Training Allgemein


 

Das facettenreiche Golfspiel und das Training dazu lässt sich wie hier in ein paar grobe Bausteine unterteilen. Hier findet Ihr interessante Inspirationen die, wie der Name schon sagt, eher dem allgemeinen Training zuzuordnen sind und für die wir (noch) keine besondere Kategorie haben. Viel Spaß!  



Vorstellung Trainingsbooklet

Habt ihr noch unseren Artikel „Buchführung“ im Auge? Hier haben wir ja auf die Vorteile der generellen Datensammlung und Auswertung hingewiesen. Weiter hatten wir versprochen ein tolles Trainingsbuch vorzustellen, auch wenn dieses mittlerweile bekannt sein sollte. Martin und ich schwören auf das Booklet und entnehmen hier selbst Inspiration und Anleitung für unser zeitlich relativ knapp bemessenes Training. Hier stellen wir also noch einmal das ultrageniale Trainingsbooklet „Mein Golf Training“ von Timo Schlitz vor.

 

Das Booklet enthält 30 Übungen für ein effektives Training aus den wichtigen Bereichen Putting Green, Chipping Green, Bunker, Pitching Green, Driving Range und auch Platz.

 

Das Besondere ist, dass viele Übungen bei Professionals abgeschaut wurden, die auf diese Trainingsübungen schwören. Proofed sozusagen. Es heißt aber nicht, dass es nichts für Amateure like us ist. Jede Übung ist mit Handicapbereich und entsprechenden Zielsetzungen versehen. Sogar Hinweise sind vorhanden, wenn der Anspruchsgrad gesteigert werden soll.

 

Das Booklet passt in jedes Bag und die Ergebnisse können schön altmodisch in die dafür vorgesehenen Zeilen des Booklets von Hand notiert werden.  Neben den guten Beschreibungen sind auch eindeutige Skizzen zum Aufbau / Ablauf des Trainingspunktes vorhanden. Also eine ganz eindeutige Sache. Der Vorteil ist hier durch einen vorgegebenen Plan gegeben. Bei Wiederholungen kann man seine notierten Ergebnisse immer wieder abgleichen.

Meine Lieblingsübungen sind übrigens „Circle Putting“ für das Putting Green und „Up&Down Series“ für das Chipping Green. Beim Circle Putting werden 8 Bälle im Abstand zu 90cm (etwa Putterlänge) vom Loch gleichmäßig um das Loch verteilt. Markierungen mit Tees oder Münzen sind hier sinnvoll. Ein leichter Break soll auch vorhanden sein, damit es nicht zu einfach wird. Nun muss man versuchen, möglichst viele Putts in Folge zu lochen. Je öfter der Ball gelocht wird, desto größer wird der Druck, diese Serie zu erreichen oder auszubauen. Eine wirklich sehr coole Übung, die euch nachher bei regelmäßiger Anwendung auf den Grüns richtig helfen wird. Kleiner Tipp von uns. Bitte jeden Ball vorbereiten, Linie von hinten lesen usw. Es ist wichtig, dass Ihr auch für die kürzeren Putts einen Ablaufrhythmus bekommt und die Bälle nicht hintereinander in Richtung Loch puttet. Auch das Loch sollte immer frei und nicht voller Bälle sein.

„Up & Down Series“ ist eine sehr wichtige Übung für ambitionierte Amateure. Wie oft wird das Grün nicht getroffen und der Ball landet irgendwo zwischen 4 und 20m daneben. Man trainiert mit einem oder mehreren Schlägern für das Chippen (E8-SW) und droppt den Ball irgendwo in dieser Entfernung. Ziel Ist es den Ball nun mit einem Chip und einem Putt einzulochen und erst wenn es geschafft ist, ein neues Ziel zu suchen.  Von diesen „Up&Downs“ sollen nun möglichst viel hintereinander zu geschafft werden. Hammer, oder? Hier solltet ihr unbedingt am Ball bleiben und euch am Anfang nicht entmutigen lassen. Eine Spitzenübung für den Score  -  ihr werdet sehen.

