Der Selfcaddy


 

Der Selfcaddy ist ein Projekt, welches Carsten schon seit  einigen Jahren in der Schublade liegen hat. Er ist durch die Gedanken zum System ‚Mission Possible‘ entsprungen und wurde ursprünglich als Version ‚Pocketcaddy‘ in Form eines Booklet-Entwurfes konzipiert. Da der Selfcaddy in unseren Augen sowohl zur Strategie- als auch zur Mentalebene passen würde, wollen wir ihm hier einen eigenen Menüpunkt widmen. Und worum geht’s genau? Der Selfcaddy ist eine Art Anleitung für Amateurspieler, sich nach einer strukturierten Systematik in den verschiedenen Situationen und Aufgaben auf dem Platz zurechtzufinden. Durch die Anleitung zur Selbsthilfe werden die Gedankengänge jeweils strukturiert und so die Basis für ein individuell optimiertes Golfspiel gelegt. Lasst euch inspirieren!



#5 Das Par 5

Was flüstert "er" denn hier ins Ohr?
Was flüstert "er" denn hier ins Ohr?

Caddys Knowledge:

Auch einem Par 5 wird mit einer den Rahmenbedingungen angepassten Längenplanung der Schrecken genommen.

 

Die Abschlagplanung sollte wieder Nutzen und Risiko gegeneinander abwägen. Manchmal kann es sinnvoll sein erst mit einem kürzeren Schläger abzuschlagen und später einen längeren Schläger zu wählen. Eine verlängerte Par4-Strategie verspricht hier ebenfalls Erfolg.

 

Nach dem Abschlag kann neu beurteilt werden, mit welcher Strategie die nächsten Meter sinnvoll überwunden werden können, ohne das Risiko unnötig zu erhöhen. Der Transport des Balles auf der Spielbahn berücksichtigt wieder Hindernisse und den Zugang zum Grün.      

 

Der Caddy rät:

+ genaue Längenplanung vornehmen

+ gute Abschlagstrategie spart Schläge

+ gute Schläge müssen nicht hart geschlagen werden

+ auf sauberes Treffen von Schläger und Ball konzentrieren

 

Der Caddy warnt:

- Länge erzwingen wollen erhöht die Fehlerquote

- Falsche Schlägerwahl bringt Fehler mit sich

- Längenverlust nach Abschlag nicht „aufholen“ !

 

Strategischer Rat:

I          Ball ins Spiel bringen

II         Ball transportieren

III        Ball transportieren* (ggfs. richtige Fairwayseite)

IV       Ball auf das Grün bringen

V        Ball mit 2 Putts** einlochen

 

* Ggfs. auf das Grün Transportieren, wenn sich Chance ergibt

**Der erste Putt kann dabei die Chance bekommen zu fallen. Der zweite Putt wird sicher verwandelt.

 

 

 


#4 Das Par 4

Nette Unterhaltung mit dem Selfcaddy :-)
Nette Unterhaltung mit dem Selfcaddy :-)

Caddys Knowledge:

Ein Par 4 sollte zunächst in seiner Charakteristik analysiert

werden. Bahnverlauf, Hindernisse, Wettereinfluss  und

insbesondere die Länge sind in den Spielplan einzubeziehen. Kann aus der 2 Schlag-Strategie eine 3-Schlag Strategie (bis zum Grün) sinnvoll sein? Hier kann die Entscheidung ggfs. nach dem Gelingen des Abschlages getroffen werden. Bei besonders schwierigen Löchern kann die sichere Strategie

noch zum Par führen. 400 m sind z.B. auch in Eisen 5(150m) + E 6 (140m)+ E 9 (110m) zu überbrücken.

 

Beim Anspielen des Grüns sind Hindernisse und Flaggenposition einzuplanen. Es gilt, den Ball

1.) ins Spiel zu bringen,

2.) zu  transportieren,

3.) möglichst sicher auf das Grün zu kommen und

 4.) mit zwei (einem) einfachen Putt/s einzulochen.

