Grün treffen (alle Faktoren beachten)
  • Neuen Plan für den nächsten Schlag entwerfen
  • Schläger für den nächsten Schlag auswählen
  • Den Ball nah ans Loch bringen
  • Den Ball in das Loch bringen (versenken)
  • Lage Fairwaybunker > Ball auf das Fairway/Grün spielen
  • Lage Grünbunker > Ball auf das Grün spielen
  • Lage Semirough > Ball auf das Fairway/Grün spielen
  • Lage Rough > Ball auf das Fairway/Grün spielen
  • Lage Aus > Regelcheck - neuer Ball, anderer Schläger?
  • Lage Wasserhindernis > Regelcheck > unspielbar - Dropzone
  • Lage Wasserhindernis > Regelcheck > spielbar - spielen
  • Lage unspielbar > Regelcheck > beste Möglichkeit spielen
  • Trinken > möglichst an jedem 2. Loch etwas, o. Kohlensäure
  • Essen > Kleine Portionen 
  • Lage Hemmnis allgemein > Regelcheck / Platzregeln, beste Variante
  • Eintrag Scorekarte > nur Zählergebnis je Loch + Anzahl Putts
  • Ausrüstungscheck und Pflege
  • Pausen
  • Weitere

Erläuterung:  

Die Elemente des Spielplanes strukturieren die relevanten Abläufe des Golfspiels beispielhaft in einzelne Situationen. Dieser Spielplan nimmt quasi alle Ablaufstrukturen in sich auf. Die einfache bewusste Kenntnis über eine folgende oder gegenwärtige Situation verhilft die Konzentration in die erst in die richtige Richtung und dann auf den Punkt zu richten. Diese Kenntnis hilft dem Golfer die richtigen Entscheidungen treffen zu können, je nachdem in welcher Phase des Golfspiels er sich befindet . Ziel ist es, Die Elemente als solches zu begreifen, zu verinnerlichen und anzuwenden.

 

 

 

5 Bogeygolf

  • Abschlag
  • Transport
  • das Grün Treffen
  • Putt annähern
  • Putt versenken

 

Erläuterung:  

Der Bogeygolfer spielt im Durchschnitt jedes Loch mit eins über Par in Bogey. Eine Verbesserung nach diesem Trainingssystem baut auf einer gleichbleibenden Qualität des Bogeygolfspiels auf. Riskantes Couremanagement und Angriffsspiel um ein Ergebnis zu erzwingen bergen die Gefahren von Ausreissern, die den Gesamtscore in die Höhe treiben. Dies ist unverständlicherweise genau so beliebt wie erfolglos. Plant man eine Spielbahn (Bespiel Par 4, analog Par 3 +5) bereits am Anfang mit dem zusätzlichen Schlag mindert man den Druck und umgeht die Gefahren. Je besser das Grün nach dem Transport auf einem Par 4 angespielt wird, desto größer ist die Chance den folgenden Par Putt zu versenken. Selbst wenn dieser das Loch verfehlt ist ein entspanntes Bogey machbar. Auf Basis dieser Systematik gilt es nun nach und nach die Qualität dieses Spiels zu erhöhen, mehr und mehr Chancen auf ein Par zu nutzen und das Ergebnis durch weniger Ausreisser zu verbessern. Mit weitere Anwendung des Trainingssystems können die Bausteine herausgefiltert und speziell trainiert werden, die dafür sorgen, dass sich z.B. die  G.I.R-Quote verbessert und sich die Chancen auf ein Par oder Birdie steigern.     

 

Werden diese Strukturen verwendet, stellt der Golfer sicher, dass gleichmäßige Abläufe dazu beitragen die Planungsfehler auf der Runde zu minimieren, Druck zu senken und die Konzentration an der richtigen Stelle auf den Punkt zu bringen. Dies führt bei richtiger Anwendung dazu, dass Kettenreaktionen nach einem Fehler (Folgefehler) weitgehend ausgeschlossen werden und so Schläge eingespart werden.   Je nach Geschmack oder Bedarf können natürlich auch nur einzelne Bausteine dieser Strukturen verwendet werden.

 

Im nächsten Abschnitt erwartet euch die Kontrolle als Element dieses Konstrukts. Macht euch Notizen und ab auf den Platz! Euer IYG-Team! C 

 


4a/6 Durchführung

Da die Durchführung der Komponenten auf dem Platz unter Berücksichtigung der Planungsgedanken nur bedingt zum Zuge kommen und während des Schlages kontraproduktiv wirken gilt es hier, für das Spiel auf dem Platz die zu beachtenden Grundgedanken herauszufiltern. 