 

Das Booklet gibt’s übrigens bei Amazon zu kaufen und der Anschaffungspreis ist auf jeden Fall sein Geld wert!

 

Der Autor Timo Schlitz hat übrigens mit Fabian Bünker ein neues MGT-Booklet zum Thema „Besser Driven“  herausgebracht. Also habt Spaß mit dem Booklet und viel Erfolg. Übrigens kann man sich das auch zum Geburtstag oder zu  Weihnachten schenken lassen. Bis dahin habt ihr mit den zwei beschriebenen Übungen genug zu tun! In weiteren Aufgaben erwarten euch Übungen wie „Draw back“, „Hit the Spot“, „Nine Drives“, “No Woods“ (keine Ansage an den Tiger) oder “Worst Ball”. Na neugierig geworden? Viel Spaß mit dieser Inspiration!  C


Buchführung

Im Allgemeinen lassen sich zwei Arten von Golfer unterscheiden. Zunächst gibt es die, denen es halbwegs egal ist, wie und warum sie sich entwickeln. Dann gibt es die, die Entwicklungen schon ganz gerne verfolgen und brav Ihre Einträge machen. Wir gehören zu der 2. Sorte, wenn gleich wir auch unterschiedliche Gewichtungen verfolgen.

 

Wozu braucht man denn eine Buchführung und welche Vorteile hat diese? Nun, je nach den speziell gesicherten Informationen kann ein Spieler die Bereiche analysieren, die ihm wichtig sind. Statistik und Analyse wird nicht nur auf der PGA- und European Tour zelebriert, sondern hat auch im Amateurgolf Einzug gehalten. Nach dem Sammeln von Daten werden diese mit Bezug vergleichen. Das kann ein Zeit- oder Zahlenwert sein. Eine einzelne Analyse bringt in der Regel nicht sonderlich viel, weil die Schwankungen im Amateurbereich doch unterschiedlich sein können.

 

Ob man nun auf ein technisches Auswertungssystem zugreift und auf den Rechner überspielt oder Ihr lieber Daten notiert und unter dem Motto „Wer schreibt, der bleibt“ Buchhaltung betreibt. Hier sind ggfs. kleine Trainingsbüchlein oder zB. Excel-Tabellen eine gute Unterstützung. Es kommt halt auf die Regelmäßigkeit an, die die Daten und deren Entwicklung vergleichbar macht. Rundenergebnisse, Fairway- oder Grüntreffer sind neben der Anzahl der Putts pro Runde sicher mit die wichtigsten Werte mit denen man schon was anfangen kann. Also Amateurgolfer ab mittlerer Spielstärke etwa. Die besseren Spieler sollten sich mit den Stroke Gained – Werten befassen,die man z.B. über das System „Bebrassie“ bekommt.  

 

Wenn die manuelle Auswertung ergibt, dass Ihr z.B. bei der Anzahl der Putts pro Runde zu viele Dreiputts kassiert habt, liegt es meist daran, dass der erste lange Putt nicht nah genug ans Loch gespielt wurde.  OK, die Kurzen zu versemmeln wäre auch möglich. Schreiben wir zur Auswertung noch die Länge des 1.Putts dazu. Die Entfernung, um einen sicheren 2. Putt zu spielen war zu hoch. Die Entwicklung zeigt, dass Ihr im Durchschnitt beispielsweise 9-10 Dreiputts notieren müsst. Was Schlussfolgern wir aus dieser Auswertung? Nun, bei diesem Beispiel sind es mindestens zwei Dinge. Erstens sind unsere Annäherungen vermutlich zu weit von der Fahne weg und zweitens haben wir Nachholbedarf bei der Längenkontrolle unserer Putts. Es kann natürlich auch sein, dass nicht die langen Putts, sondern die kurzen Putts das Problem sind. Insgesamt halten also wir fest, je mehr Informationen wir zur Verfügung haben, desto spezieller können wir eine Auswertung vornehmen.