 

Die Planung des Transportschlages berücksichtigt in der Richtung den folgenden sicheren/besseren Winkel zum Grüneingang 

 

 

 

 

Der Caddy rät:

+ Abschlagstrategie auf Nutzen und Risiko prüfen

+ Hindernisse von Beginn an einplanen

+ Der zweite Schlag muss nicht um jeden Preis das G. treffen  

+ Platzierung des Balles vor dem Grün planen

+ Platzierung des Balles auf dem Grün (Mitte)planen 

 

Der Caddy warnt:

 

- Ein aggressiver Abschlag birgt meist zu hohes Risiko 

- Ein verzogener Schlag sollte sicher ausgeglichen werden

- das Risiko die Flagge anzugreifen kann sehr hoch sein

- es wird kein Schläger ausgewählt, der zu viel Schaden bringen kann

 

Strategischer Rat:

 

I           Ball ins Spiel bringen

II          Ball transportieren

III          Ball auf das Grün bringen

IV        Ball mit 2 Putts* einlochen

*Der erste Putt kann dabei die Chance bekommen zu fallen.

Der zweite Putt wird sicher verwandelt.


#3 Das Par 3

Caddys Knowledge:

 Das Par 3 ist trotz seiner geringen Länge eine anspruchsvolle  Aufgabe. Der Druck, das Grün mit dem ersten Schlag zu erreichen ist je nach Spielstärke unterschiedlich hoch. Ein Par 3 täuscht oft eine geringe Gefahr für den Score vor, die sich erst in der Praxis zu erkennen gibt. Je nach Entfernung, Lage und Beschaffenheit der Hindernisse gilt es hier einen Plan zu entwerfen um ein positives Ergebnis zu erzielen. Oftmals kann es sich für den Amateurspieler lohnen, den Ball sicher platziert vorzulegen, wenn das Hindernis (z.B. Sand, insbesondere Wasser) einen hohen Schlagverlust bedeuten würde.

 

 

 

Der Caddy rät:

+ zunächst verschiedene Spiellinien visualisieren

+ mögliche Schlaglängen und Schläger durchdenken

+ sichere / bessere Variante wählen

+ Abwägung von Risiko und Nutzen

 

Der Caddy warnt:

- zu aggressiver Schlag provoziert Fehler!

- falscher Schläger bleibt zu kurz oder zu lang

- falsche Berechnung der Distanzen bringen Hindernisse ins Spiel

- Wer den Wind nicht beachtet, kann bestraft werden

 

Strategischer Rat:

I    Analyse des Par 3 (relevante Faktoren) 

II   Durchdenken von möglichen Spielweisen

III  Entscheidung für eine Möglichkeit und Schlägerwahl

IV  Ball mit höchst. 2 Schlägen sicher auf das Grün bringen

V  2-Putt-Planung, Ran ans Loch und einlochen


#2 Planung Allgemein

OK, der Selfcaddy sitzt nun auf eurer Schulter und berät euch immer nach dem gleichen Schema.

 

In Caddies Knowledge wird allgemeines Wissen abgerufen. Zu den jeweiligen Situationen rät oder warnt der Caddy bestimmte Dinge zu beachten oder sein zu lassen.

 

Hier geht es um die allgemeine Planung. Die anderen Situationen auf dem Platz kommen in den nächsten Teilen. Viel Spaß und Erkenntnis bei den konstruktiven Selbstgesprächen mit eurem Selfcaddy.

 

Aber hey, entscheiden und spielen müsst ihr schon selbst. Klar, oder? Wir raten übrigens dringend dazu, euren Caddy nicht all zu schnell zu feuern. Er ist nämlich kompetenter als ihr denkt. Let`s go!     

 

 

 

 

Caddys Knowledge:

+ Analyse der aktuellen Spielsituation auf dem Weg (Abschlag)

+ Lage, Wind, Hindernisse, Tagesform, Regelanwendung? Etc.