 

Jeder Golfer ist verschieden und benötigt auf dem Platz mehr oder weniger angepasste Denkweisen, die das Spiel positiv beeinflussen. Wenn man es zu Beginn noch nicht einschätzen kann, werden die dauerhaften Bewertungen automatisch aufzeigen, welche Strukturgedanken hilfreich sind. Auch wenn es Spieler gibt, die am liebsten gar nicht nachdenken, verinnerlichen bereits richtige Grundmuster, die andere möglicherweise übersehen. 

 

Deshalb gilt es nun bei Anwendung des Trainingssystems, aus den folgenden Grundmustern seine passenden Anleitungen und Gedanken herauszufiltern und nach und nach umzusetzen. Auch wenn es schwierig erscheint, werden vermeindlich komplexe und schwierige Abläufe und Gedanken mit etwas Übung in Fleisch und Blut übergehen und positiv zum Spielablauf und zur Gesamtentwicklung beitragen.

 

 1. Die Aufgaben auf der Runde

 

    • den Ball ins Spiel bringen (Par 4+5) 
    • den Ball gut ablegen oder das Grün treffen (Par3)
    • den Ball transportieren und im Spiel halten
    • den Ball aus dem Fairwaybunker schlagen
    • den Ball aus einer schlechten Lage befreien
    • den Ball ablegen (Par4)
    • das Grün treffen / erreichen (Grüneingang)
    • den Ball aus dem Grünbunker schlagen
    • den Putt ans Loch bringen 
    • den Putt versenken 

 

Erläuterung:

Ein wichtiger Aspekt des Golfspiels ist es, in einer bestimmten Spielsituation den richtigen Schläger zu wählen um mit dem nächsten Schlag etwas bestimmtes zu erreichen. Der Ball soll nach dem Schlag möglichst sicher an die zuvor geplanten Stelle gespielt werden. Hier schleichen sich bereits schwerwiegende Fehler ein, weil die eigentlich notwendige Planung vernachlässigt wurde. Eine falsche Schlägerwahl oder Schlagvariante ist die Folge. Mit der einfachen Systematik, der nächsten Spielsituation eine konkrete Aufgabe zu geben, leitet man automatisch die richtigen Gedankengänge ein, die Voraussetzung für eine ordentliche Durchführung des nächsten Schlages sind. Ziel ist es der nächten Spielsituation eine konkrete Aufgabe zu geben.

 

 

2. Das Ablaufschema

 

    • Erfassen der aktuellen Spielsituation
    • Planung des Loches / der Spielbahn
    • Planung des Einzelschlages > Aufgabe
    • Auswahl der richtigen Komponenten (Schläger, Schlag etc.)
    • Konzentration auf das Bindeglied Steuerung Kopf-Körper
    • Durchführung des Schlages
    • Kontrolle des Ergebnisses
    • Bewertung der Kontrolle 
    • Erfassen der neuen Spielsituation

 

Erläuterung: 

Der Beschreibung der Aufgaben kann man entnehmen, dass gewollte Abläufe eine Struktur benötigen, um sie erfolgreich und geplant abzuwickeln. Ein mit den Aufgaben verzahntes Ablaufschema sorgt für eine solide Basis in einer Spielsituation. Ziel ist eine automatisierte Kettenreaktion, die nach etwas Übung in Fleisch und Blut übergeht. Der Golfer weiss automatisch welcher Schritt der nächste ist und kann seine Konzentration auf diesen Punkt richten. Dieser Ablauf hilft, ein gleichmäßiges Golf zu spielen und auch in einer kritischen Situation die notwendige Ruhe zu bewahren. 

 

Weiter geht's mit 4b/6 Durchführung...... wait for it......!


3/6 Planung

Die Planung baut auf den Erkenntnissen und Bewertungen der Bestandsaufnahme auf. Alle Komponenten werden nochmals einzeln herangezogen um einen möglichen und praktikablen Schritt zur Verbesserung zu erreichen. Hier ist eine Zielsetzung zu formulieren und die jeweilige Maßnahme zu beschreiben, wie man das Ziel erreichen möchte.

 

Jede einzelne Komponente ist wichtig, denn alle Komponenten sind wie Zahnräder miteinander verbunden. Bei einzelnen Komponenten kann auch die Erhaltung eines bestehenden Leistungstandards das ausgegebene Ziel sein.

