Training Allgemein


 

Das facettenreiche Golfspiel und das Training dazu lässt sich wie hier in ein paar grobe Bausteine unterteilen. Hier findet Ihr interessante Inspirationen die, wie der Name schon sagt, eher dem allgemeinen Training zuzuordnen sind und für die wir (noch) keine besondere Kategorie haben. Viel Spaß!  



Noch einmal zur Zielsetzung....

Oft ist es so, dass wir bereits im Winter oder kurz vor der Saison Gedanken machen wollten, wohin es mit unserem Golfspiel in der anlaufenden Saison hingehen soll. Wir fassen oft gute Vorsätze und scheitern an der Umsetzung. Manchmal verschwinden die Vorsätze ganz schnell und einfach so. Damit wir hier nicht kirre werden und den roten Faden in der Hand behalten, wollen wir euch heute einige Gedanken zu Zielen vorstellen, die den treuen Lesern sicher bekannt vorkommen, weil sie sich mit bereits bekannten Beiträgen hier überschneiden. Gemeint sind hier insbesondere das Mission Possible-Konzept und die Buchführung.

 

Wer schreibt der bleibt ist eine ältere, aber immer noch gültige Floskel. Zunächst müssen wir klare Vorstellungen haben, wo wir stehen und wo wir hinwollen. Schreibt die Analyse bzw. die Formulierung der Zielsetzung, z.B. nach dem MP Konzept selbst nieder. Was möchte ich konkret verbessern, ohne direkt albern und abwehrend zu sagen „alles“. Filtert euch nur die wichtigsten Punkte oder Kompetenzen heraus, die ihr konkret verbessern möchtet, weil sie direkten Einfluss auf euer Spiel und der Entwicklung eures Scores haben.  Z.B. mehr Grüns aus ca. 100m treffen, Puttes über 10m näher ans Loch bringen oder mehr Fairwaytreffer mit dem Driver.

 

Wir haben nun, sagen wir die wichtigsten fünf Punkte, aufgeschrieben und ausformuliert. Nunmehr beschäftigen wir uns mit konkreten Rahmenbedingungen, die erforderlich sind, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Dies kann z.B. der Zeitansatz und das Zeitmanagement sein, die Inanspruchnahme eines Coaches, Benötigtes Trainingsmaterial oder so etwas in der Art.

 

Nun planen wir konkret zu den fünf Punkten möglichst genau den Weg der Zielerreichung durch konkrete Maßnahmen, Übungen etc. Wichtig ist wieder die schriftliche Formulierung, die im besten Fall in einem konkreten Trainingsplan übergeht. Dazu erinnern wir gerne nochmal an unseren Beitrag zum Trainingsbüchlein. Um den gezielt geplanten Verbesserungseffekt konkret darzustellen (oder auch nicht) hilft die Dokumentation und der Abgleich über das Ergebnis von Übungen oder nach der Auswertung von Scorekarten.

 

Maßnahmen können vom Materialcheck bis zum Wechsel der Traininigslocation reichen. Übungen sucht Ihr euch konkret aus dem zahlreichen Angeboten (Video, Zeitschriften, Bücher…) oder sprecht kurz mit eurem Pro über das Vorhaben und die Wege der konkreten Zielerreichung.

 

Beschäftigt euch mit eurem Golf, euren Zielen und dem Weg, wie ihr dorthin kommt. Ob es nur Drei oder Elf Ziele sind ist unerheblich. Geht diesen Weg und beobachtet die Entwicklung mit Ihren Tendenzen sehr genau. Und vor allem, haltet euch an euren Trainingsplan! Je konkreter das Ziel formuliert wurde, desto konkreter lassen sich Entwicklungen und Ergebnisse ablesen.

 

Z.B. ob nach einem Monat mit konkreten Übungen auch mehr Fairways getroffen wurden. Viel Spaß mit dieser Inspiration wünscht euch euer IYG-Team!


Matchplay als Inspiration

Ready to Battle!
Ready to Battle!

Nachdem wir  unsere Gedanken zum Zählspiel offenbart haben, möchten wir

Noch etwas zum Matchplay loswerden. Wir lieben Matchplay! Was also fesselt uns und sehr viele andere Golfer an dieser Spielart Mann gegen Mann oder Team gegen Team im Vierer?

 

Das Matchplay hat historische Wurzeln. Früher spielte man Turniere so aus. Diese Wurzeln werden auch heute noch bei einigen Teamwettbewerben  gepflegt. Allen voran der Ryder Cup und seine Pendants. Darauf freut man sich immer wieder, weil diese Wettbewerbe aus dem sonstigen Einheitsbrei der Turniere herausstechen.

 

Bei Teamwettbewerben wie dem Ryder Cup kommen immer besondere Konstellationen und Paarungen zustande. Die in den letzten Jahren erfolgreichen Europäer haben fast schon traditionell von der Fähigkeit profitiert, als Team wirklich zusammenzuwachsen und gemeinsam die Punkte einzufahren. Dies haben die Amerikaner in der letzten Zeit, mit Ausnahme des 2016er RyderCups nicht so gut hinbekommen, auch wenn Sie über wirklich großartige Einzelspieler verfügen.

 

Und da kommen wir wieder zu dem Punkt, der das Matchplay ausmacht. Der mentale Bereich spielt beim Matchplay nochmal eine besondere Rolle. Beim Spitzengolf gehört dieser Bereich meist zur Grundausstattung der Strategen. Die Spieler bereiten sich mental auf Ihre Runden vor und ziehen diese dann (meist) nach Programm durch. In Matchplaysituationen allgemein, hat der direkte Gegner auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Hier geht es in den klassischen Matchplaywettbewerben um das Gewinnen. Du oder ich. Klar, beim Ryder Cup kommt es auch auf die halben Punkte an, die geteilt werden können und dies ist in den besonderen Drucksituationen der Kontinentalvergleiche ebenfalls eine richtige Hausnummer. Beim Club- oder privaten Lochwettspiel geht es meist nicht um so viel. Mit den besonderen Situationen muss man jedoch besser klarkommen als der Gegner oder Mitbewerber.