+ Analyse (fein) am Ball

+ Aufzählen der Möglichkeiten > Spielrichtung/Schlägerwahl

+ Abwägung von Risiko und Nutzen

+ Folgeschlag / -schläge berücksichtigen

+ Entscheidung für die beste Möglichkeit :Linie/Schlägerwahl

+ Benennen der konkreten Aufgabe, die vor einem liegt

+ Durchführung des Schlages nach PreShot Routine

+ Feststellen des Ergebnisses + Analyse der neuen Situation    

 

Der Caddy rät:

+  Hindernisse plane ich ein und umgehe sie

+ Die Längenplanung wird genau durchdacht

+ Eine 2-Putt Strategie (1xran+1xrein) nimmt Druck

+ persönliches und unpopuläres Spiel ist erfolgreicher 

 

Der Caddy warnt:

- aggressives Spiel provoziert Fehler

- zu schnelle Entscheidungen bergen Gefahren

- Ziel des folgenden Schlages nicht genau definieren schadet

- ein Spiel spielen, welches ich nicht beherrsche

 

Strategischer Rat:

I    Abschlag > Ball auf Fairway/ Grün

II   Entscheidung : Angriff oder Ablegen (Vorlegen)

III   Ball nicht auf FW >>>Akzeptieren

IV  Entscheidung : Ball ins Spiel bringen oder Ablegen bzw.  Vorlegen

 

Der nächste Teil des Selfcaddys, bald hier auf diesem Fairway!



#1 Der Selfcaddy - Intro

Fotoquelle: Caddyshack
Fotoquelle: Caddyshack

Während die historische Bedeutung des Caddy für den Golfer als Träger der Ausrüstung immer weniger wichtig  wird, setzen Profis weiterhin auf die ehemaligen „Cadetten“.

 

Ob Jim ‘Bones’ Mackaye, Fluff Cowan, Christian Donald,  Steve Williams, Craig Conolly oder Joe Lacava. Ihre Meinung  ist für die Golfstars eine unverzichtbare Hilfestellung auf dem  Platz. So ist der Caddy nicht nur für den Zustand der Ausrüstung verantwortlich oder hilft bei der Auswahl des richtigen Schlägers in einer Spielsituation. Der erfahrene Caddie berät den Spieler in allen Situationen damit er auch bei ablenkenden Einflüssen die richtigen Entscheidungen auf dem Platz treffen kann.

 

Der Selfcaddy unterstützt mit seiner Systematik den Golfspieler auf der Runde und ist immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird. In ausführlicher Schriftform  als Booklet ‚Pocketcaddy‘ ist er handlich, übersichtlich, praxisbezogen  und kompetent. Der Spieler kann den Selfcaddy auf der Runde für nahezu jede Situation zu Rate ziehen und analysieren , welche wichtigen Faktoren gerade entscheidend sein können. Gute Tipps zur richtigen Zeit können viele Schläge sparen. Mit etwas Hilfestellung kann man viele dieser Tipps selbst ergründen.

 

Unser Selfcaddy unterstützt insbesondere die Zielgruppen Hcp.54 – 10. Dabei ist mehr die individuelle Öffnung des Spielers als die gegenwärtige Spielstärke entscheidend.

 

Die Analyse einer Runde zeigt in den meisten Fällen, wo der  Spieler seine Schläge gelassen hat. In der Nachbetrachtung  einer Runde sind manchmal einige Schläge und taktische Entscheidungen für den Spieler offensichtlich falsch gewesen.

 

Den lebenden Caddy an der Seite eines Spielers kann man  also hier theoretisch durch den bewusst eingesetzten „Selfcaddy“ ersetzen. Er hilft uns auf der Runde und erinnert uns bei der  Planung an die erfolgreiche Spielweise. Im inneren Dialog mit ihm (also mit uns selbst) wird eine Spielsituation besprochen und die wichtigsten Erkenntnisse festgehalten.  Aus den sich  strukturiert ergebenden Möglichkeiten kann der Spieler nunmehr leichter und sicherer eine angemessene Entscheidung treffen und umsetzen. Für viele Golfer eine echte Hilfestellung.

 

Golf ist und bleibt ein Spiel mit Fehlern. Der Spieler sollte stetig bemüht sein, diese zu vermeiden, wenn er einen  guten Score erzielen will. Jeder verhinderte Ausreißer trägt zu einem  besseren Ergebnis bei also sollte der Spieler in jeder Situation  alles abrufen um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen. Mit dem Selycaddy kann der Spieler sich selbst unterstützen und dazu beitragen. C

 

Bleibt hier auf dem Fairway und lasst euch demnächst von der folgenden Systematik inspirieren!