 

Folgende Vorstellung ist bei der Zielsetzung hilfreich: 

Das gewünschte und realistisch erreichbare Ziel stellt die persönlichen 100% (analog Note 1 oder 10 Punkte) dar. Die Bewertung der Bestandsaufnahme gibt den Ausgangswert x % vor. Aufgrund der persönlichen Voraussetzungen und der bestehenden Kenntnisse weiss man, welche Schritte einzuleiten sind, um sich der 100% zu nähern. Dies kann die gezielte Verbesserung eines technischen Vorganges (z.B. Drive) sein, oder aber z.B. die geänderte taktische Ausrichtung des Spiels.

 

Ein weiterer Grundgedanke ist für Amateurgolfer, insbesondere Bogeygolfer besonders wichtig: Vorhandene Stärken sind jeweils richtig und bewusst einzusetzen und Schwächen zu umgehen bzw. zu minimieren.

 

Planungsbeispiel in Stichpunkten

 

01   Vorbereitung > Ausrüstung besser vorbereiten

 

02   Ausrüstung > durch Ankauf, Lücken schließen 

 

03   Aufwärmen > Ritual ausarbeiten und anwenden 

 

04   Drive > Set up, Rückschwung und Tempo beachten  

 

05   Fairwaybunker > immer sicher das Fairway erreichen

 

06   Fairwayschlag > Zielsetzungen und Längenplanung beachten

 

07   Annäherung > flache Varianten, wenn möglich 

 

08   Rough > immer sicher Fairway/Grün erreichen

 

09   Pitching > Rückschwung verkürzen 

 

10   Grünbunker > Vorbereitung außerhalb, sichere Variante 

 

11   Chipping > Konzentration auf Eisen/Flugwinkel und Landepunkt

 

12   Putting > 2-Stufen-Taktik (ran+rein) beachten, Untergrund bewerten, Set up

 

13   Platzkenntnis > Auffrischung Platzregeln, saisonale Widrigkeiten beachten

 

14   Regelkenntnis > Auffrischung der Golfregeln 

 

15   Taktik > meist defensiv und sicher, Chancen nicht  erzwingen

 

16   Mentalspiel > Konzentration auf Punkt bringen, schlechtes Spiel hinnehmen

 

17   Schlaglängen > neue Bewertung anhand Platzhinweise, Längenplanung +/-

 

18   Scorekarte > SC vorbereiten, dokumentieren, Schwerpunkt Drives/Putts

 

19   Golfphysik > Drivewinkel gleichmäßig wiederholen

 

20   Zeiteinsatz > Trainingseinheit einplanen 

 

21   Turniere > mehr vorgabewirksame Turniere mehr einplanen

 

22   Training > Kondition + Beweglichkeit verbessern, je nach Kontrolle

 

Inwieweit jeder einzelne Punkt in seiner Zahnradfunktion zum Gesamterfolg beiträgt kann und muss nicht genau bewertet werden. Unabhängig von der Kontrolle im übernächsten Schritt gilt auch dieser Planungsansatz regelmäßig zu überarbeiten. Vorgeschlagener Zeitansatz: 1 Monat. 


2/6 Bestandsaufnahme

Scorekarte Augusta National
Scorekarte Augusta National

Die Bestandsaufnahme ist der Einstieg in die Systematik. Eine möglichst ehrliche Bewertung und Beurteilung ist hier der Kernpunkt. Es gilt eine Basis zu schaffen, die das Golf des Anwenders möglichst genau beschreibt.

 

Sinnvoll ist eine erste Bewertung über einen beliebigen Schlüssel. Hier können z.B. Schulnoten oder eine Skala von 0 bis 10 fungieren.   Die Bestandsaufnahme unterteilt sich in folgende Komponenten. Weitere können beliebig hinzugefügt werden, um das persönliche Golf in seine wichtigsten Bestandteile zu unterteilen.

 

 

 

01   Vorbereitung

 

02   Ausrüstung

 

03   Aufwärmen

 

04   Drive

 

05   Fairwaybunker

 

06   Fairwayschlag

 

07   Annäherung

 

08   Rough

 

09   Pitching

 

10   Grünbunker

 

11   Chipping

 

12   Putting

 

13   Platzkenntnis

 

14   Regelkenntnis

 

15   Taktik

 

16   Mentalspiel

 

17   Schlaglängen

 

18   Scorekarte

 

19   Golfphysik

 

20   Zeiteinsatz

 

21   Turniere

 

22   Training

 

 

Nach der Aufteilung von Komponenten ist nun eine ehrliche persönliche Beschreibung und Bewertung der einzelnen Bereiche notwendig. Unabhängig vom folgenden Ablauf sollte diese Bestandsaufnahme in regelmäßigen Abständen auf ein Neues bewertet werden. Es kommt durch unterschiedliche Lebenssituationen, Möglichkeiten, Einstellungen  und Erfahrungen immer wieder zu Änderungen bei der Betrachtung dieser "Basis", die man nicht bewusst registriert und in den weiteren Ablauf aufnimmt. Vorgeschlagener Ansatz zur Neubewertung: 1 Monat. 