 

Nach der Feststellung des Handlungsbedarfs und ggfs. der Ursachen lassen sich relativ leicht die nächsten Schritte planen. In unserem kleinen Beispiel wäre das ein Training für verbessertes Kurzspiel und Längenkontrolle bei längeren Putts oder halt das Lochen von kurzen Putts. . Mit diesen Informationen wählen wir aus den zahlreichen Möglichkeiten unsere Trainingsübungen aus.

 

Interessant wird es, wenn Ihr diese Übungen regelmäßig wiederholt und Ergebnisse immer wieder zum späteren Vergleich eintragt. So erkennt man Entwicklung oder Stagnation.

 

Allgemein liegen die Vorteile von Datenerfassung im Amateurgolf auf der Hand. Auch wenn Ihr gerade die PE absolviert habt, ist es interessant, z.B. Rundenergebnisse, Puttwerte, Fairwaytreffer oder Anzahl der gemachten Up&Downs zu notieren und Erkenntnisse daraus zu ziehen. Eine Möglichkeit ist ja das System Mission Possible, welches mit einer schriftlichen Datenerfassung arbeitet. Wir haben dem System hier Platz eingeräumt, weil wir denken, dass es für Amateurgolfer ab mittlerer Spielstärke aufwärts sehr von Vorteil sein kann.

 

Also – generell gilt: Wer schreibt der bleibt und ein kleines handliches Trainingsbüchlein hat immer Platz im Bag. Arbeitet euch für die Verfügbare Zeit einen kleinen Trainingsplan mit euren wichtigsten Baustellen aus. Denkt an eine erfolgreiche prozentuale Verteilung der Übungen und legt fest, welche Werte Ihr bei einer Übung erreichen wollt. Beispiele? Sieben von zehn Putts sollen aus einer Entfernung von 10m in einen bestimmten und markierten (Münzen, Tees) Umkreis. Sieben von zehn Bällen müssen auf der Range mit dem Driver in einen Korridor (zB. aus Flaggen oder Schildern)gespielt werden. Notiert die Werte bei den ständigen Wiederholungen und bewertet, ob ihr mit eigenen Übungen weiter kommt oder ggfs. die Hilfe eines Pros in Anspruch nehmt.

 

Beim nächsten Mal stellen wir an dieser Stelle noch weitere Übungen und ein tolles Trainingsbuch vor. Und nun, Hefte raus – Klassenarbeit! J Viel Erfolg mit eurer persönlichen Buchführung wünscht euch euer IYG-Team! C


Das Eisenspiel

Jeder kenn das berauschende Gefühl, wenn der Driver den Ball vom Abschlag Richtung Grün katapultiert. Ebenso machen lange Holzschläge vom Fairway süchtig und verleiten doch zu allzu oft den riskanteren Schlag zu versuchen. Vorlegen mit einem Eisen? Aber es sind doch nur 180m zum Grün, das schaffe ich mit meinem Holz 3! Das Resultat kennt jeder Amateur nur zu Genüge.

 

Aber spätestens wenn wir verstanden haben wie dieses Spiel wirklich funktioniert, kommen wir nicht mehr um ein gutes Eisenspiel herum. Wir sehen und bewundern sie jede Woche von Donnerstag bis Sonntag im TV – die Tourpros mit ihrem perfektem Eisenspiel aus allen erdenklichen Lagen. Was ist das Geheimnis guter Schläge mit dem Eisen? Wir beleuchten dieses Thema einmal aus unserer Sicht:

 

Die Teachingpros und Fachmagazine würden an dieser Stelle auf die Ballflugarten wie z.B. Draw, Fade, Slice, Hook, gerader Ball, usw. und die damit verbundenen 8 Treffmomentfaktoren eingehen, welche zu den jeweiligen Flugkurven führen. Wir tun dies bewusst nicht, denn Erstens können die Pros das viel besser als wir und Zweitens wollen wir ja unsere Sicht der Dinge beleuchten.

Solides Eisenspiel ist eine Kombination aus Längenkontrolle und Richtungskontrolle. Idealerweise trifft man beim Eisenspiel erst den Ball, dann den Boden und schlägt ein flaches Divot hinter dem Ball heraus.