 

Diesen Gegner muss man mit seinem Spiel und seiner Psyche immer zusätzlich im Auge behalten. Oftmals sind es nur einzelne Schläge an der richtigen Stelle, die über Sieg und Niederlage entscheiden können. Das Kämpfen und Aufholen von Rückständen ist genauso gefragt, wie das Verwalten von Führungen. Auch die richtigen Momente abwarten können ist eine Matchplaytugend. Situationen erkennen, kein unnötiges Risiko eingehen und im richtigen Moment die richtige Entscheidung treffen können. Mit dem Rücken an der Wand jedoch kommt es oft zu Situationen, wo nur ein spektakulärer „Hit&Hope“-Schlag ein Loch retten kann.

 

Foto-Credit: golf-shop.de
Foto-Credit: golf-shop.de

Das zusätzlich fordernde Spiel mit der eigenen Psyche oder der des Gegners hat für uns etwas ganz besonderes! So haben wir z.B. spielstarke Gegner erlebt, die einen normalerweise nass gemacht hätten, aber auf der Runde oft oder an den falschen Stellen sehr unglückliche Entscheidungen getroffen haben. Selbst ist man ja auch nicht immer gut drauf und muss in dieser Situation 1 gegen 1 bestehen.

 

Das ist zweifelsohne das Salz in der Suppe dieser eh schon schwierigen Sportart und deshalb einfach klasse! Auch in kleinen privaten Matches kann man so wunderbar seine mentale Ebene trainieren und um das Getränk nach der Runde spielen. Der natürliche  Spieltrieb des Menschen wird auch hier nochmal zusätzlich ausgelebt – wie bei anderen Spielen in denen es um Gewinnen und Verlieren geht.  Es ist etwas anderes, einen Gegner direkt zu schlagen, als in einem Turnier mit über 60 Leuten Sechster oder Zehnter zu werden. Selbst wenn man das Turnier gewinnt, kommt man selten in die Situationen, die das Matchplay ausmachen.

 

Immer beliebter werden auch die Short-Track-Match-Plays über 6 oder 9-Loch. Hier können teilweise die Führenden nicht mehr als 2 Loch „up“ gehen. Sie kosten weniger Zeit und bieten trotzdem Spannung und Spielspaß pur. Also  seid inspiriert und „battlet“ euch! Euer IYG Team!


Zählspiel als Inspiration

Spielt Ihr gerne Zählpiel aka Strokeplay? Die Spielart im Golf, wo jeder Schlag zählt und gewertet wird? Wir lieben es. Warum? Weil es einen Spitzentrainingseffekt hat! Um ein Doppelbogey in einer kniffligen Situation kämpfen zu können bringt euch weiter, als der voreilige Stich und das Abhaken nach Dr. Stableford. 

 

Das Zählspiel erscheint einem Spieler manchmal (je nach Spielstärke) als zu schwer, weil man ja jede Bahn bis zum Einlochen zu Ende Spielen muss.  Clubmeisterschaften werden so ausgespielt, Verbandswettspiele, die DGL und natürlich die Professionals spielen so. Keine Erleichterungen durch mögliche Striche nach diesem Stableford und der bloßen Verteilung der Punkte, die das Ergebnis und einen möglichen Sieger offenbaren.  Keine Erleichterung durch geschenkte Putts. Almosen gibt es nicht. Man kommt natürlich in Turnieren schneller durch, weil man den Ball aufheben soll, wenn man keine Punkte erzielt. Ob man das macht ist eine andere Sache. Stableford wurde 1895 durch den gleichnamigen Dr. erfunden und 1968 in den Golfregeln integriert. Es birgt in unseren Augen eine nicht zu unterschätzende Gefahr für das eigene Golfspiel.  Der Focus und die Konzentration beim Zählspiel müssen immer auf den einzelnen Schlag gerichtet werden. Jeder Schlag zählt. Ob man die Bahn unter Par, mit Bogey oder sogar mit dem schönen Wort Quatruplebogey beendet. Es wird auf der (wenn auch imaginären) Scorekarte festgehalten. Beim Stableford-Modus verlernt man zu kämpfen, auch wenn man in einer bescheidenen Lage ist.  Man akzeptiert schnell Striche, weil es sowieso nichts mehr bringt. Oft steht man in der  Situation und rechnet parallel nach Punkten mit, wenn etwas schief gegangen ist. Man setzt sich selber unter Druck, weil man nun Hop oder Top spielen muss, um noch einen Punkt zu ergattern. Einige kommen damit klar – andere eher weniger.  Gerade in Trainings- und Freizeitrunden hilft das Zählspiel, sich zu verbessern. Man zwingt sich im Unterbewusstsein klüger und taktischer zu spielen und die Entscheidungen zu treffen, die jeden Ball mit möglichst wenig Schlägen ins Loch befördern. Frustration sollte bei hohen Ergebnissen  nicht aufkommen. Sie sind meist Ursache von Folgefehlern, weil wir nach einem Fehler die falsche Entscheidung getroffen haben. Man möchte oft seinen Fehler mit erhöhtem Risiko wieder ausbügeln und das geht zu oft  in die Hose. 

Zählspiel zwingt einen wieder mehr, die wichtigen Elemente des Golfspiels in die Kopfarbeit aufzunehmen. Grenzen, Hindernisse, Hemmnisse, Regeln  und Layout der Anlage auf der einen, Wetter und Tagesform auf der anderen Seite. Wir tun gut daran, auch kurze Putts sich nicht selbst zu schenken, sondern zu Ende zu spielen. Wir tun gut daran, den Sinn des Zählspiels zu verinnerlichen, wenn der Ball mit möglichst  wenig Schlägen  unter Einhaltung der Regeln vom Tee ins Loch befördert werden soll. All das hilft der Entwicklung unseres Spiels. Stableford (so finden wir) macht es einem zu bequem – und das wird sich langfristig nicht positiv umsetzen lassen. Wie gesagt, es hat sicher für die Beschleunigung des Spiels bei Turnieren Vorteile, aber uns sollte die Entwicklung und Auseinandersetzung mit unserem persönlichen Spiel wichtiger sein. Deshalb Stokeplay! Viel Spaß beim Zählen und notieren! Euer IYG Team!