 

Weiterhin kristallisieren sich bereits Schwerpunkte heraus, die die persönlichen Voraussetzungen oder das persönlichen Spiel beeinflussen.

 


1/6 Basics

Mission Possible. Der Grundgedanke dabei ist folgender: Wenn ein Golfer sein Spiel sehr gut kennt und möglichst Stärken und Schwächen richtig einordnet, ist über systematische Abläufe und gezielte Maßnahmen eine spürbare Verbesserung möglich. Cool, oder?

 

Die effiziente Methode basiert auf dem Prinzip des Organisationskreislaufes aus der Betriebswirtschaftslehre. Das bekannte Gliederungsprinzip wird z.B. auch mit anderen Namen in der Soziologie oder bei Militär eingesetzt. Dabei wird eine komplex erscheinende Aufgabe in ein vollständiges und logisches Grundgerüst eingesetzt, an dem man sich in Richtung Ziel entlang hangeln kann.  Durch die vielleicht abwegig erscheinende Anwendung im Golfsport kann der Golfer eine überprüfbare Anleitung für sein Spiel und sein Training erstellen. 

 

 

Die Bausteine des Organisationskreislaufes:

1   Bestandsaufnahme

2   Planung 

3   Durchführung 

4   Kontrolle

 

Der Punkt 4 Kontrolle schließt als erneute Bestandsaufnahme den rotierenden Kreislauf ab.

 

Schwer? Nicht unbedingt. Nach dem Blick in den Kühlschrank (Bestandsaufnahme) schreibt man seinen Einkaufszettel (Planung), geht einkaufen (Durchführung) und schaut im Bereich der Kassen noch einmal nach, ob man etwas vergessen hat (Kontrolle). Ich denke, dass das Prinzip auch ohne BWL-Erfahrung vom Grunde her bekannt ist, oder wie plant ihr z.B. einen Urlaub?   

 

Der Vorteil dieser Methode gegenüber anderen Trainingsmethoden liegt in der individuellen Gestaltung und Anwendung durch den Golfer selbst. Denn wie sieht es zumeist aus? Wir sind Amateurgolfer und haben weniger Zeit auf dem Golfplatz, als uns recht ist. Dennoch haben wir gewisse Ansprüche und tun mehr oder weniger dafür, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Wir sehen in der Golfwelt die tollsten Entwicklungen, Bewertungssysteme, Trainingshilfen und doch haben wir das Gefühl, dass es irgendwie nicht zu uns passt. Sicher können wir eine Methode nach der anderen ausprobieren, aber wie kann man halbwegs elegant und effizient mehr über sein Golfspiel herausfinden und auf direktem Wege selbst Schlussfolgerungen erzielen, die einem weiterhelfen?

 

Durch die Anwendung des Mission Possible Golf Trainingssystems und deren Bausteinen wird der Golfer angehalten, sich mit den Elementen seines persönlichen Golf und seinem Spiel auseinanderzusetzen und effizient eine Verbesserung herbeizurufen und das ist schon die halbe Miete!

 

Der Golfer entwickelt seinen persönlichen Golforganisationskreislauf in den vier Bausteinen und wendet diesen selbst an. Wie kann das funktionieren?

 

"Wenn man immer jemanden braucht, der einem sagt was zu tun ist, verlernt man am Ende für sich selbst zu denken"  (D. Leadbetter)

 

Letztendlich möchten wir hier schon einmal darauf hinweisen, dass MP keine Wunderdinge versprechen kann. Es hilft euch, euer Spiel als Amateur besser zu verstehen, über die Bausteine individuelle Sichtweisen zu bekommen und Anregungen, was ihr effizient tun müsstet, um eine Verbesserung zu erreichen.

 

So, wir hoffen, dass wir eure Neugier wecken konnten?! Teil 2 folgt demnächst und dort setzen wir uns intensiver mit der Bestandsaufnahme auseinander. Bleibt dabei und lasst euch inspirieren. (C)