 

Aus diesen Divots kann man schon einiges über seinen Schlag erkennen (wir gehen der Einfachheit halber von einem Rechtshändigem Spieler aus):

 

Zeigt das Divot nach links, so verläuft die Schwungbahn von außen nach innen du der Ball startet nach Links.

 

 Zeigt das Divot nach rechts, so verläuft das Divot von innen nach außen und startet nach Rechts.

 

Zeigt das Divot zum Ziel, so haben wir eine gute Chance auf einen gerade startenden Ball.

 

Weiterhin entscheidet nun die Schlagflächenstellung über die weitere Flugkurve des Balles (ganz ohne auf den ein oder anderen Treffmomentfaktor  geht es nun doch nicht). Eine offene Schlagfläche (nach rechts verdreht) verleiht dem Ball eine Rechtskurve, eine geschlossene Schlagfläche (nach links verdreht)eine Linkskurve. Steht die Schlagfläche im rechten Winkel zur Schwungbahn, so entsteht ein gerader Ballflug.

Wir Durchschnittsamateure können in der Regel nicht nach Belieben Fade und Draw schlagen, sondern sind froh wenn der Ball gerade Richtung Ziel fliegt.

 

Die Höhe des Ballfluges und der Backspin wird bestimmt durch den Loft des jeweiligen Schlägers.

 

Kurze Eisen

Die Eisen 9 und 8 sind zum Anspielen der Grüns sehr gut geeignet. Die hohe Backspinrate sorgt dafür, dass der Ball schnell liegen bleibt und nur wenig rollt. Der steilere Eintreffwinkel verleiht dem Ball nicht nur viel Backspin, sondern erzeugt auch das idealerweise herauszuschlagende Divot. Diese Eisen können auch vielen Lagen von Fairway, Semirough oder auch aus dem Rough geschlagen werden und eignen sich ebenso hervorragend zum Pitchen und Chippen.

 

Mittlere Eisen

Die Eisen 7, 6 und 5 bilden die Gruppe der mittleren Eisen und können gut für längere Schläge ins Grün verwendet werden. Auch sie haben ausreichend Backspin um den Ball nach kurzem Roll zum Liegen zu bringen. Ebenso eigenen Sie die mittleren Eisen ideal für mittellange Transportschläge entlang des Fairways oder um bei defensivem Spiel den Ball vor ein Hindernis oder ähnlichem vorzulegen. Auch auf kurzen Par 3 Löchern sind mittlere Eisen der ideale Begleiter. Zu empfehlen sind diese aber nur vom Fairway oder Semirough. Aus schweren Lagen sind sie anhand des geringeren Lofts schwieriger zu spielen und bieten viel Fehlerpotential.

 

Lange Eisen

 

Die Eisen 4, 3 und 2 bilden sie letzte Eisengruppen: Die langen Eisen. Lange Eisen sind am schwierigsten zu Spielen und sind daher seltener in den Golfbags zu finden. Diese Eisen werden vorwiegend für Anschläge vom Tee auf engen Fairways, kurzen Par 4 oder langen Par 3 Löchern verwendet. Auch für Transportschläge aus guten Balllagen vom Fairway können sie nützlich sein, aber der Spieler sollte das lange Eisenspiel schon gut beherrschen um einen Vorteil daraus ziehen zu können.  Diese Eisen werden eher flach gespielt und erzeugen auch vom Fairway so gut wie keine Divots. Mit zunehmender Länge des Eisen ist auch eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit notwendig, um den Ball über ein  größere Distanz schlagen zu können.

 

Allzu oft werden diese Eisen durch die Schlägergattung der Hybriden ersetzt, welche sich wesentlich leichter spielen lassen und deutlich mehr Fehler verzeihen.

 

Die Königsdisziplin bildet das Eisen 1. Es ist heute nur noch sehr selten zu finden am schwersten zu spielen. Lasst euch weiter inspirieren und bleibt am Ball! M


Trainingsphilosophie Teil 2/2

Das Training auf der Range, Putting- oder Chipping-Grün kann Sinn machen, wenn ich konkrete Vorstellungen habe, was ich erreichen möchte. Ein sehr guter Trainer hat einmal darauf hingewiesen, dass diese Art des Trainings nicht viel mit dem Spiel auf dem Platz zu tun hat, wo wir eigentlich die Ergebnisse einfahren, die wir sehen wollen.