Buchvorstellung: Golf genial von Jonas und Alexander Kölbing

Heute wollen wir euch wieder einmal ein besonderes Golf-Buch vorstellen, welches wir euch gerne ans Herz legen möchten. Golf genial ist die Co-Produktion von Jonas Kölbing und seinem Vater Alexander. Alexander Kölbing war bereits Autor vieler erfolgreicher Golf-Bücher. Sohn Jonas wurde nach einer langen und erfolgreichen Amateur-Karriere (HCP +4) endlich seiner Berufung gerecht und wechselte ins Profilager. Hier spielt Jonas auf der ProGolfTour und hat auch schon einige richtig gute Ergebnisse erzielt. Mit geballtem Wissen und reichlich Golf-DNA ausgestattet wurde ein in unseren Augen ganz besonderes Buch geschrieben, welches hervorragend zu unseren Inspirationen passt. Golf genial vermittelt Schwerpunkte und Sichtweisen für ein erfolgreiches Golf. Erfolgreich bedeutet für uns natürlich nicht, ebenfalls auf der Tour zu landen, sondern – bescheiden und demütig wie wir sind – unseren Weg zu finden und allgemein besser zu werden. Ready?

 

Zunächst zur Übersicht. In einer ausführlichen Einleitung (mit Vorwort, Einführung und dem Abschnitt „Über das Lernen“) wird der Leser und Lernwillige für den großen Themenkomplex sensibilisiert. Gerade der letzte Abschnitt vermittelt in seinen Unterpunkten wichtige Messages, die uns auf die Informationsvermittlung einstimmen. Beispiel gefällig? In „95% bleiben unverstanden“ wird darauf aufmerksam gemacht, dass der Wissenstransfer durch bloße Erklärungen nur tatsächlich zur Hälfte bei uns ankommt und zu 5% bei uns hängen bleibt. Hier beziehen sich die Autoren auf amerikanische Studien. Dies bedeutet für uns, dass wir uns darauf einstellen können und Wissenstransfer so nachhaltig wie möglich gestalten. Ihr wisst bereits, dass man durch Lesen von Tipps allein selten besser werden kann, sondern die Tipps auch auf den Platz bringt.

 

Im Kapitel „Das Training“ gehen die Autoren auf die wichtigen Kernpunkte ein, die gutes und Erfolg versprechendes Training ausmachen. Genauer beleuchtet wird u.a. die nicht ganz einfache Fragestellung, „Was bringt Erfolg?“ Die Kölbings gehen weiter auf Planung ein, Protokollführung – was uns bekannt vorkommt – Zielführung und  Druck. Immer mit nachvollziehbaren Sichtweisen und Fragestellungen, die den Leser mitnehmen.

 

Der Abschnitt Papier-Golf zeigt uns, dass wir mit unseren Beiträgen zu „Mission Possible“ und „Buchführung“ auch einen Punkt getroffen haben, der für erfolgreiche Golfer wie Jonas unbedingt dazu gehören. Beleuchtet wird die Analysemöglichkeit durch „wer schreibt – der bleibt“-Praxis und die somit  dokumentierte schlichte Wahrheit. Nichts mit punktuellem Heldentum, welches bei Facebook gepostet werden kann. Hier helfen wir uns selbst, indem wir fleißig dokumentieren und analysieren. Schaut euch gerne auch nochmal unsere Beiträge dazu an. All das beschreibt Golf genial mit knackig kurzen Abschnitten. Klasse!

 

Mit Golf aus einem anderen Blickwinkel geht es ans Eingemachte! Chippen, Pitchen und Putten werden zuerst beleuchtet und mittels Bildmaterial mit wichtigen Ansatzpunkten (z.B. Wo liegt der Ball?) dem Leser näher gebracht.

 

Mit „Ihr Tag auf der Range“ verdeutlichen die Kölbings aus Ihrer Sicht die Bedeutung und Einordnung der DrivingRange. Sichtweisen von sehr guten Spielern können auch durch und Hacker positiv umgesetzt werden. Holt euch Inspirationen für Euer Training! Es folgen Kapitel zu Tempo und Rhythmus, dem vollen Schwung und der wichtigen Routine.

 

Ebenfalls mit schönem Bildmaterial unterlegt folgen die Kapitel: Warum fliegt der Ball wohin? , Ballpositionen und Faktorenlehre für einen besseres Golfverständnis.

 

Mit dem Kapitel: Die passende Ausrüstung wird noch einmal das Material spezieller beleuchtet. Schäfte, Putter, Eisen , Bälle und andere Faktoren werden mit grundlegenden und effektiven Gedanken durchleuchtet. Ihr kennt das aus der Schule vielleicht noch? Manchmal muss nur der richtige Mensch die passenden Worte finden und Ihr versteht plötzlich ein Thema oder Zusammenhänge, an denen Ihr vorher verzweifelt seid.

 

Also, machen wir es kurz! Aus unserer Sicht, ein tolles und vielschichtiges Buch, welches in jedes Amateur-Golfregal gehören sollte. Der Aufbau und die Art und Weise, wie das Buch wichtige Kenntnisse nachvollziehbar dem Leser vermittelt sind schon beeindruckend. Wenn Ihr neugierig geworden seid, schaut doch einfach mal rein und lasst euch von „Golf genial“ inspirieren.

 

Aber denkt dran, dass man mit verinnerlichten Inspirationen allein nicht besser wird. Deshalb ist Anwenden angesagt! Viel Spaß mit „Golf genial“ und den dortigen Inspirationen! Euer IYG Team!C


Buch- und Konzeptvorstellung "Differenzielles Lernen im Golf" Teil 2

In der Kurzanleitung wird vorab auf die Vorgehensweise hingewiesen. Kurzum: Differenzierungen aussuchen, in fünf unterschiedliche Varianten der Differenzierung einteilen, je Variation drei bis fünf Bälle schlagen, Ballflüge und Auswirkungen aufmerksam beobachten, ein bis drei Serien je Variation durchführen und abschließend Spielen aus von ein bis drei Situationen mit kompletter Routine.