Die unterschiedlichen Lagen des Balles auf dem Platz kommen jedoch auf einer Range nicht vor. Macht es daher Sinn, auf der Range immer wieder stupide mit seinen Schlägern die gleichen Bälle zu schlagen und sich letztendlich an getroffenen Bällen zu ergötzen? Auf dem Platz habe ich keine Rangematte und nur jeweils einen Versuch. Den muss ich so gut es geht hinbekommen.

Bitte versteht mich nicht falsch, denn Training auf der Range kann Sinn machen, wenn man etwas Spezielles trainieren möchte oder wie auf dem Platz nach jedem Schlag den Schläger wechselt. Es wäre also unterm Strich ratsam, wenn ihr euch im Klaren darüber werdet, wie ihr eure kostbare Zeit auf dem Golfplatz einsetzt und euch dabei entwickeln könnt.

Ich selbst bin ein Golfer mit wenig Zeit. Deshalb verschwende ich nur wenig Zeit auf der Range und trainiere lieber auf dem Platz und mache mir meine Gedanken dazu. INSPIRE your GOLF! wird noch öfter auf einzelne Bausteine eingehen. Verfolgt es weiter! Vorab nur einige Anmerkungen auf die ich Wert lege. Jedes Loch wird im Zählspielmodus absolviert, denn Stablefordstreicher sind schädlich für die Entwicklung meines Golfspiels. Warum? Weil ist es trainieren möchte, um jeden Ball bis zum Schluss zu kämpfen, dabei die richtigen Entscheidungen zu treffen und nicht halbherzig „aufzuheben“, wenn es mal nicht läuft. Davon habe ich nichts. Die Analyse dieser Runden ist elementar, denn es gibt immer etwas zu lernen.

 

Durch die Analyse  zeigt sich auch immer ein weiterer Bedarf auf.  Weshalb konnte kein besseres Ergebnis eingefahren werden? Lag es am Putting, dem kurzen Spiel oder z.B. den Drives? Kommt ein Problem häufig, ab und an oder selten vor? Mit welchen Elementen meines Spiels kann ich zufrieden sein. Hier kann natürlich Rangetraining nutze ich meist als Vorbereitung auf die Runde, um die Muskulatur warm zu machen. Dabei wechsele ich häufig die Schläger  und habe konkrete Ziele wie z.B. Korridore oder Flagge. Entfernungen sind mir hier noch nicht sonderlich wichtig. Ich verschwende keine Zeit, einen Schlag auf der Range möglichst perfekt hinzubekommen, der dann später auf dem Platz dann doch anders aussieht. Wir sind und bleiben Amateure und selbst Professionals verhauen Bälle. Halt nur nicht so häufig.

Ein Gedankengang, der mir immer geholfen hat, ist die Akzeptanz der Längen und Abweichungen. Der Abschlag ist in Ordnung gewesen, wenn er spielbar ist. Abweichungen sind normal und lassen sich nicht verhindern.  Je näher man mit Transporten, Annäherungen, Chips und Putts dem Ziel kommt, desto präziser sollte man werden. Und abgerechnet wird immer erst am Schluss. Mit diesem umfassenden Credo habe ich gleichzeitig viel Spaß und Trainingseffekt zugleich. Aber das ist nur meine Methode. Wie sind eure Gedanken? Beschäftigt euch mit den Fragestellungen und ihr erhaltet eure Trainingsphilosophie. Macht euch Gedanken zu euren Ansprüchen, Möglichkeiten und Zielen und seht, ob diese im Einklang sind. Wenn nicht, dann sieht es so aus, als ob man etwas ändern müsste, oder? C


Trainingsphilosophie Teil 1/2

inspire your golf!
inspire your golf!

Habt ihr euch schon einmal spezieller Gedanken zu eurer Trainingsphilosophie gemacht? Braucht man eine und wenn ja, was soll man damit? Wie bekomme ich eine und warum ist diese nützlich?

 

Wir möchten euch mit einem Beitrag dazu inspirieren, euch selbst über generelle Trainingsphilosophie Gedanken zu machen und vielleicht wertvolle Rückschlüsse für euren weiteren Weg als Golfer zu ziehen. Ihr wisst, dass Golf sehr viel mit Gedankenarbeit zu tun hat und dies gilt im erweiterten Sinn auch für das Training. Was gibt es also so wichtiges, welches ein Kapitel bei INSPIRE your GOLF! rechtfertigt?

Zunächst einmal sollte einem bewusst werden, welche Sorte Golfer man ist. Es gibt nämlich einige unterschiedliche davon und irgendwo findet ihr euch wieder. Es gibt Golfer mit relativ wenig Zeit – und das ist oft ein wichtiger Faktor für viele weitere Gedankengänge. Man ist angestellt, kommt später nach Hause, die Familie und Aufgaben warten und man würde sehr gerne öfter auf den Platz als es möglich ist. Andere haben kaum Verpflichtungen oder teilen sich in der Selbstständigkeit ihre Zeit weitgehend frei ein. Natürlich erleben die anderen Golfer diese Menschen als die wahren Glückspilze, es soll ihnen aber gegönnt sein, oder?  Irgendwo in diesen unterschiedlichen Gruppen oder dazwischen findet man sich immer wieder und hat für sich mehr oder wenige Zeit auf dem Golfplatz zur Verfügung.

Dann gibt es noch die sportlich Ambitionierten, die reinen Freizeitgolfer und die Golfer, die irgendwo Beides sind. Es gibt die Golfer, die ehrgeizig einem bestimmten Ziel folgen, dem Handicap oder einem Spielergebnis und welche, denen es eher egal ist. Es gibt Golfer, die trainieren viel und gerne auf der Range oder auf der Übungsanlage. Und da sind die, die wenig oder nie trainieren, warum auch immer.

Wenn wir diese unterschiedlichen Eigenschaften und Voraussetzungen  jetzt mal mit unseren persönlichen Werten verknüpfen, sehen wir ein Bild von uns als Golfer, welches wir für unsere weitere Entwicklung als Golfer berücksichtigen sollten. Die meisten sind leider in ihren Abläufen recht eingefahren und könnten gar nicht so viel ändern, selbst wenn sie wollten.

Wichtig ist es, sich darüber im Klaren zu sein oder zu werden, wie und warum man als Golfer so ist, wie man ist. Und wie  kann man diese Gedanken und Ansätze nun am besten verwerten? Das ist eine Fragestellung, die für den Amateurgolfer sehr wichtig ist, sonst eiert er ziellos umher und tritt auf der Stelle. Beim Golf sagt man, dass der Weg das Ziel ist und einen Weg sollte man beschreiten und nicht auf der Stelle treten. Wie können wir also unseren Weg beschreiten oder möglicherweise ein persönliches Ziel erreichen?

Wenn wir uns darüber im Klaren geworden sind, wer wir sind und was wir eigentlich vom Golfsport wollen, fällt es leichter, die weiteren Gedanken zu ordnen. Neigen wir dazu Freizeit- oder Spaßgolfer zu sein, sollten unsere persönlichen Ansprüche auch zu unserer Einstellung passen.

Haben wir gewisse Ziele und Erwartungen, sollte man diese konkret formulieren. Danach heißt es effizient zu sein. Effizienz ist ein schönes Wort und wie erreichen wir diese? Wenn man also als Golfer selbst effizienter werden möchte, sollte man ständig überlegen und analysieren. Welchen Bedarf hab ich eigentlich im Hinblick auf meine persönliche Zielerreichung, die ich im besten Fall auch noch ausformulieren konnte? Mit welchen Maßnahmen könnte  ich bei meinen persönlichen Voraussetzungen meine Ziele und die jeweils kleineren Zwischenziele erreichen?  Gibt es Dinge, die mir viel, wenig oder gar nichts bringen? C

Bleibt dabei und lest demnächst den zweiten Teil. INSPIRE your GOLF!