 

Die Übungen, die wir ausgesucht haben sind:

 

Differenzierung 1 : Griff – Obere Hand 

 

Differenzierung 12 : Winkelverhalten der Handgelenke und

 

Differenzierung 32 : Griffdruck

 

Differenzierung 1 beschäftigt sich mit dem Griff der oberen Hand. Hier können wir folgende Variablen bilden, die wir bewusst anwenden und jeweils mit ihnen Bälle schlagen. Wir schlagen mit :

 

+neutralem Griff

 

+starkem Griff

 

+schwachem Griff und

 

+extrem starkem Griff.

 

Das Ausprobieren dieser Extremvarianten gibt uns Aufschlüsse über den unterschiedlichen Ballflug und Treffmoment.

 

Differenzierung 12 beschäftigt sich mit dem unterschiedlichen Winkelverhalten der Handgelenke. Hier achten wir auf unterschiedlichen Einsatz des Handgelenkes. Beginnen wir mit der 9-Uhr-Position im Rückschwung mit und ohne Winkelung des Handgelenkes und schlagen so unsere Serien. Auch den Abschwung können wir mit und ohne Anwinkeln des Handgelenkes unterschiedlich gestalten. Frühes oder spätes Setzen des Winkels sind weitere Variationen, die es zu schlagen und zu beobachten gilt. Habt Ihr jetzt Fragezeichen in den Augen? Abhilfe schafft das Buch mit seinen Abbildungen oder die Suche im Internet. Ich bin sicher, dass Ihr fündig werdet.

 

Differenzierung 32 und der Griffdruck. Teilen wir den Griffdruck in eine Skala von 1 (leicht) bis 5 (stark)Schlagen wir Bälle mit unterschiedlichem Griffdruck und beobachten wieder Ballflug und Treffmoment. Als Variante wird noch empfohlen, den kleinen Finger der oberen Hand abzustrecken. Ebenfalls ein wichtiger Hinweis bei dieser Übung ist das Steuern des Kieferdrucks während des Schwungs, der oftmals unbewusst negative Auswirkungen auf unseren Schwungablauf hat.

 

Wir hoffen, dass wir euch mit diesem kleinen Einblick in die Materie und die Welt des Differenziellen Lernens geben konnten. Eine durchaus interessante Inspiration und ein schöner Ansatz, sich einmal mit einer anderen und durchaus durchdachten Methode dem eigenen Schwung auf die Sprünge zu helfen. Und denkt dran, der Golfschwung ist komplex und es gibt 48 Differenzierungen mit denen wir unseren Schwung verbessern können. Viel zu tun? Ein Versuch ist es wert, oder?

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und vielleicht auch beim Studieren des Buches.

 


Buch- und Konzeptvorstellung "Differenzielles Lernen" im Golf, Teil 1

Habt Ihr schon mal etwas von der Methode „Differenzielles Lernen“ (DL) und dem gleichnamigen Buch gehört? Noch eines von diesen unzähligen Golf-Lehrbüchern, die uns irgendwie immer noch nichts gebracht haben? Nun, DL ist ein etwas anderes Buch mit einem außergewöhnlichen Ansatz. Die Autoren Blumhoff und Vernekohl haben das Konstrukt von Wolfgang Schöllhorn für den Golfbereich spezialisiert und unterm Strich macht vieles Sinn. Wir nehmen das Buch als Inspiration auf und versuchen euch die Inhalte etwas näher zu bringen. Mal sehen, was wir daraus machen…

 

Zunächst einmal wollen wir uns näher mit der Methode des DL beschäftigen. Das Buch beschäftigt sich insbesondere um den vollen Golfschwung. Das ist das Ding, wo die meisten Golfer mit Hadern und nicht wissen, wie man es anstellt, seinen Körper so zu bewegen, dass ein Golfschläger so zum Ball geführt wird, dass er das macht, was meine Gedanken eigentlich vorgehabt haben. Das Konzept DL basiert auf der Methode, dass ein Golfer durch bewusst veränderte Bewegungsmuster und Variieren der entscheidenden Merkmale zu seinem optimierten Bewegungsmuster findet.

 

Die Effizienz dieser Methode wird auch aus neurologischer Sicht unterstützt. Das Erleben der unterschiedlichen Bewegungsmuster und die Wahrnehmung der Auswirkungen auf den Ballflug sollen helfen, die optimierte Bewegung zu verinnerlichen und auch wiederholbarer zu machen. Wer hier  gedanklich schon mitarbeitet kann sich vorstellen, dass das Training mit den differenzierten Ausführungen eines bereits und irgendwie angeeigneten Elementen des Golfschwungs auch Zeit auf der Range braucht, wo Ihr ja hoffentlich eh schon ab und an verweilt.

Wir finden, dass das interessante Konzept des DL auf jeden Fall als tolle Inspiration dient, unser Schwungmuster kennenzulernen und möglicherweise zu optimieren. Gerade ohne Trainer oder Anleitung neigen wir dazu, auf unsere herkömmliche Art und Weise den Rangeball auf der Übungswiese weg zu feuern. Wir hoffen in der Regel, dass durch diese Wiederholung sich das Bewegungsmuster in unserer Golf-DNA festsetzt. Auf dem Platz spricht der Score Tacheles und wieder einmal haben wir das Gefühl nicht besonders effizient gewesen zu sein.

 

Der deutsche Golfpro Florian Fritsch hat für das Buch ein schönes Vorwort verfasst und wird in dem Buch mit seinen Ansichten zum DL wie folgt zitiert:

+Es gibt kein richtig oder falsch – nur effektiv oder nicht effektiv

+Nichts ist effektiver als Selbstbeigebrachtes.

 

+Das DL ermöglicht es einem, alle Bewegungsfacetten auszuprobieren und    dann schlussendlich das effektivste Bewegungsmodell für dich zusammenzusetzen.

 

Warum also nicht einmal den Ansatz vom differenziellen Lernen verfolgen und möglicherweise wertvolle Erfahrungen sammeln? Das Buch DL besteht neben den Erläuterungen zur Systematik aus 48 Differenzierungen mit erklärten und fotographisch unterstützten Übungen für die Praxis. Weiterhin folgen 15 verschiedene Trainingsprogramme für Driving Range und Platz. Die Trainingsprogramme sind mit zusammengestellten Differenzierungen auf verschiedene Schwerpunkte abgestimmt. Um einen weiteren Einblick zu erhalten, stellen wir euch nun de facto drei beispielhafte Differenzielle Übungen vor. Damit ist das Verinnerlichen der Systematik kein Problem und Ihr könnt selbst entscheiden, ob Ihr euch möglicherweise mit der Methode und dem Buch anfreunden möchtet.

 

Im 2. Teil geht es ans Eingemachte. Seid gespannt.......

 


Vorstellung Trainingsbooklet

Habt ihr noch unseren Artikel „Buchführung“ im Auge? Hier haben wir ja auf die Vorteile der generellen Datensammlung und Auswertung hingewiesen. Weiter hatten wir versprochen ein tolles Trainingsbuch vorzustellen, auch wenn dieses mittlerweile bekannt sein sollte. Martin und ich schwören auf das Booklet und entnehmen hier selbst Inspiration und Anleitung für unser zeitlich relativ knapp bemessenes Training. Hier stellen wir also noch einmal das ultrageniale Trainingsbooklet „Mein Golf Training“ von Timo Schlitz vor.

 

Das Booklet enthält 30 Übungen für ein effektives Training aus den wichtigen Bereichen Putting Green, Chipping Green, Bunker, Pitching Green, Driving Range und auch Platz.

 

Das Besondere ist, dass viele Übungen bei Professionals abgeschaut wurden, die auf diese Trainingsübungen schwören. Proofed sozusagen. Es heißt aber nicht, dass es nichts für Amateure like us ist. Jede Übung ist mit Handicapbereich und entsprechenden Zielsetzungen versehen. Sogar Hinweise sind vorhanden, wenn der Anspruchsgrad gesteigert werden soll.

 

Das Booklet passt in jedes Bag und die Ergebnisse können schön altmodisch in die dafür vorgesehenen Zeilen des Booklets von Hand notiert werden.  Neben den guten Beschreibungen sind auch eindeutige Skizzen zum Aufbau / Ablauf des Trainingspunktes vorhanden. Also eine ganz eindeutige Sache. Der Vorteil ist hier durch einen vorgegebenen Plan gegeben. Bei Wiederholungen kann man seine notierten Ergebnisse immer wieder abgleichen.

Meine Lieblingsübungen sind übrigens „Circle Putting“ für das Putting Green und „Up&Down Series“ für das Chipping Green. Beim Circle Putting werden 8 Bälle im Abstand zu 90cm (etwa Putterlänge) vom Loch gleichmäßig um das Loch verteilt. Markierungen mit Tees oder Münzen sind hier sinnvoll. Ein leichter Break soll auch vorhanden sein, damit es nicht zu einfach wird. Nun muss man versuchen, möglichst viele Putts in Folge zu lochen. Je öfter der Ball gelocht wird, desto größer wird der Druck, diese Serie zu erreichen oder auszubauen. Eine wirklich sehr coole Übung, die euch nachher bei regelmäßiger Anwendung auf den Grüns richtig helfen wird. Kleiner Tipp von uns. Bitte jeden Ball vorbereiten, Linie von hinten lesen usw. Es ist wichtig, dass Ihr auch für die kürzeren Putts einen Ablaufrhythmus bekommt und die Bälle nicht hintereinander in Richtung Loch puttet. Auch das Loch sollte immer frei und nicht voller Bälle sein.

„Up & Down Series“ ist eine sehr wichtige Übung für ambitionierte Amateure. Wie oft wird das Grün nicht getroffen und der Ball landet irgendwo zwischen 4 und 20m daneben. Man trainiert mit einem oder mehreren Schlägern für das Chippen (E8-SW) und droppt den Ball irgendwo in dieser Entfernung. Ziel Ist es den Ball nun mit einem Chip und einem Putt einzulochen und erst wenn es geschafft ist, ein neues Ziel zu suchen.  Von diesen „Up&Downs“ sollen nun möglichst viel hintereinander zu geschafft werden. Hammer, oder? Hier solltet ihr unbedingt am Ball bleiben und euch am Anfang nicht entmutigen lassen. Eine Spitzenübung für den Score  -  ihr werdet sehen.

 

Das Booklet gibt’s übrigens bei Amazon zu kaufen und der Anschaffungspreis ist auf jeden Fall sein Geld wert!

 

Der Autor Timo Schlitz hat übrigens mit Fabian Bünker ein neues MGT-Booklet zum Thema „Besser Driven“  herausgebracht. Also habt Spaß mit dem Booklet und viel Erfolg. Übrigens kann man sich das auch zum Geburtstag oder zu  Weihnachten schenken lassen. Bis dahin habt ihr mit den zwei beschriebenen Übungen genug zu tun! In weiteren Aufgaben erwarten euch Übungen wie „Draw back“, „Hit the Spot“, „Nine Drives“, “No Woods“ (keine Ansage an den Tiger) oder “Worst Ball”. Na neugierig geworden? Viel Spaß mit dieser Inspiration!  C


Buchführung

Im Allgemeinen lassen sich zwei Arten von Golfer unterscheiden. Zunächst gibt es die, denen es halbwegs egal ist, wie und warum sie sich entwickeln. Dann gibt es die, die Entwicklungen schon ganz gerne verfolgen und brav Ihre Einträge machen. Wir gehören zu der 2. Sorte, wenn gleich wir auch unterschiedliche Gewichtungen verfolgen.

 

Wozu braucht man denn eine Buchführung und welche Vorteile hat diese? Nun, je nach den speziell gesicherten Informationen kann ein Spieler die Bereiche analysieren, die ihm wichtig sind. Statistik und Analyse wird nicht nur auf der PGA- und European Tour zelebriert, sondern hat auch im Amateurgolf Einzug gehalten. Nach dem Sammeln von Daten werden diese mit Bezug vergleichen. Das kann ein Zeit- oder Zahlenwert sein. Eine einzelne Analyse bringt in der Regel nicht sonderlich viel, weil die Schwankungen im Amateurbereich doch unterschiedlich sein können.

 

Ob man nun auf ein technisches Auswertungssystem zugreift und auf den Rechner überspielt oder Ihr lieber Daten notiert und unter dem Motto „Wer schreibt, der bleibt“ Buchhaltung betreibt. Hier sind ggfs. kleine Trainingsbüchlein oder zB. Excel-Tabellen eine gute Unterstützung. Es kommt halt auf die Regelmäßigkeit an, die die Daten und deren Entwicklung vergleichbar macht. Rundenergebnisse, Fairway- oder Grüntreffer sind neben der Anzahl der Putts pro Runde sicher mit die wichtigsten Werte mit denen man schon was anfangen kann. Also Amateurgolfer ab mittlerer Spielstärke etwa. Die besseren Spieler sollten sich mit den Stroke Gained – Werten befassen,die man z.B. über das System „Bebrassie“ bekommt.  

 

Wenn die manuelle Auswertung ergibt, dass Ihr z.B. bei der Anzahl der Putts pro Runde zu viele Dreiputts kassiert habt, liegt es meist daran, dass der erste lange Putt nicht nah genug ans Loch gespielt wurde.  OK, die Kurzen zu versemmeln wäre auch möglich. Schreiben wir zur Auswertung noch die Länge des 1.Putts dazu. Die Entfernung, um einen sicheren 2. Putt zu spielen war zu hoch. Die Entwicklung zeigt, dass Ihr im Durchschnitt beispielsweise 9-10 Dreiputts notieren müsst. Was Schlussfolgern wir aus dieser Auswertung? Nun, bei diesem Beispiel sind es mindestens zwei Dinge. Erstens sind unsere Annäherungen vermutlich zu weit von der Fahne weg und zweitens haben wir Nachholbedarf bei der Längenkontrolle unserer Putts. Es kann natürlich auch sein, dass nicht die langen Putts, sondern die kurzen Putts das Problem sind. Insgesamt halten also wir fest, je mehr Informationen wir zur Verfügung haben, desto spezieller können wir eine Auswertung vornehmen.

 

Nach der Feststellung des Handlungsbedarfs und ggfs. der Ursachen lassen sich relativ leicht die nächsten Schritte planen. In unserem kleinen Beispiel wäre das ein Training für verbessertes Kurzspiel und Längenkontrolle bei längeren Putts oder halt das Lochen von kurzen Putts. . Mit diesen Informationen wählen wir aus den zahlreichen Möglichkeiten unsere Trainingsübungen aus.

 

Interessant wird es, wenn Ihr diese Übungen regelmäßig wiederholt und Ergebnisse immer wieder zum späteren Vergleich eintragt. So erkennt man Entwicklung oder Stagnation.

 

Allgemein liegen die Vorteile von Datenerfassung im Amateurgolf auf der Hand. Auch wenn Ihr gerade die PE absolviert habt, ist es interessant, z.B. Rundenergebnisse, Puttwerte, Fairwaytreffer oder Anzahl der gemachten Up&Downs zu notieren und Erkenntnisse daraus zu ziehen. Eine Möglichkeit ist ja das System Mission Possible, welches mit einer schriftlichen Datenerfassung arbeitet. Wir haben dem System hier Platz eingeräumt, weil wir denken, dass es für Amateurgolfer ab mittlerer Spielstärke aufwärts sehr von Vorteil sein kann.

 

Also – generell gilt: Wer schreibt der bleibt und ein kleines handliches Trainingsbüchlein hat immer Platz im Bag. Arbeitet euch für die Verfügbare Zeit einen kleinen Trainingsplan mit euren wichtigsten Baustellen aus. Denkt an eine erfolgreiche prozentuale Verteilung der Übungen und legt fest, welche Werte Ihr bei einer Übung erreichen wollt. Beispiele? Sieben von zehn Putts sollen aus einer Entfernung von 10m in einen bestimmten und markierten (Münzen, Tees) Umkreis. Sieben von zehn Bällen müssen auf der Range mit dem Driver in einen Korridor (zB. aus Flaggen oder Schildern)gespielt werden. Notiert die Werte bei den ständigen Wiederholungen und bewertet, ob ihr mit eigenen Übungen weiter kommt oder ggfs. die Hilfe eines Pros in Anspruch nehmt.

 

Beim nächsten Mal stellen wir an dieser Stelle noch weitere Übungen und ein tolles Trainingsbuch vor. Und nun, Hefte raus – Klassenarbeit! J Viel Erfolg mit eurer persönlichen Buchführung wünscht euch euer IYG-Team! C


Das Eisenspiel

Jeder kenn das berauschende Gefühl, wenn der Driver den Ball vom Abschlag Richtung Grün katapultiert. Ebenso machen lange Holzschläge vom Fairway süchtig und verleiten doch zu allzu oft den riskanteren Schlag zu versuchen. Vorlegen mit einem Eisen? Aber es sind doch nur 180m zum Grün, das schaffe ich mit meinem Holz 3! Das Resultat kennt jeder Amateur nur zu Genüge.

 

Aber spätestens wenn wir verstanden haben wie dieses Spiel wirklich funktioniert, kommen wir nicht mehr um ein gutes Eisenspiel herum. Wir sehen und bewundern sie jede Woche von Donnerstag bis Sonntag im TV – die Tourpros mit ihrem perfektem Eisenspiel aus allen erdenklichen Lagen. Was ist das Geheimnis guter Schläge mit dem Eisen? Wir beleuchten dieses Thema einmal aus unserer Sicht:

 

Die Teachingpros und Fachmagazine würden an dieser Stelle auf die Ballflugarten wie z.B. Draw, Fade, Slice, Hook, gerader Ball, usw. und die damit verbundenen 8 Treffmomentfaktoren eingehen, welche zu den jeweiligen Flugkurven führen. Wir tun dies bewusst nicht, denn Erstens können die Pros das viel besser als wir und Zweitens wollen wir ja unsere Sicht der Dinge beleuchten.

Solides Eisenspiel ist eine Kombination aus Längenkontrolle und Richtungskontrolle. Idealerweise trifft man beim Eisenspiel erst den Ball, dann den Boden und schlägt ein flaches Divot hinter dem Ball heraus.

 

Aus diesen Divots kann man schon einiges über seinen Schlag erkennen (wir gehen der Einfachheit halber von einem Rechtshändigem Spieler aus):

 

Zeigt das Divot nach links, so verläuft die Schwungbahn von außen nach innen du der Ball startet nach Links.

 

 Zeigt das Divot nach rechts, so verläuft das Divot von innen nach außen und startet nach Rechts.

 

Zeigt das Divot zum Ziel, so haben wir eine gute Chance auf einen gerade startenden Ball.

 

Weiterhin entscheidet nun die Schlagflächenstellung über die weitere Flugkurve des Balles (ganz ohne auf den ein oder anderen Treffmomentfaktor  geht es nun doch nicht). Eine offene Schlagfläche (nach rechts verdreht) verleiht dem Ball eine Rechtskurve, eine geschlossene Schlagfläche (nach links verdreht)eine Linkskurve. Steht die Schlagfläche im rechten Winkel zur Schwungbahn, so entsteht ein gerader Ballflug.

Wir Durchschnittsamateure können in der Regel nicht nach Belieben Fade und Draw schlagen, sondern sind froh wenn der Ball gerade Richtung Ziel fliegt.

 

Die Höhe des Ballfluges und der Backspin wird bestimmt durch den Loft des jeweiligen Schlägers.

 

Kurze Eisen

Die Eisen 9 und 8 sind zum Anspielen der Grüns sehr gut geeignet. Die hohe Backspinrate sorgt dafür, dass der Ball schnell liegen bleibt und nur wenig rollt. Der steilere Eintreffwinkel verleiht dem Ball nicht nur viel Backspin, sondern erzeugt auch das idealerweise herauszuschlagende Divot. Diese Eisen können auch vielen Lagen von Fairway, Semirough oder auch aus dem Rough geschlagen werden und eignen sich ebenso hervorragend zum Pitchen und Chippen.

 

Mittlere Eisen

Die Eisen 7, 6 und 5 bilden die Gruppe der mittleren Eisen und können gut für längere Schläge ins Grün verwendet werden. Auch sie haben ausreichend Backspin um den Ball nach kurzem Roll zum Liegen zu bringen. Ebenso eigenen Sie die mittleren Eisen ideal für mittellange Transportschläge entlang des Fairways oder um bei defensivem Spiel den Ball vor ein Hindernis oder ähnlichem vorzulegen. Auch auf kurzen Par 3 Löchern sind mittlere Eisen der ideale Begleiter. Zu empfehlen sind diese aber nur vom Fairway oder Semirough. Aus schweren Lagen sind sie anhand des geringeren Lofts schwieriger zu spielen und bieten viel Fehlerpotential.

 

Lange Eisen

 

Die Eisen 4, 3 und 2 bilden sie letzte Eisengruppen: Die langen Eisen. Lange Eisen sind am schwierigsten zu Spielen und sind daher seltener in den Golfbags zu finden. Diese Eisen werden vorwiegend für Anschläge vom Tee auf engen Fairways, kurzen Par 4 oder langen Par 3 Löchern verwendet. Auch für Transportschläge aus guten Balllagen vom Fairway können sie nützlich sein, aber der Spieler sollte das lange Eisenspiel schon gut beherrschen um einen Vorteil daraus ziehen zu können.  Diese Eisen werden eher flach gespielt und erzeugen auch vom Fairway so gut wie keine Divots. Mit zunehmender Länge des Eisen ist auch eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit notwendig, um den Ball über ein  größere Distanz schlagen zu können.

 

Allzu oft werden diese Eisen durch die Schlägergattung der Hybriden ersetzt, welche sich wesentlich leichter spielen lassen und deutlich mehr Fehler verzeihen.

 

Die Königsdisziplin bildet das Eisen 1. Es ist heute nur noch sehr selten zu finden am schwersten zu spielen. Lasst euch weiter inspirieren und bleibt am Ball! M


Trainingsphilosophie Teil 2/2

Das Training auf der Range, Putting- oder Chipping-Grün kann Sinn machen, wenn ich konkrete Vorstellungen habe, was ich erreichen möchte. Ein sehr guter Trainer hat einmal darauf hingewiesen, dass diese Art des Trainings nicht viel mit dem Spiel auf dem Platz zu tun hat, wo wir eigentlich die Ergebnisse einfahren, die wir sehen wollen.

Die unterschiedlichen Lagen des Balles auf dem Platz kommen jedoch auf einer Range nicht vor. Macht es daher Sinn, auf der Range immer wieder stupide mit seinen Schlägern die gleichen Bälle zu schlagen und sich letztendlich an getroffenen Bällen zu ergötzen? Auf dem Platz habe ich keine Rangematte und nur jeweils einen Versuch. Den muss ich so gut es geht hinbekommen.

Bitte versteht mich nicht falsch, denn Training auf der Range kann Sinn machen, wenn man etwas Spezielles trainieren möchte oder wie auf dem Platz nach jedem Schlag den Schläger wechselt. Es wäre also unterm Strich ratsam, wenn ihr euch im Klaren darüber werdet, wie ihr eure kostbare Zeit auf dem Golfplatz einsetzt und euch dabei entwickeln könnt.

Ich selbst bin ein Golfer mit wenig Zeit. Deshalb verschwende ich nur wenig Zeit auf der Range und trainiere lieber auf dem Platz und mache mir meine Gedanken dazu. INSPIRE your GOLF! wird noch öfter auf einzelne Bausteine eingehen. Verfolgt es weiter! Vorab nur einige Anmerkungen auf die ich Wert lege. Jedes Loch wird im Zählspielmodus absolviert, denn Stablefordstreicher sind schädlich für die Entwicklung meines Golfspiels. Warum? Weil ist es trainieren möchte, um jeden Ball bis zum Schluss zu kämpfen, dabei die richtigen Entscheidungen zu treffen und nicht halbherzig „aufzuheben“, wenn es mal nicht läuft. Davon habe ich nichts. Die Analyse dieser Runden ist elementar, denn es gibt immer etwas zu lernen.

 

Durch die Analyse  zeigt sich auch immer ein weiterer Bedarf auf.  Weshalb konnte kein besseres Ergebnis eingefahren werden? Lag es am Putting, dem kurzen Spiel oder z.B. den Drives? Kommt ein Problem häufig, ab und an oder selten vor? Mit welchen Elementen meines Spiels kann ich zufrieden sein. Hier kann natürlich Rangetraining nutze ich meist als Vorbereitung auf die Runde, um die Muskulatur warm zu machen. Dabei wechsele ich häufig die Schläger  und habe konkrete Ziele wie z.B. Korridore oder Flagge. Entfernungen sind mir hier noch nicht sonderlich wichtig. Ich verschwende keine Zeit, einen Schlag auf der Range möglichst perfekt hinzubekommen, der dann später auf dem Platz dann doch anders aussieht. Wir sind und bleiben Amateure und selbst Professionals verhauen Bälle. Halt nur nicht so häufig.

Ein Gedankengang, der mir immer geholfen hat, ist die Akzeptanz der Längen und Abweichungen. Der Abschlag ist in Ordnung gewesen, wenn er spielbar ist. Abweichungen sind normal und lassen sich nicht verhindern.  Je näher man mit Transporten, Annäherungen, Chips und Putts dem Ziel kommt, desto präziser sollte man werden. Und abgerechnet wird immer erst am Schluss. Mit diesem umfassenden Credo habe ich gleichzeitig viel Spaß und Trainingseffekt zugleich. Aber das ist nur meine Methode. Wie sind eure Gedanken? Beschäftigt euch mit den Fragestellungen und ihr erhaltet eure Trainingsphilosophie. Macht euch Gedanken zu euren Ansprüchen, Möglichkeiten und Zielen und seht, ob diese im Einklang sind. Wenn nicht, dann sieht es so aus, als ob man etwas ändern müsste, oder? C


Trainingsphilosophie Teil 1/2

inspire your golf!
inspire your golf!

Habt ihr euch schon einmal spezieller Gedanken zu eurer Trainingsphilosophie gemacht? Braucht man eine und wenn ja, was soll man damit? Wie bekomme ich eine und warum ist diese nützlich?

 

Wir möchten euch mit einem Beitrag dazu inspirieren, euch selbst über generelle Trainingsphilosophie Gedanken zu machen und vielleicht wertvolle Rückschlüsse für euren weiteren Weg als Golfer zu ziehen. Ihr wisst, dass Golf sehr viel mit Gedankenarbeit zu tun hat und dies gilt im erweiterten Sinn auch für das Training. Was gibt es also so wichtiges, welches ein Kapitel bei INSPIRE your GOLF! rechtfertigt?

Zunächst einmal sollte einem bewusst werden, welche Sorte Golfer man ist. Es gibt nämlich einige unterschiedliche davon und irgendwo findet ihr euch wieder. Es gibt Golfer mit relativ wenig Zeit – und das ist oft ein wichtiger Faktor für viele weitere Gedankengänge. Man ist angestellt, kommt später nach Hause, die Familie und Aufgaben warten und man würde sehr gerne öfter auf den Platz als es möglich ist. Andere haben kaum Verpflichtungen oder teilen sich in der Selbstständigkeit ihre Zeit weitgehend frei ein. Natürlich erleben die anderen Golfer diese Menschen als die wahren Glückspilze, es soll ihnen aber gegönnt sein, oder?  Irgendwo in diesen unterschiedlichen Gruppen oder dazwischen findet man sich immer wieder und hat für sich mehr oder wenige Zeit auf dem Golfplatz zur Verfügung.

Dann gibt es noch die sportlich Ambitionierten, die reinen Freizeitgolfer und die Golfer, die irgendwo Beides sind. Es gibt die Golfer, die ehrgeizig einem bestimmten Ziel folgen, dem Handicap oder einem Spielergebnis und welche, denen es eher egal ist. Es gibt Golfer, die trainieren viel und gerne auf der Range oder auf der Übungsanlage. Und da sind die, die wenig oder nie trainieren, warum auch immer.

Wenn wir diese unterschiedlichen Eigenschaften und Voraussetzungen  jetzt mal mit unseren persönlichen Werten verknüpfen, sehen wir ein Bild von uns als Golfer, welches wir für unsere weitere Entwicklung als Golfer berücksichtigen sollten. Die meisten sind leider in ihren Abläufen recht eingefahren und könnten gar nicht so viel ändern, selbst wenn sie wollten.

Wichtig ist es, sich darüber im Klaren zu sein oder zu werden, wie und warum man als Golfer so ist, wie man ist. Und wie  kann man diese Gedanken und Ansätze nun am besten verwerten? Das ist eine Fragestellung, die für den Amateurgolfer sehr wichtig ist, sonst eiert er ziellos umher und tritt auf der Stelle. Beim Golf sagt man, dass der Weg das Ziel ist und einen Weg sollte man beschreiten und nicht auf der Stelle treten. Wie können wir also unseren Weg beschreiten oder möglicherweise ein persönliches Ziel erreichen?

Wenn wir uns darüber im Klaren geworden sind, wer wir sind und was wir eigentlich vom Golfsport wollen, fällt es leichter, die weiteren Gedanken zu ordnen. Neigen wir dazu Freizeit- oder Spaßgolfer zu sein, sollten unsere persönlichen Ansprüche auch zu unserer Einstellung passen.

Haben wir gewisse Ziele und Erwartungen, sollte man diese konkret formulieren. Danach heißt es effizient zu sein. Effizienz ist ein schönes Wort und wie erreichen wir diese? Wenn man also als Golfer selbst effizienter werden möchte, sollte man ständig überlegen und analysieren. Welchen Bedarf hab ich eigentlich im Hinblick auf meine persönliche Zielerreichung, die ich im besten Fall auch noch ausformulieren konnte? Mit welchen Maßnahmen könnte  ich bei meinen persönlichen Voraussetzungen meine Ziele und die jeweils kleineren Zwischenziele erreichen?  Gibt es Dinge, die mir viel, wenig oder gar nichts bringen? C

Bleibt dabei und lest demnächst den zweiten Teil. INSPIRE your GOLF!